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Halt für die Ehe finden im Wort Gottes

Die Ehe ist immer noch die Lebensform, die von den meisten Menschen praktiziert wird, Tendenz laut Statistik wieder steigend. Trotzdem ist es – wenn wir in unsere Gesellschaft hineinblicken – um den Wert und die Rahmenbedingungen der Ehe nicht gut bestellt. Auf vielen Ebenen (soziologisch, ethisch, psychologisch, religiös) werden das Kernwesen der Ehe ausgehöhlt, Werte geringgeschätzt, zielverfehltes Handeln positiv beschrieben.

Diese Entwicklung hat vor den Gemeindetüren nicht Halt gemacht. Als wir, Brigitte und ich, uns vor rund 30 Jahren dem Thema Ehe zu widmen begannen, lag der Grund dafür im Leben und Mitarbeiten in der Gemeinde. Wir beobachteten einen starken Zusammenhang zwischen stabiler Ehe und effektiver Mitarbeit. Zudem beobachteten wir einen Zusammenhang zwischen einem Eheverständnis, welches in der Ehe von Mann und Frau das Ebenbild Gottes wahrnimmt, und der Ehequalität. Das hat in uns die Überzeugung gefestigt, dass die guten Prinzipien unseres Schöpfers für das Leben als Mann und Frau sowie für den Umgang miteinander äusserst hilfreich sind. Wir sehen im Respektieren dieser Prinzipien auch die Verherrlichung Gottes, weil ihm die Ehre für seine geniale Erfindung gegeben wird. Über all die Jahre ist uns dieser Gottesbezug immer wichtiger geworden. Er ist wesentlicher Bestandteil unserer Eheseminare, Ehematerialien (twogether), Eheberatung, Predigten und Vorträge.

Die alte Weisheit, dass jede Generation ihren Lebensraum und ihre Lebensart neu und selbst gestalten muss, ist uns sehr wohl bewusst. Umso wichtiger erscheint uns die Vermittlung biblischer Prinzipien – einerseits zur Ehre Gottes, andererseits zum Wohl des Paares und der Familie, und drittens zur Stärkung und Stabilität der Mitarbeiter in der Gemeinde.

Wir fragen uns immer wieder, wie dieser Zusammenhang stärker ins Bewusstsein gerückt werden kann. Vielleicht ist bei der älteren Generation aufgrund von zu starker Einengung eine Müdigkeit eingetreten, die den Mut zur inhaltlichen Positionierung nicht mehr aufbringen kann oder will? Braucht es da vielleicht wieder ein Einstehen für die biblischen Prinzipien? Vielleicht ist in der jüngeren Generation der Blick auf einen Gott, der «Liebe» nicht über seine übrigen Massstäbe setzt und Segen anhand des menschlichen Wunschbildes zur erfüllen hat, neu zu betonen? Vielleicht ist auch das Vertrauen in den Wahrheitsgehalt der Aussagen der Bibel hilfreich?

Eines tut uns not: zu beten für gute und stabile Beziehungen vor der Ehe und in der Ehe, ausgerichtet an den bestmöglichen Rahmenbedingungen in einer gefallenen Welt, am Wort Gottes. Das ist unsere Passion im aktiven Ruhestand, solange es uns möglich ist.

Ernst und Brigitte Brugger, Weisses Kreuz Österreich

ernst.prugger@gute-beziehung.at und brigitte@paarbegleitung.at

Credits:

Erstellt mit Bildern von Brooke Cagle - "Plaid together" • Sandy Millar - "untitled image" • David Thomaz - "a imagem fala por si só"