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Zielgerichtet Birgit und Ruedi Bänziger

Unser Bericht über den bevorstehenden Wechsel in ein anders Arbeitsfeld war schon geschrieben, als ein einschneidendes Erlebnis im Juni das bereits Geschriebene überholte:

Nur die Mauern blieben stehen

Der Umzug nach Nordfrankreich stand unmittelbar bevor und Ruedi kam nach zwei Wochen Renovierungsarbeiten in dem kleinen Häuschen, das Gott uns geschenkt hat, nach Saint-Avold zurück.

Aber in derselben Nacht wurde in unserem zukünftigen Wohngebiet so einiges durch Vandalen in Brand gesteckt – darunter auch unser Häuschen. Nur die Mauern blieben noch stehen.

Bänzigers wohnen neu in Hénin-Beamont und arbeiten mit in der Aufbauarbeit in Lens.

In den ersten Schock mischte sich sofort die unendliche Dankbarkeit, dass Ruedi nichts zugestossen ist. Wir waren sprachlos, aber es drängte sich der Eindruck auf, dass Gott – wie damals bei Mose vor dem brennenden Busch – ein angemessenes, respektvolles Verhalten von uns erwartet. Ruedi musste sofort wieder in den Norden reisen, um alle nötigen Schritte in die Wege zu leiten, während Birgit im heimatlichen Büro nur noch mit Telefonaten und Mails beschäftigt war.

Die Nachricht verbreitete sich in Windeseile und es ist kaum zu beschreiben, wie sich das anfühlt, wenn man von Geschwistern auf der ganzen Welt umbetet wird. Wobei wir eine herzliche Umarmung an alle diejenigen mitschicken möchten, denen Schlimmeres widerfahren ist; die ihre Gesundheit oder einen lieben Menschen verloren haben: Gott stärke euch!

Wir sind sehr dankbar für alle tatkräftige Unterstützung und Anteilnahme. Manche wunderten sich über die unverständlichen Wege, die Gott uns führt. In Hebräer 12 steht gleich am Anfang:

«Lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt, indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens.»

Da entsteht innerlich das Bild eines Mannes, der mit einem Auge hochkonzentriert eine Zielscheibe anvisiert, die ausserhalb unserer Sichtweite liegt. Sein anderes Auge ist nicht zugekniffen, sondern glasklar auf uns gerichtet, voller Liebe und Erbarmen. Seine rechte Hand hält uns fest, als der Schuss fällt. Der Knall schmerzt in den Ohren, es erschreckt und erschüttert uns.

Jesus aber ist felsenfest derselbe geblieben und hat soeben ins Schwarze getroffen, was seine perfekten Pläne betrifft. Wenn wir uns einen «Volltreffer» anders vorstellen, liegt es an unserer begrenzten Perspektive! Bis Sie diese Zeilen lesen, sind wir im Norden Frankreichs angekommen und finden heraus, wie Gott sich alles Weitere gedacht hat, damit sein Name dort am besten bekannt und geehrt wird.