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Hilfe, die wollen mein Geld Jürg Wüthrich

Ein mir bekannter Pastor machte einmal ein Experiment: «Am Anfang dieses Jahres entschloss ich mich, während der nächsten sechs Monate alle Einzahlungsscheine, die mir zugesandt werden, zu sammeln. In diesen 6 Monaten habe ich sage und schreibe 105 solche Scheine erhalten!

Die Briefe, Rundbriefe, Infoblätter bzw. Zeitschriften, denen diese beigelegt waren, stammen alle von christlichen Kreisen und Werken. Mit keinem dieser Absender hatte ich je Kontakt, noch hatte ich bei ihnen etwas bestellt. Alle haben sie irgendwo Zugang zu meiner Adresse gefunden und senden mir nun regelmässig ihre Berichte, visionären Ziele sowie ihre Einzahlungsscheine. Zwar hatte ich vor einiger Zeit mehreren dieser Absender das zugesandte Material wieder zurückgesandt mit der Bemerkung, dass ich dies nicht wünsche – leider ohne Erfolg.»

Ich muss gestehen, mir geht es ähnlich. Ich habe schon viele von diesen Zusendungen, die ich nie bestellt hatte, abbestellt. Doch sie kommen weiterhin.

Bist du genervt von den ganzen Spendenaufrufen? Die durch die Pandemie noch extremer daherkommen als sonst? Oder fühlst du dich unter Druck zu geben? Oder hast du ein schlechtes Gewissen? Da muss man doch helfen! Oder bist du im Stadium angelangt, in dem du alles ignorierst und ungesehen wegschmeisst? Wie sollen wir damit umgehen?

Nun, ich bin in drei Missionswerke involviert, die alle mit Spenden finanziert werden. Dieses Thema beschäftigt mich also praktisch täglich. Darf ich meine Gedanken dazu mit dir teilen? Ich will damit einfach zum Nachdenken anregen.

Folgende Prinzipien geben mir Orientierung:

1. Zuerst die Gemeinde

Als Christ bin ich in eine örtliche Gemeinde eingebunden und unterstütze diese mit meinen finanziellen Gaben. Ich freue mich, zu einer Gemeinde zu gehören, die dann wiederum weit über 10% der Spenden in die Mission weiterleitet und eigene Missionare unterstützt.

2. Dann der Verband

Ich gehöre zu einer FEG und damit zum Verband FEG Schweiz. Als FEG Schweiz haben wir drei Werkzeuge, um das Evangelium zu verbreiten und Gemeinden zu gründen: Das sind die Vision Schweiz, Vision Europa und Vision Global. Dort will ich mit meinen finanziellen Gaben mithelfen, damit mehr Menschen zu Christus finden.

3. Zuletzt andere Notbedürftige

Ich will auch mithelfen, dass Menschen aus ihrer irdischen Not herauskommen. Deswegen haben wir ein Patenkind in Afrika und unterstützen andere Projekte im Bereich der Entwicklungshilfe, wie sie unsere Partnermission SAM global praktiziert. Weil wir so beschenkt sind, wollen wir auch andere beschenken.

Vielleicht sind diese Gedanken auch dir eine Hilfe, in dieser herausfordernden Zeit gute Prioritäten zu setzen. Und wir sind natürlich sehr dankbar, wenn du die Visionen weiter treu unterstützt.

Jürg Wüthrich, juerg.wuethrich@feg.ch

Credits:

Erstellt mit Bildern von United Nations COVID-19 Response - "Wash your hands with "soap". We wanted to transform the foam into goats so that the kids will take the washing activity as a fun thing. Image created by House of Radon. Submitted for United Nations Global Call Out To Creatives - help stop the spread of COVID-19." • Priscilla Du Preez - "untitled image" • Sam Dan Truong - "Tip Jar"