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Wachsen braucht Zeit von Markus Wüthrich, Horw-Kriens

Er habe den Eindruck, in seinem Heimatland würden neue Gläubige schneller wachsen und an Reife gewinnen. Aber hier in der Schweiz dauere es viel länger. So erzählte mir ein Verantwortlicher einer afrikanischen Gemeinde.

von Markus Wüthrich, FEG Horw-Kriens

Er sprach nicht von Schweizern, sondern von seinen Landsleuten, die hier in der Schweiz zum Glauben finden. Aber, so denke ich, er könnte das wohl auch über Schweizer sagen. Senkrechtstarter im Glauben kenne ich nicht sehr viele.

Klima zum Aufblühen

Ich will dabei nicht auf den vielbejammerten harten Boden schimpfen, das Umgebungs-Klima. Ich denke ans Klima in unserer Gemeinde: Trägt es zum Wachstum der jungen Gläubigen bei? Wachstum geschieht, wo vier Komponenten vorkommen: Wort und Geist Gottes, gekoppelt an die gute Absicht und die Tat des Glaubens (vgl. 2Tim 1,13f. und 2Thess 1,11).

Kommt jemand neu zum Glauben, so bieten wir Nacharbeit an. Wir investieren Zeit und Kraft, führen Gespräche, beraten, beten, lesen oder erzählen die Bibel. Ja, wöchentlich gibt es eine Bibelerzähl-Stunde, weil das Lesen so schwerfällt. Manchmal tun sich junge Gläubige schwer mit Beten. Der Wille ist da, aber die Umsetzung ist so ungewohnt. Sie brauchen gute Vorbilder, die selbst wachsend sind.

Vorbilder und Beter

Ich freue mich, dass wir in der FEG Horw-Kriens bei vier Personen erleben durften, wie sie 2019 ihr Leben Jesus anvertrauten. Sie dürfen wachsen. Das braucht Zeit. Und eine betende Gemeinde:

«Inständig bittet er Gott darum, dass ihr reife Christen werdet und bereit, in allen Dingen Gottes Willen zu erfüllen.» Kol 4,12b

Markus Wüthrich, m.wuethrich@feg-kriens.ch

Credits:

Erstellt mit einem Bild von Markus Spiske - "untitled image"