Vitus Zeller Gründer von Starwings

Was treibt dich an, Vitus?

Ich liebe es, mir zu überlegen, wie man Zustände verbessern kann. Das war schon als Kind so. Ich habe mir damals zum Beispiel vorgestellt, wie man Schule besser machen könnte und mir ständig neue Geschäftsideen überlegt - zur Belustigung meiner Mitschüler. Dabei bin ich ein großer Menschenfreund. Ich kann es schwer mit ansehen, wenn Menschen unter ihren Umständen leiden und sich daraus aber nicht befreien können. Da möchte ich helfen. In meinem Freundeskreis gibt es viele Menschen, die irgendwie unzufrieden sind, mit dem, was sie tun. Tolle Menschen mit großen Fähigkeiten, von denen ich weiß, dass sie viel auf die Beine stellen können. Aber in ihrem Job fühlen sie sich irgendwie unzufrieden, ihnen fehlt die Sinnhaftigkeit in ihrem Tun. Daher machen sie reinen Dienst nach Vorschrift und bleiben ihren Potenzialen weit hinterher. Dabei könnten sie so vieles bewegen! Für sich und für die Welt.

Hast Du Vorbilder - in deiner Familie oder außerhalb?

Von meiner Mutter habe ich eine Portion grundsätzliche Kritik am Status Quo und damit auch meinen Unternehmergeist mitbekommen. Mein Vater ist Landwirt und bei aller Bodenständigkeit ein weltoffener Mensch. Ein echtes Vorbild für mich ist Elon Musk, ein krasser Visionär! Wie der die Dinge anpackt und wie er sie umsetzt, das imponiert mir!

Was inspiriert dich?

Mich inspirieren die unbegrenzten Möglichkeiten, die wir haben! Vor langer Zeit hat die Menschheit die Sprache entwickelt, dann irgendwann den Buchdruck und jetzt befinden wir uns mitten im Informationszeitalter, wo jede Information immer und überall erreichbar ist. Da stecken unendliche Chancen für jeden drin. Möglichkeiten, mit denen wir die Welt zu einem besseren Ort machen können. Unsere Erde ist in den Weiten unseres Universums ein kleines Ökosystem, in dem wir erst seit vergleichsweise kurzer Zeit unseren Platz verstehen lernen. Jetzt ist es an der Zeit, auch unsere Verantwortung innerhalb dieses ganzheitlichen Ökosystems zu begreifen und umzusetzen! Ich denke an die wissenschaftlichen Ausführungen der Physiker Nikolai Kardaschow und Michio Kaku über die Planetargesellschaft. Die Menschheit muss – hier gibt es für mich keinen Zweifel – den Übergang zu einer mitfühlenden, toleranten, pluralistischen Gesellschaft schaffen, in der die verfügbare Energiemenge der Erde nachhaltig genutzt wird. Der Weg dorthin ist schwer und die Zeit ist knapp, aber wir können es schaffen! In der menschlichen Schaffenskraft liegen unendliche Möglichkeiten. Viele Ideen wurden schon entwickelt, die Wissenschaftler forschen unentwegt weiter. Diese Ideen müssen ‚nur’ auf die Straße gebracht werden!

Was ist dein persönlicher 'Ikigai', also was kannst du der Welt mitgeben?

Eine der größten Herausforderungen in unserer komplexen Welt liegt für mich darin, unseren Platz im Leben zu finden. Dabei möchte ich den Menschen helfen: Den Ort zu finden, von dem aus wir mit unserer größten Wirkkraft agieren können. Bei all den Möglichkeiten wird es immer schwieriger, sich zurecht zu finden. Gleichzeitig dreht sich die Welt immer schneller und es gibt kaum noch Möglichkeiten, mal zu verschnaufen und sich über die größeren Dinge Gedanken zu machen. Mal aus der Vogelperspektive aufs eigene Leben draufzuschauen und sich zu fragen: 'Was fange ich mit dem einen kostbaren Leben an'? Dabei möchte ich helfen

Wie bist du auf die Idee gekommen, Starwings zu gründen?

Das war ein längerer Prozess. Was mich sehr beschäftigt, ist der Zustand unserer Erde. Unsere fundamentalen Probleme zeigen sich in Form von Artensterben, Ressourcenverknappung und Klimawandel. Wenn wir wollen, dass es uns auch in 100 Jahren noch gibt, müssen wir dringend viele Dinge grundsätzlich anders tun. Und die Möglichkeiten dafür gibt es! Sie werden in den Köpfen von Wissenschaftlern geboren, liegen teilweise schon fertig in Schubladen. Startups können diese Themen umsetzen, so dass sie der Welt zunutze werden! Aktuell scheitert es hier an der Umsetzung und der Ressourcenbereitstellung für Innovationen. Ich selbst habe ja bereits ein Unternehmen gegründet. Nach einiger Zeit im eigenen Startup habe ich bemerkt, dass ich meinen Platz in der Welt noch nicht ausfülle und ich mich auf ein mit mir tiefer verbundenes Thema stürzen möchte. Im Rahmen der Gründungszeit habe ich auch das Potenzial von Inkubatoren erkannt. Gleichzeitig aber fand ich, dass Startup- Inkubatoren ihrer Verantwortung und ihrem Potenzial noch nicht gerecht werden. Die Idee lag auf der Hand: ein weltweites Ökosystem aufzubauen, um Innovatoren und Startups mit wichtigen Ressourcen, wie Experten, Investoren, Wissenschaftlern und Unternehmen zu vernetzen und Kooperationen zu fördern. Diese Idee hat mich nicht mehr losgelassen. Auf einer Geburtstagsparty im Sommer 2016 habe ich dann spontan heraus posaunt: Ich möchte gründen! Zunächst war ich über mich selbst etwas erschrocken, aber inzwischen bin ich froh darüber. Denn so konnten mich meine Freunde darauf festnageln :-)

Woher kommt der Name Starwings?

Wir möchten dabei helfen, entfernte und glänzende Ziele zu erreichen. Innovatoren und Startups Flügel verleihen, um nach etwas greifen zu können, was sie allein nicht schaffen, das ist unsere Mission. Außerdem spielt der Name auf den Fixsstern an, also der Stern, der Orientierung auf dem eigenen Weg bietet: „Binde deinen Karren an einen Stern“, hat Leonardo da Vinci gesagt. Eine Aufforderung, aus seinem Leben etwas Besonderes zu machen und sich die Sterne vielleicht sogar vom Himmel zu holen. Dafür steht Starwings!

Kontakt Vitus Zeller: vts@starwings.io, +49(0)15781824735

Created By
Katrin Frische, www.frische-biografien.de
Appreciate

Credits:

Peter Döhring

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