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SPAZIERGANG DURCH DAS „COTTAGE-Viertel in Währing" (18.) Berühmte Personen wohnten einst im Cottage-Viertel

Starten wir in der Hainzingergasse beim GWIKU 18 Gymnasium und wirtschaftskundlichem Gymnasium mit Medienschwerpunkt.

Eine Schule ohne Graffiti gibt es kaum, vor allem, wenn diese graue Wand visavis steht. Außerdem ist Kreativität eine der 4 Schlüsselqualifikationen des 21. Jahrhunderts (die 4Ks: kreativ, kommunikativ, kollaborativ und kritisch sein)

Ein paar Schritte weiter, über der Straße, erinnert eine Gedenktafel an LUDWIG BOLTZMANN, der hier in der Haizingergasse 26 von 1902 bis 1906 wohnte. Er war Physiker, Mathematiker, Wissenschaftstheoretiker. Seine Themen waren die kleinsten Teilchen: Atomistik, Atomtheorie, Thermodynamik, statische Mechanik.

Haizingergasse 26

Wien hat auch eine Boltzmanngasse im 9. Wiener Gemeindebezirk (Alsergrund).

Völlig unspektakulär erscheint das Haus von Theodor Herzl in der Haizingergasse 29/Ecke Weimarer Straße.

Theodor Herzl wohnte hier von 1898 bis 1902, er starb 1904 in Edlach an der Rax.

In seinem Arbeitszimmer (alle Möbel befinden sich im Herzl Museum in Jerusalem) in der Haizingergasse 29 wurde er aufgebahrt. 6.000 Menschen nahmen am Leichenzug teil.

Theodor Herzl: Schriftsteller „Der Judenstaat“, Vordenker eines jüdischen Staates, Hauptbegründer des Zionismus.

So manche architektonische Eigenart zeigt sich an anderen Villen. An der Ecke der Weimarerstraße 49 und Anastasius-Grün-Gasse 41 steht die Villa Oberwimmer (Stadtbaumeister).

Villa Oberwimmer

So mancher Eingang zeigt von früherer Eleganz.

Auf Weimarer Straße 60 wohnte der Klavierpädagoge, Pianist, Komponist Theodor Leschetizky. Sein Denkmal befindet sich im Türkenschanzpark.

In der Hasenauerstraße 29 wohnte Emmerich Kalman, der Komponist von Gräfin Mariza, Csardasfürstin, Zirkusprinzessin u.a.

Es geht bergauf. Der Blick nach rechts und links zeigt verschiedene Baustile, aber eine besondere Villa fällt auf der rechten Seite auf. Colloredogasse 30 war das Haus von Arik Brauer. Die Villa ist leicht erkennbar, da sein Malstil auch die Fassade prägt.

Vogelfang, 1962

Turm aus gebrannter Erde, 1962/63

Der Regenmacher vom Karmel, 1964

Die Verfolgung des jüdischen Volks, Zyklus, ab 1973

Menschenrechte, 1975 (Zyklus von Farbradierungen)

Bühnenbilder und Kostüme zur Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart an der Pariser Oper, 1975

Mein Vater im Winter, 1983

Arik-Brauer-Haus in Wien 6, Gumpendorfer Straße 134/136, fertiggestellt 1993

Fassade der Pfarrkirche Am Tabor in Wien 2, 1996

Fassade der Zwi-Perez-Chajes-Schule in Wien 2, Castellezgasse 35 (am Augarten)

Mit dem Namen Felix Salten verbinden nur wenige Menschen einen Schriftsteller, einen Kritiker, einen Theatermacher oder einen Filmproduzenten. Nennt man aber das Stichwort „BAMBI“, dann erinnern sich alle an die Walt Disney-Verfilmung des ‚Scheuen Rehs‘. Schade, dass Felix Salten oft nur auf Bambi reduziert wird. Ich habe deswegen eine Collage über diesen Mann der Wiener Moderne nach einem Besuch im Rathaús gestaltet.

In der Cottagegasse 37 lebte Felix Salten, der „Bambi“ geschrieben hat.

Weiter geht es entlang der schönen Villen, die oftmals die Pracht von einst schüchtern vermitteln.

Ihn dürfen wir nicht vergessen: Arthur Schnitzler. 1910 erwarb er von Hedwig Bleibtreu die Villa in der Sternwartestraße 71.

Jetzt werdet Ihr sagen: Wo bleibt der Türkenschanzpark, der Sternwartepark, der Joseph Kainz Park (Meridian Park) oder das Cottage Sanatorium? In ihm suchten Siegmund Freud -(Angina Pectoris), Puccini, Adolf Loss, Mustafa Kemal Atatürk und andere Heilung. Heute bewohnen Mitglieder der Russischen Botschaft dieses Gebäude. Ein neuer Spaziergang wird notwendig sein, diese "Lücken" zu füllen.

Mein Spaziergang durch Währing.
Created By
Paul Kral
Appreciate

Credits:

Danke eine meine Freunde Renate und Walter, die die Idee zu diesem informativen Spaziergang hatten.