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Hoffnung für Österreich Newsletter Vision Europa Februar 2021

Trotz der massiven Einschränkungen durch den harten Lockdown, geschehen in Österreich viele Geschichten, die von der Hoffnung Gottes geprägt sind. Lass dich ermutigen!

Jonathan Mauerhofer und Richard Moosheer, Campus Danubia:

Ein Student im Rollstuhl berichtet:

Viel wurde über das Virus geredet, medial und auch privat hat es uns beschäftigt. Ich persönlich habe eine andere Überschrift für dieses Jahr, was mein Leben und meine Familie betrifft: Gott ist treu, groß, gut und immer noch in allem HERR des Kosmos und meines Lebens. Ich hatte vor 25 Jahren einen Bergunfall und sitze seither aufgrund der dabei erlittenen Querschnittlähmung im Rollstuhl. Während meines Musikstudiums kam ich zum Glauben an Jesus Christus. Seit 2012 habe ich mit konstanten und schweren gesundheitlichen Herausforderungen zu kämpfen. Aber ich darf voll Freude sagen, ich darf Gott heute näher sein, als ich es vor 12 Monaten war. Ein Meilenstein ist, dass ich nach Jahren des Träumens nun endlich am Campus Danubia in Wien anfangen konnte zu studieren. Wenn Gott eine Türe schließt, macht er eine andere auf, und es wird mir mehr und mehr eine Sehnsucht, mein Land und die Menschen hier mit Jesus bekanntzumachen! Ich bin so dankbar für das Angebot am Campus Danubia! Das Niveau ist beeindruckend und die Kombination aus Wissenschaft und Glauben ist sensationell. Ich bin stolz darauf, ein Teil von Campus Danubia sein zu dürfen!"

Raimund und Renate Harta aus Wien Meidling:

Wir haben mehr Menschen erreicht!

Wir haben durch den Videostream mehr Menschen erreicht als je zuvor. Manchmal gab es mehr als 300 Zugriffe. Wenn gerade kein Lockdown war – immerhin von Mai bis November – kamen Gäste in unseren Saal, die uns auf YouTube entdeckt hatten. Befreundete Gemeinden, die nicht die Ressourcen für einen eigenen Stream hatten, schlossen sich uns an und verschickten manchmal Grüße über den parallel laufenden Chat.

Ganz vor kurzem – wir haben gerade wieder Gottesdienst vor Ort – kam ein Mann, den keiner von uns kannte. Er erzählte einer Mitarbeiterin, die ihn ansprach, dass er früher mit Jesus gelebt und sich dann von ihm abgewendet hätte und nun wieder neu anfangen wollte. Durch YouTube sei er auf uns aufmerksam geworden und wollte nun die Gemeinde einmal persönlich kennenlernen.

Hier geht es zum ganzen Bericht von Regine Harta aus Wien

Urs und Andrea Güttinger, Hollabrunn:

Die Freude ist gross

Seit sechs Wochen können wir uns zum ersten Mal wieder, physisch zum Gottesdienst treffen. Wenn auch kein Singen möglich ist. Die Sitz - Distanzen nochmal vergrößert werden mussten und ausgerüstet mit den in Österreich benötigen FFP2-Masken. Die Freude war bei vielen groß! Davor hatten wir Zoom-Gottesdienste, auch diese wurden recht gut genutzt. Nun sind bereits die ersten zwei Treffen hinter uns und unsere Hoffnungen wieder in einen guten und offenen Austausch hineinzufinden wurden sogar übertroffen. Eine Person die ich zum ersten Mal außerhalb vom Bildschirm sehen konnte, öffnete sich und bat mich in einem persönlichen Anliegen gezielt um Gebet. Während dem strengen Lockdown stellten sich uns schon manchmal die Fragen, wie können wir mit weiteren Menschen in Kontakt kommen? Wie wären die Monate in unserem Gründungsprojekt bisher ohne die Einschränkungen verlaufen? Dann wurden unsere Hoffnungen wieder übertroffen. Innerhalb einer Woche hatte ich eine gute Begegnung mit einem Mann, meine Frau traf darauf völlig unerwartet seiner Tochter und hatte einen guten Austausch. Und dann kam auch unsere Tochter in ein Gespräch über den Glauben mit der Mutter.

Familie Egli in Wels:

3x komisch für Jesus

Zu dritt und bewaffnet mit kleinen Tüten Krachmandeln machen wir uns auf, um die Türglocken in unserem Wohnblock zu betätigen und unsere Nachbarn kennen zu lernen. Dank Corona treffen wir fast alle Zuhause an. Schnell weicht der «Was wollt ihr denn»-Ausdruck auf den meisten Gesichtern freudiger Überraschung, wenn wir uns als die neuen Nachbarn vorstellen und unsere Absicht kundtun. = 1. Mal komisch. «Ihr seid die ersten die sowas machen, wir sind seit fünf Jahren hier aber ich kenne bei weitem nicht alle die hier wohnen…», meinen nicht wenige. Eigentlich schade, denken wir, so weit ist die Anonymität in unserem 14-Parteien Haus fortgeschritten. Mal plaudern wir länger, mal kürzer. «Was führt euch denn nach Österreich?», wollen die Leute wissen. = 2. Mal komisch.

Hier gehts zum dritten Mal komisch für Jesus

Daniel und Doris Beusch, Dornbirn

"Guten morgen Frau Brunner,

mein Name ist Doris Beusch und ich werde sie in der nächsten Zeit als MOHI Lauterach (mobiler Hilfsdienst) begleiten . " Ich bin die Christine, fertig aus", kam es zurück mit einer murmligen Stimme.

Ich ging mit Frau Brunner mit dem Rollator ca. 200m spazieren und wieder die 200m zurück, das bedeutet 1 Stunde laufen. Unterwegs hatte ich viel Zeit Frau Brunner kennen zu lernen. Das Gespräch war ziemlich wortkarg, und von einem Lächeln ihrerseits keine Rede. So ähnlich ging es auch die nächsten 3 mal weiter, obwohl die Gespräche ihrerseits immer offener und vertrauter wurden.

Da Frau Brunner einige schwere Krankheiten hat, konnten wir immer nur 10 Schritte gehen, und wieder eine Minute stehen bleiben. Bis sie mich eines Tages noch in die Wohnung gebeten hat, bevor ich mich von Ihr verabschiedete. Sie litt unter grossen Schmerzen und fragte mich: "Können sie noch für mich beten?"

Das kam für mich so überraschend, aber natürlich machte ich es gerne. "So, und jetzt müssen sie gehen, Frau Doris". Es hat mich gefreut zu sehen, dass das Herz von Frau Brunner weicher wurde, und Jesus angefangen hat an ihr zu arbeiten.

John Mark und Priska Fankhauser, Wien-Floridsdorf:

Farshid ist anders:

Diese Geschichte beginnt ganz gewöhnlich mit all unseren menschlichen Unmöglichkeiten. Ein Flüchtling von vielen, der in unserer Gemeinde gelandet ist, findet zu Jesus. Und wartet auf Asyl. Und bringt sich fleißig ein in der Gemeinde. Lernt notdürftig Deutsch, hilft da und dort. Er hat ja Zeit, ihm bleibt ja eh nichts anderes übrig. Und dass Treue in diesen Dingen fürs Asylverfahren wichtig ist, ist ja auch kein Geheimnis. "Ist es echt?" fragen wir uns. Oder wird er wie manche andere, kaum dass er Asyl hat, eine nicht gläubige Frau heiraten und nie mehr in der Gemeinde auftauchen? Wir sind da schon manches Mal ernüchtert worden.

Aber Farshid ist anders. Er strahlt immer und ist gerne bereit, die härtesten Arbeiten zu machen. Er putzt das Gemeindehaus 12x im Jahr ganz alleine und hilft immer wieder vielen Leuten bei praktischen Arbeiten. Er liebt Jesus wirklich und dient ihm so, wie er es kann. In der Gemeinde ist er schon zum Synonym für diakonische Hilfe geworden. Da bekommt er arge Probleme mit seinem Rücken. Aus ist’s mit arbeiten.

Und dann, nach 5 Jahren Wartezeit, kommt endlich der Termin vor dem Asylgericht. In Linz! Da wo die allerstrengsten Richter sind und fast niemand positiven Bescheid bekommt. Muss das sein??? Die ganze Gemeinde betet und fastet für Farshid. 4 Stunden soll es dauern. Von den drei Zeugen wird keiner auch nur ins Gerichtsgebäude hineingelassen. Frierend warten sie draußen im Schnee.

Doch dann geschieht es: Nach nur einer Stunde fallen sich alle um den Hals: Farshid hat Asyl bekommen! Gott hat ein riesiges Wunder getan! Wir können es nicht fassen und Tränen rinnen uns die Wangen herunter.

Gott ist immer noch Gott! Und Gott sieht ins Herz.

Vier Mal im Jahr versenden wir einen Dankesbrief an alle Unterstützter und Spender. Schauen Sie doch kurz rein. Auch diese Botschaften sind ermutigend.

Jürg Wüthrich, Leiter Vision Europa

Missionare an der letzten Pasko im Frühling 2020 (Es fehlen Moosheer's und Jonathan Mauerhofer)

Credits:

Erstellt mit Bildern von Suissgirl - "sacher cake vienna cake" • SGENET - "wheelchair disabled person with reduced mobility"