1967 - 2017 DIE GESCHICHTE DES CARITASVERBANDES GELDERN-KEVELAER E.V.

1967 - 1977

Die Gründerjahre

1967: Gründung des Verbandes

Am 23. Oktober wird im Rheinischen Hof gegenüber des Gelderner Bahnhofs der "Caritasverband für den Landkreis Geldern e.V." gegründet. Zum ersten Vorsitzenden wird Dechant Willy Mehring aus Straelen gewählt.

Erster Vorsitzender des Caritasverbandes: Dechant Willy Mehring aus Straelen

1969: Sonderkindergarten Aengenesch

Als erste Einrichtung des Verbandes wird der Kindergarten St. Michael in Aengenesch eröffnet, der zugleich der erste Sonderkindergarten am unteren Niederrhein ist. In der umgebauten Dorfschule werden 24 Kinder mit geistiger Beeinträchtigung betreut.

1969: Dechant Heinrich Polders aus Geldern wird neuer erster Vorsitzender des Caritasverbandes.
Hermann Althaus wird ab 1962 erster hauptamtlicher Geschäftsführer des Verbandes.

1973: Erste Geschäftsstelle

Die erste Geschäftsstelle des Caritasverbandes wird am Westwall 55 in Geldern eingerichtet.

1974: Neuer Name

Im Zuge der kommunalen Neuordnung in Nordrhein-Westfalen wird der Kreis Geldern mit dem Kreis Kleve vereinigt, einen eigenständigen Kreis Geldern gibt es nicht mehr – auch nicht im Namen des Caritasverbandes. Dieser trägt ab 1974 den Namen „Caritas-Verband Geldern e.V.“

1976: Essen auf Rädern

Ab 1976 wird der Mahlzeitendienst „Essen auf Rädern“ eingeführt, wobei zunächst nur Tiefkühlkost von Zivildienstleistenden zu den Senioren gebracht wird. Warmes Essen wird erst ab Ende der 1990-er Jahre ausgeliefert.

"Caritas ist der Auftrag des Evangeliums"

Interview mit Dr. Christel Stibi-Bergmann, Vorsitzende des Caritasverbandes von 1977 bis 2006

1977 - 1987

Gutes wachsen lassen

1977: Sprachheilkindergarten Geldern

1977 übernimmt der Caritas-Verband Geldern e.V. die Trägerschaft für den Sprachheilkindergarten in Geldern von der katholischen Kirchengemeinde. Diese führte den Sonderkindergarten seit 1975 eingruppig mit acht Kindern in den Räumlichkeiten der Franziskus-Schule.

Dr. Christel Stibi-Bergmann wird 1977 neue erste Vorsitzendes und führt den Verband fast drei Jahrzehnte lang. Erst mit Erreichen der Altersgrenze wird sie 2006 - im Alter von 70 Jahren - aus dem Amt verabschiedet.

1979: Erste Sozialstation

Hinten v.l.: Schwester Serena, Maria Löffler, Rita Paeßens, Leni Welsch und Barbara Michels. Vorne v.l.: Gertrud van Quick, Elisabeth Hacks und Dr. Christel Stibi-Bergmann.

Die häusliche Pflege, die bis dahin die Gemeindeschwestern übernommen haben, wird professionalisiert. So wird 1979 die erste Sozialstation für ambulante Pflege in Geldern eingerichtet.

1983: Leben am Südwall

Nachdem die Geschäftsstelle bereits 1979 zum Südwall umgezogen war, zieht später auch der Sprachheilkindergarten dorthin. Zu Beginn der 1980-er Jahre sind in dem Haus, in dem sich heute die Verwaltung befindet, auch die Zentralrendantur, der Sozialdienst katholischer Frauen, die Sozialstation, die Verwaltung und eben der Sprachheilkindergarten untergebracht.

1985: Fachdienst Gemeindecaritas

In den 1980-er Jahren entwickelt sich eine immer engere Zusammenarbeit des Caritas-Verbandes mit den Pfarrcaritas-Gruppen und den Caritaskonferenzen. Dies führt 1985 schließlich zur Gründung des Fachdienstes Gemeindecaritas. Dieser berät und unterstützt seitdem ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende in Fragen der Organisation und Weiterentwicklung caritativer Aufgaben.

1987: Neuer Geschäftsführer

Hermann Hengstermann löst 1987 Hermann Althaus als Geschäftsführer ab. Hengstermann gehört ab 2006 dem ersten hauptamtlichen Vorstand an und wird 2013 - nach 25 Jahren Caritasarbeit - in den Ruhestand verabschiedet.
"Das war für die Klienten einmalig"

Interview mit Klaus Thoms, bis 2004 Leiter der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

1987 - 1997

Neuer Schwerpunkt in der Altenhilfe

1988: Erneute Namensänderung

Nach der kommunalen Neuordnung in den 1970-er Jahren werden in der Kirchenverwaltung auch die Dekanatsgrenzen neu definiert. Das verstärkte Engagement des Gelderner Verbandes im Dekanat Goch (zu dem auch Kevelaer gehört) führt dazu, dass der Verband 1988 den neuen Namen „Caritasverband Geldern-Kevelaer e.V.“ erhält, um insbesondere Kevelaer mit seiner Bedeutung als großem Wallfahrtsort gerecht zu werden.

1989: Schuldnerberatung und Flüchtlingsberatung eingerichtet

Die Caritas-Mitarbeiterinnen Adele Hoff und Stephanie Pichler nehmen 1991 von zwei Schülerinnen Spenden für Flüchtlinge entgegen.

1989: Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

1989 erfolgt die Übernahme der Trägerschaft für die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Diese war bereits 1958 als „Erziehungsberatungsstelle“ gegründet worden und ist bis heute ein zentraler Dienst der Caritas mit einem sehr unmittelbaren Zugang zur Lebenssituation vom Familien.

Wegen akutem Platzmangel erhält die Beratungsstelle ein eigenes Gebäude am Mühlenweg in Geldern. Im Mai 1989 wird Richtfest gefeiert.
Auch für die Medien wird die Beratungsstelle zum gefragten Ansprechpartner für die Lebenssituationen in Familien. Unter anderem zum Thema "rauchende Kinder" ist Klaus Thoms in den 1990-er Jahren in Funk und Fernsehen präsent, zum Beispiel in der RTL-Sendung "stern tv".

1992: Jubiläum des Caritasverbandes

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Caritasverbandes werden 1992 die beiden Gründerväter des Verbandes, Johannes Sieben (links) und Hermann-Josef Geurts (rechts) durch Domvikar Dieter Geerlings (Mitte) mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

1995 Gründung der caritas-gesellschaft

Das Josef-Haus in Wetten war das erste Seniorenhaus, das in die Trägerschaft der Caritas wechselte. Heute gehören neun Häuser zum Verbundsystem.

Nach der Ausweitung der ambulanten Pflege seit Beginn der 1990-er Jahre, ist der Caritasverband ab 1995 auch im stationären Bereich zunehmend gefordert. Mit der Einführung der Pflegeversicherung sind die Kirchengemeinden zunehmend überfordert mit dem Betrieb eigener Altenheime - finanziell, personell und fachlich. Durch die Gründung der caritas-gesellschaft als Verbundsystem für Altenhilfe-Einrichtungen gelingt es, zahlreiche Seniorenhäuser vor dem baulichen und finanziellen Ruin zu retten und weiterzuführen. Zwischen 1995 und 1998 übernimmt die Caritas sieben Seniorenhäuser von den Kirchengemeinden. Später kommen noch das neue Clemens-Haus in Kevelaer (2008) und das Adelheid-Haus in Geldern (2012) hinzu.

1996: Kinder- und Jugendtreff St. Barbara

Der Kinder- und Jugendtreff St. Barbara wird 1996 gemeinsam von Caritasverband und Kirchengemeinde gegründet und ist von Anfang an mehr als ein Jugendzentrum. Er gilt zum einen als Modellprojekt für die Kooperation zwischen Caritas und Kirche, und zum anderen für die sozialräumliche Arbeit im Barbaraviertel.

"Alles muss sich daran messen lassen, ob es dem Menschen dient."

Interview mit Hermann Hengstermann, von 1987 bis 2012 Geschäftsführer und Vorstand des Caritasverbandes.

Der Leitbildprozess

„Ihr Wohlergehen ist unser Anliegen“: Fest verankert neben dem Flammenkreuz taucht dieser Satz überall dort auf, wo der Caritasverband Geldern-Kevelaer e.V. tätig ist und trägt zur gemeinsamen Identifikation bei Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen, Klienten und Kooperationspartnern bei. Dabei ist dieser Satz weit mehr als ein Webeslogan. Er ist das Ergebnis eines mehrjährigen Prozesses, in dem Caritas-Mitarbeitende ein Leitbild für den Verband entwickelt haben, das bis heute prägend für die soziale Arbeit im Caritasverband ist.

Entstehung und Bedeutung des Leitbildes: Zeitzeugen erinnern sich

Das erste Mitarbeiterfest

29. August 1999 im Vogelpark Plantaria in Twisteden

1997 - 2007

Lebensweltorientierung - nicht für, sondern mit den Menschen

1997 Gründung des Freiwilligen-Zentrums

Bundesweit eines der ersten Freiwilligen-Zentren in Trägerschaft der Caritas entsteht in Geldern. Die Gründung wird 1997 mit einem bunten Fest vor dem Haus am Südwall gefeiert. Damit antwortet der Caritasverband auf den gesellschaftlichen Wandel, der sich auch im Ehrenamt niederschlägt. Das Freiwilligen-Zentrum setzt bei den Fähigkeiten und Interessen der Menschen an und will in allen gemeinnützigen gesellschaftlichen Bereichen das freiwillige Engagement fördern.

1998: Sozialpunkt für die Region

Mit der Gründung des Sozialpunktes für die Region werden ab 1998 einzelne Beratungsdienste, die zuvor räumlich verteilt waren, unter einem Dach zusammengefasst. Dazu zählen die Schuldnerberatung, Flüchtlingsberatung, Aussiedlerberatung, Haftvermeidung, Strafentlassenenhilfe und das Freiwilligen-Zentrum. Gleichzeitig wird die Allgemeine Sozialberatung eingeführt, die ganztägig als erste Anlaufstelle für alle Ratsuchenden dient

1998: Die Brandnacht von Winnekendonk

Am 13. November 1998 gegen 21.30 Uhr bemerken Bürger eine Rauchsäule über dem Katharinen-Haus in Winnekendonk. Das Altenheim brennt! Ein technischer Defekt an einem Verlängerungskabel im Zimmer eines 89-jährigen Bewohners hatte das Feuer ausgelöst. Rund 60 Feuerwehrleute, knapp ein Dutzend Polizisten, Notärzte und Rettungssanitäter sind in dieser Nacht im Einsatz, evakuieren und versorgen die Bewohner und Mitarbeiter. Sieben Menschen werden schwer und 20 leicht verletzt, zwei Bewohner versterben später im Krankenhaus. Alle weiteren Bewohner konnten bis spätestens zum Weihnachtsabend 1998 wieder ins Katharinen-Haus zurückkehren.

2001: Aufwind aktiv

Ab 2001 ist der "Aufwind aktiv" als Second-Hand-Shop und Treffpunkt eine Anlaufstelle für Menschen, die sich preisgünstig mit Kleidung oder Haushaltswaren versorgen möchten oder müssen. Eine Möbelhalle auf der Egmondstraße bietet gebrauchte Möbel an. Neben der Existenzhilfe für Menschen mit kleinem Geldbeutel ist der „Aufwind aktiv“ zugleich ein Arbeitsmarktprojekt. Mit der Beschäftigung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen und Sozialhilfeempfängern findet der Caritasverband mit dem „Aufwind aktiv“ eine Antwort auf die Massenarbeitslosigkeit um die Jahrtausendwende.

Von 2007 bis 2008 führte die Caritas in Wetten eine Schreinerei als Integrationsbetrieb.
Zeitweise gehörte auch eine Buchbinderei zum Tätigkeitsfeld des "Aufwind aktiv".

2004: Offene Ganztagsbetreuung

Als einer der ersten katholischen Träger im Land steigt der Caritasverband bereits 2004 an drei Schulen in Geldern in die Ganztagsbetreuung ein, 2006 folgt auch die Betreuung in Kevelaer. Auch wenn der Einstieg in die Ganztagsbetreuung für alle Beteiligten eine Fahrt ins Ungewisse darstellt, so ist die Zielsetzung doch von Anfang an klar: Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie gleiche Bildungschancen für alle Kinder.

2006: Erster hauptamtlicher Vorstand

Erste hauptamtlicher Vorstand des Caritasverbandes: Hermann Hengstermann und Petra van den Brand.

Um eine die Vielzahl von Aufgaben auch zukünftig verantwortlich, innovativ und wirtschaftlich bewältigen zu können, führt der Caritasverband als einer der ersten im Bistum Münster einen hauptamtlichen Vorstand ein. Die bisherige Vorstandsvorsitzende Dr. Christel Stibi-Bergmann, die fast 30 Jahre lang den Caritasverband ehrenamtlich geleitet hatte, wird von Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann feierlich verabschiedet. Den neuen Vorstand besetzen Hermann Hengstermann, bis dahin hauptamtlicher Geschäftsführer, und Petra van den Brand, bis dahin stellvertretende Geschäftsführerin.

2007: Gründung der Sankt-Martinus-Stiftung

Um auch finanzielle Hilfe leisten zu können und so die soziale Situation im Südkreis Kleve mitzugestalten, gründet die Caritas 2007 die Sankt-Martinus-Stiftung, die seitdem soziale Projekte und gemeinnützige Einrichtungen fördert. Schirmherr der Stiftung ist der damalige Weihbischof Heinrich Janssen.

2007: CAP-Markt in Sevelen

In Issum-Sevelen eröffnet die Caritas 2007 den „CAP-Markt“, einen integrativ geführten Supermarkt. Menschen mit und ohne Beeinträchtigung stellen hier gemeinsam die Nahversorgung im Sevelener Ortskern sicher nachdem der ortsansässige Edeka-Markt geschlossen worden war. Bis zu zehn Mitarbeitende finden hier bis 2013 eine berufliche Perspektive.

2007: Haus der Familie

Ein Familienzentrum der besonderen Art entsteht 2007 mit dem "Haus der Familie" in Straelen. In Kooperation mit dem städtischen Kindergarten ist das Haus der Familie erster Ansprechpartner für alle Familien in der Stadt, bietet Kurse, Beratung und Begegnungsmöglichkeiten - zunächst an der Gartenstraße, später im Marienpark. Bis Ende 2013 als die Trägerschaft für das Familienzentrum wieder komplett in die Verantwortung der Stadt Straelen übergeht, hat das Haus der Familie hunderte Kinder und Familien intensiv begleitet.

„Wir haben es immer als unsere Aufgabe angesehen, nahe bei den Menschen zu sein“

Interview mit Petra van den Brand, langjährige Caritas-Mitarbeiterin und Vorstandsmitglied von 2006 bis 2009

Mitarbeiterfest 2005

8. September 2005 in Wachtendonk unter dem Thema "miteinander - füreinander"

Mitarbeiterfest 2011

20. Mai 2011 in Wachtendonk unter dem Thema "Gemeinsam unterwegs - Gemeinschaft erleben"

Von der Adelheidkirche zum Adelheid-Haus

Die Adelheidkirche kurz vor der Einweihung 1968. Der Entwurf des Architektenbüros Ehren und Hermanns setzt damals wegweisend die Ideen des 2. Vatikanischen Konzils um.
Das Adelheid-Haus heute: Die prägende Glasfassade erinnert unverkennbar an die besondere Architektur der früheren Kirche. Der frühere Kirchenraum bildet nun den Innenhof des Hauses, an des Stelle der früheren Altarraumes steht heute die St.-Adelheid-Kapelle. Links und rechts der früheren Kirche erheben sich zwei Gebäudetrakte, in denen die Hausgemeinschaften für die Bewohner untergebracht sind.
,,Dies ist mein Gebot, liebet einander", lautet die Inschrift im Grundstein der Adelheid-Kirche.
Gerade aufgrund ihrer offenen Architektur ist die Kirche bis zu ihrer Profanierung 2009 ein beliebter Ort für Familie- und Schulgottesdienste der besonderen Art.
Nach jahrelangem Ringen beginnt 2011 der Umbau der Adelheid-Kirche zum Adelheid-Haus.
Der 1988 nachträglich mit Hilfe von Spenden der Gemeindemitglieder errichtete Glockenturm wird im Zuge der Umbaumaßnahmen abgerissen.

Am 7. Oktober 2012 wird schließlich das Adelheid-Haus feierlich eröffnet. Weihbischof Heinrich Janssen, der drei Jahre zuvor die Adelheid-Kirche profaniert hatte, weiht die neue Adelheid-Kapelle. Hunderte Gelderner Bürgerinnen und Bürger nehmen an den Feierlichkeiten teil und freuen sich, wie viel von dem Geist der früheren Adelheid-Kirche erhalten geblieben ist.

2007 - 2017

Neue Herausforderungen für die soziale Arbeit

2009 Gründung des FairKaufHauses

Im Jahr 2009 zieht der Second-Hand-Shop „Aufwind aktiv“ vom Südwall zum Ostwall - mit neuem Konzept und neuem Namen: Das „FairKaufHaus“, wie der Aufwind nun heißt, vereint Second-Hand-Laden und Möbelmarkt unter einem Dach

2009: Das erste Forum Gemeindecaritas

Im Jahr 2009 findet in Geldern das erste Forum Gemeindecaritas statt, damals noch in kleinerem Rahmen. Mittlerweile ist das Forum die zentrale Austauschplattform im Südkreis Kleve für alle, die sich ehrenamtlich in der Caritasarbeit engagieren.

2009: Vorstandswechsel

Nach dem Ausscheiden von Petra van den Brand (Mitte) rückt die Verwaltungsleiterin Petra Keysers (rechts) nach und bildet gemeinsam mit Hermann Hengstermann (links) den neuen Vorstand.

2010: Projekt Strom-Spar-Check

Mit dem Strom-Spark-Check initiiert die Caritas ein Projekt, bei dem Langzeitarbeitslose zu Stromspar-Experten ausgebildet werden und vor allem Hartz-IV-Empfängern helfen, Energie und Kosten zu sparen.

2011: Reiterhof am Nierspark

Im Gelderner Nierspark entsteht der erste integrative Reiterhof am Niederrhein, der mit Reitschule, Therapeutischem Reiten und Pferdepension bis 2013 gemeinsames Reitvergnügen für Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen bietet.

2012: Neuer Vorstand

Nach dem Ausscheiden von Hermann Hengstermann bilden Heinrich Brötz, Petra Keysers und Delk Bagusat (v.l.n.r.) den neuen erstmals dreiköpfigen Vorstand.

2012: Gründung der Caritas-Centren

Um mit seinen Hilfsangeboten noch näher bei den Menschen in der Region zu sein werden 2012 die Beratungsdienste dezentralisiert und drei Caritas-Centren als leicht erreichbare Anlaufpunkte in Geldern, Kevelaer und Straelen gegründet. In allen drei Centren können Ratsuchende alle Beratungsleistungen der Caritas in Anspruch nehmen. Damit rückt die Caritas räumlich gesehen näher zu den Menschen, die nun keine langen Wege mehr auf sich nehmen müssen, um Beratungsangebote wahrnehmen zu können.

2013: youngcaritas

Mit der Jugendmarke „youngcaritas“ öffnet sich der Verband stärker für junge Menschen mit dem Ziel, sie für soziales Engagement zu begeistern. Mit dem Videowettbewerb „Wofür brennst Du?“ und mit Schulprojekten wie dem „Day of Caring“ ist der Caritasverband Geldern-Kevelaer e.V. einmal mehr Vorreiter im Bistum Münster.

2014: Neuer Vorstand

Nach kurzer Zeit der Vakanz im Vorstand werden Andreas Becker (li.) und Karl Döring (re.) neu in den Vorstand des Caritasverbandes berufen.

2015: Abschluss des Projektes "Begegnung.Leben."

Drei Tage lang wird im November 2015 der Abschluss eines vielbeachteten dreijährigen Altenhilfe-Projektes gefeiert. Bei einem Festakt im Konzert- und Bühnenhaus Kevelaer wird das in diesem Projekt erarbeitete Konzept „Begegnung.Leben“ präsentiert. Darin geht es um die menschlichen Beziehungen in der sozialen Arbeit.

2015: Neue Aufgaben in der Flüchtlingshilfe

Vor große Herausforderungen sieht sich der Verband im Herbst 2015 durch die Verschärfung der Flüchtlingskrise gestellt. Innerhalb von drei Tagen übernimmt die Caritas nicht nur die Kleiderversorgung und Ehrenamtskoordination für zwei Flüchtlingsunterkünfte in Geldern, sondern auch den Betrieb einer kompletten Notunterkunft in Straelen-Herongen (bis 2016). Seit dem Frühjahr 2016 betreibt die Caritas dauerhaft eine Flüchtlingsunterkunft in Kevelaer.

Der Klostergarten Kevelaer

Der Beginn: 1967 legen die Clemensschwestern den Grundstein für ihr Provinzialmutterhaus in Kevelaer.
Bis zu 35 Clemensschwestern leben und wirken in den folgenden Jahren an diesem Standort, der zugleich als Tagungs- und Exerzitienhaus dient.
Im Jahre 2002 wird bekannt, dasss der Orden der Clemensschwestern aus Nachwuchsmangel den Standort in Kevelaer aufgeben will. Die Caritas entwickelt daraufhin das Konzept eines barrierefreien Mehrgenerationen-Wohnquartiers für das Gelände.
Die Grundsteinlegung für das Clemens-Haus, das erste neue Gebäude im Klostergarten, übernimmt 2007 NRW-Bauminister Oliver Wittke.
Offiziell Fertiggestellt wird der Klostergarten im Jahr 2011. An der Festmesse zur Einweihung des Klostergartens 2011 nehmen unter anderem Weihbischof Wilfried Theising, Weihbischof em. Heinrich Jassen und der Diözesancaritasvorsitzende Klaus Winterkamp teil.

Der Klostergarten heute

Heute ist der Klostergarten Kevelaer ein barrierefreies Wohnquartier, in dem Nachbarschaftshilfe und Solidarität unter den Generationen das Zusammenleben bestimmen.

Nicht nur baulich ist der Klostergarten komplett barrierefrei gestaltet. Dadurch, dass hier junge und alte Menschen, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung miteinander wohnen, leben und arbeiten, werden auch soziale Barrieren in Form von Vorurteilen und Intoleranz abgebaut.

Mit über 300 Menschen, die hier leben und arbeiten, hat sich der Klostergarten Kevelaer zu einem Ort entwickelt, wo die Menschen aktiv ein neues tragfähiges soziales Netz gestalten und sich jeder nach seinen eigenen Möglichkeiten und Talenten für die Gemeinschaft engagiert.

Zum Klostergarten gehören rund um die Kirche das Mehrgenerationenhaus, das Hotel Klostergarten, die Klosterküche Kevelaer, zwei Senioren-Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz, das Clemens-Haus, die U3-Spielgruppe Vergißmeinnicht und 118 barrierefreie Wohnungen.

Created By
Tobias Kleinebrahm
Appreciate

Report Abuse

If you feel that this video content violates the Adobe Terms of Use, you may report this content by filling out this quick form.

To report a Copyright Violation, please follow Section 17 in the Terms of Use.