Es war eine Premiere: Die 13 Begabtenförderungswerke in Deutschland veranstalteten erstmals unter dem Dach des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine gemeinsame Sommerakademie für ihre Stipendiatinnen und Stipendiaten zum Thema „Demokratie gestalten!“.
Hintergrund
Die erste Sommerakademie, die vom 26. August bis 2. September 2019 in Heidelberg stattfand, bildete den Auftakt einer auf drei Durchgänge angelegten, jeweils einwöchigen Akademie zum Thema „Demokratie gestalten!“ unter Schirmherrschaft von Bundepräsident Frank-Walter Steinmeier.
Die große Pluralität der beteiligten Förderwerke sollte genutzt werden, um einen kontroversen und multiperspektivischen Diskurs anzustoßen, der dem gegenwärtigen Stand der Demokratie und ihrer Entwicklung in einer sich stark wandelnden Welt Rechnung trägt.
Veranstaltungsort war die altehrwürdige Universitätsstadt Heidelberg, in der ...
... begleitet durch ein interessantes und spannendes Rahmenprogramm mit prominenten Gästen ...
... eine Woche lang rund 200 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus 13 Begabtenförderungswerken ...
... über den gegenwärtigen Stand und die zukünftige Entwicklung der Demokratie diskutierten.
Die Sommerakademie
Am 26. August wurde die Sommerakademie in der Alten Aula der Universität Heidelberg feierlich eröffnet.
Ein großes Anliegen war es ...
... die unterschiedlichen Ausrichtungen der Förderungswerke widerzuspiegeln, ...
... eine spannende Diskussion über politische, konfessionelle und weltanschauliche Unterschiede hinweg ...
... in Gang zu setzen ...
... und die Gestaltungsmöglichkeiten der Demokratie durch junge Menschen zu eruieren.
Die Diskussion mit Akteuren aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Journalismus aber auch Dozenten unterschiedlichster Richtungen sollte helfen, sich mit den zugrundeliegenden Strukturen und Mechanismen der demokratisch-rechtsstaatlichen Ordnung auseinanderzusetzen.
Auf Grußworte des Prorektors der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Stephen Hashmi, sowie des Ersten Bürgermeisters der Stadt, Jürgen Odszuk, folgte die Eröffnungsrede des Vorstandsvorsitzenden der Hans-Böckler-Stiftung, Reiner Hoffmann. Den inhaltlichen Auftakt zur Sommerakademie gab Prof. Dr. Ursula Birsl mit einem Vortrag zur Zukunft der Demokratie.
Der erste Abend an der Universität Heidelberg als einer der zentralen Stätten der Geisteswissenschaften in Deutschland sowie die festliche Atmosphäre in malerischer Kulisse beflügelten schnell die konzeptionelle Arbeit.
Am nächsten Tag startete morgens das durch die jeweiligen Werke angebotene, sich durch die Woche ziehende Seminarprogramm.
Die Ergebnisse flossen ein in ein besonderes Highlight der Sommerakademie, den persönlichem Austausch mit ihrem Schirmherrn, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Vorträge von Prof. Dr. Manfred Berg, Nancy Brandt, Prof. Dr. Sonja Buckel, Petra Gerster, Prof. Dr. Paul Kirchhof und Dr. Volker Then trugen neben dem Seminarprogramm ebenso zu einem gelungenen Programm bei, wie spannende Diskussionsformate und informelle, von den Teilnehmenden organisierte Formate an den Nachmittagen.
Recht schnell war klar, dass durch ein spannendes ...
... und vielfältiges Seminarprogramm die Kernfragen der Akademie erörtert werden sollten.
In Vorträgen wurden tiefgründige Blickwinkel vermittelt ...
... und zwischen Vortragenden und Auditorium kritisch diskutiert.
Die Gespräche gingen nicht selten bis tief in den Abend hinein, wie hier mit Prof. Dr. Paul Kirchhof, Bundesverfassungsrichter a.D. ...
… fortgeführt im Hof der Akademie der Wissenschaften, ...
... mit Blick auf das nächtliche Schloss.
Moderiert durch den Stellvertreter des Rektors der Hochschule für Jüdische Studien, Prof. Dr. Frederek Musall, diskutierten die Teilnehmenden der Akademie mit Dr. Lea Wohl von Haselberg, Staatsminister a.D. Dr. Ludwig Spaenle, Hannah Peaceman und Prof. Dr. Gideon Botsch zum Thema »Jüdische Erinnerungskultur« und ...
... mit der Europapolitikerin Renata Alt (MdB / FDP) und den Europaparlamentariern Michael Bloss (Grüne / EFA), Michael Gahler (S&D) sowie Helmut Scholz (GUE / NGL) über die Frage: Was macht ein »starkes Europa« in für die Demokratie herausfordernden Zeiten aus?
In Seminaren wurde intensiv und meinungsstark entlang der Leitfragen sich ausgetauscht ...
... mit dem Ziel, bestehende, tradierte Pfade, Denkweisen und möglicherweise auch »Blasen« zu verlassen ...
... um sich gemeinsam aufzumachen, verbindende Werte zu stärken ...
... und eine neue Auseinandersetzung mit unserer Demokratie und Zivilgesellschaft in Gang zu setzen.
Demokratie gestalten ...
... wie kann das aussehen?
Ein weiterer bedeutender Bestandteil bildete ein religiöses Rahmenprogramm, das von Vertreterinnen und Vertretern aller konfessionellen Werke gemeinsam unter Federführung des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerkes gestaltet wurde.
Ausblick
Nach einer für alle Beteiligten überaus intensiven Woche bei heißem Sommerwetter und hitzigen Diskussionen ...
... zugleich aber auch einem positiven Austausch ...
... und Zusammenkommen der verschiedenen Perspektiven der Teilnehmenden ...
... im Rahmen einer von Respekt und Interesse am Anderen geprägten Diskussionskultur ...
... war klar, dass alle einen elementaren Beitrag zum Gelingen der Akademie ...
... und zum Erreichen ihrer inhaltlichen Ziele geleistet hatten.
Der gelungene Auftakt ...
... durch die erste von drei Sommerakademien ...
... war deutlich erkennbar der Beginn eines großen Engagements ...
... für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit und ein starkes Europa.
Und eine Antwort auf die Frage, welchen Beitrag wir selbst zur Zukunft der Demokratie leisten können.
Wir freuen uns, 2020 mit der dann stattfindenden Sommerakademie rund um die Themen Klimawandel, Demokratie und Wissenschaft und mit regionalem Schwerpunkt auf Nordamerika an das anzuknüpfen, was wir 2019 erreicht haben.
Dafür bedanken wir uns bei allen Beteiligten, ohne die diese Veranstaltung so nicht möglich gewesen wäre!
Zusätzliche Informationen
Credits:
Alle Fotos: Stephan Pramme // Außer: Infografik "Begabtenförderungswerke in Zahlen" von signum & Fotos von Paul Kirchhof, Hof der Akademie, nächtliches Schloss, jüdische Erinnerungskultur, starkes Europa und "Menschen verschiedener Konfessionen", 3. Reihe Mitte & die letzen drei unten, von diversen AkademieteilnehmerInnen.