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Die Corona-Krise: Diskussionsanstöße der Sprecherinnen und Sprecher der Sachbereiche des ZdK zur aktuellen Pandemie

Der Blick auf die Welt hat sich durch die Corona – Pandemie in ungeahnter Eile verändert. Bilder gehen um die Erde, die erschüttern lassen: Menschen sterben einsam; viele Tote werden in Kirchen oder Zelten bis zum Begräbnis verwahrt; Pflegekräfte arbeiten ruhelos und sind am Ende ihrer Kräfte; Menschen in häuslicher Isolation begegnen einander in Kommunikation über Balkone;

Obdachlose sind in noch größerer Not als ohnehin; Hamsterkäufe geschehen zu Beginn der Krise; verzweifelte Menschen im Hotel- und Gastronomiebereich erwarten Hilfe vom Staat; ein Mundschutz wird getragen und Begegnung geschieht auf Distanz;

Gottesdienste an Ostern finden in fast leeren Kirchenräumen statt; Flugzeuge bleiben am Boden; Sportereignisse werden nur ohne Fans zugelassen; schulisches Lernen und Studium geschehen digital von zu Hause aus. Viele Eindrücke und Erlebnisse sind zu ergänzen.

Jeder und jede erlebt die Corona - Krise auf seine und ihre Weise.

In den Medien ist die Corona - Krise seit vielen Monaten präsent. Eine Vielgestalt von Stimmern wird präsentiert. Was hat Vorrang: die Fürsorge für die Gesundheit insbesondere für ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen oder wirtschaftliches Denken? Das Bildungswesen steht vor großen Herausforderungen. Familien mit Kindern sind sehr hoch belastet. Die europäischen Länder sind herausgefordert im Blick auf ihre konkrete Bereitschaft zur Solidarität – medizinisch wie auch finanziell.

Jede Erkenntnis ist von Interessen geleitet. Diese vertraute Einsicht hat in der Corona – Krise eine Konkretion erfahren. Es bedarf einer gemeinsamen Orientierung an Werten, um Handlungsfolgen zu planen. Eine differenzierte Wahrnehmung und Deutung der Wirklichkeit ist dabei die Voraussetzung.

Einladung, sich mit auf den Weg der Unterscheidung zu begeben

In diesem Beitrag möchten die Sprecherinnen und Sprecher der Sachbereiche des ZdK Sie einladen, sich mit auf einen Weg der Unterscheidung zu begeben:

Was ist heute wichtig und was ist kontinuierlich im Blick zu behalten?

Welche langfristig hilfreichen Lehren lassen sich aus der unerwarteten Krise ziehen?

Von welchen Lernerfahrungen können wir erzählen – beispielsweise in der verstärkten Vertrautheit mit digitalen Formen der Kommunikation

der Zustimmung zu einem höheren Lohnniveau bei pflegenden Berufen, bei dem Ruf nach weltweiter Gerechtigkeit oder der Aufmerksamkeit auf Formen der Missachtung demokratischer Strukturen?

Bei der Sichtung der Lernwege in der Corona-Krise muss ein Gedanke im Blick bleiben: Solche Reflexionen dürfen nicht an die Stelle der Klage über jeden Toten treten.

Christliche Botschaft auf der Handlungseben

Die voran gestellten Wahrnehmungen der Herausforderungen in der Corona-Krise werden von uns gemeinsam geteilt. Alle Sachbereiche im ZdK sind in ihren Optionen auf der Handlungsebene an der christlichen Botschaft orientiert. Je nach fachlicher Perspektive blicken wir in diesen Texten als Sprecherinnen und Sprecher mit unseren eigenen Augen auf die Corona – Krise.

Nach Beginn der Lockerungen der Kontaktbegrenzungen scheinen die Gefahren nicht mehr so groß zu sein. Ist dies eine trügerische Täuschung oder eine begründete Einsicht? Was bleibt mitten in der Corona - Krise an Erkenntnis für die Zeit danach?

In aller Unabhängigkeit der Sprecherinnen und Sprecher der ZdK-Sachbereiche sind interessante und wichtige Impulse entstanden, die nicht nur die Arbeit des ZdK weiter begleiten werden.

Prof. Dr. Dorothea Sattler, Sprecherin des ZdK-Sachbereichs 1 „Theologie, Pastoral und Ökumene“

Prof. Dr. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken

Hier finden Sie die sieben Denkanstöße

Created By
Zentralkomitee der deutschen Katholiken , Sebastian Eckert
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Credits:

Erstellt mit Bildern von Alessandro Bellone - "untitled image" • Zac Durant - "Home without a Home" • Tyler Nix - "untitled image" • John Schnobrich - "together now" • Hush Naidoo - "This was captured well waiting for the doctor who was busy at the time"