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Wie der Glaube mit Reichtum umgeht 1. Mose 13

Wir haben bereits sehr viel aus dem Glaubensweg des Abram lernen können:

  • Glauben heisst vertrauen
  • Glauben geht mutig Schritt
  • Glaube erlöst uns vom Froschdasein
  • Glauben heisst nicht, dass es keine Probleme mehr gibt
  • Unglauben führt uns zu falschen Kompromissen
  • Glauben heisst: Gott ist treu, auch wenn wir untreu sind

Nach dem Fall

Was ging doch da für eine absurde Geschichte voran: Abram verkaufte seine Frau! und nur durch die Gnade Gottes konnten sie jetzt Ägypten verlassen. Ich kann mir vorstellen, dass Abram sehr erschocken ist über sein eigenes Handeln. Das menschliche Herz hat eben tiefe Abgründe! Es ist heilsam, wenn wir darüber erschrecken:

...denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf! 1. Mose 8,21b

Was haben wohl seine Frau und alle Bediensteten über Abram gedacht?

Abram macht nun das einzig Richtige:

Abram und seine Leute stellen nach dieser peinlichen Niederlage die Anbetung Gottes wieder in den Mittelpunkt. Unser menschliche Glaube mag immer wieder mal versagen, aber Gott vergibt und stellt uns wieder auf die Beine.

Darum lasst uns freimütig hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit. Hebräer 4,16

Die nächste Glaubensprüfung: Reichtum!

Abram und Lot wurden sehr reich. In der Antike wurde der Reichtum nicht am Landbesitz gemessen, sondern an der Grösse er eigenen Herden und dem Besitz von Silber, Gold und Juwelen. siehe auch Hiob 1,1-3

Als Abram im vorherigen Kapitel 12 unter Druck kam durch Armut (Hungersnot), da ging er an den Rand des Glaubens und vertraute Gott nicht mehr 100 Prozent. Hilf dir selbst, so hilft dir Gott, war seine Devise. Er hat versagt, aber Vergebung erhalten.

  • Hilft die Armut mehr auf Gott zu vertrauen?
  • Kommen durch Armut mehr Menschen zum Glauben?

Kann Abram im Reichtum Gott vertrauen?

Wo sind die Gefahren für den christlichen Glauben in reichen Ländern, wie bei uns?

Ulrich Parzany sagte 2005 im Idea Magazin: Reichtum macht die Menschen dumm! Sie stellen keine Fragen mehr! Hauptsache genug Geld. Das Interesse für Gott schwindet.

Machen wir das doch an einigen bekannten Sprichwörtern über Geld fest:

1. Reiche Menschen haben es, nach Jesus, schwer ins Himmelreich zu finden:

Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme. Markus 10,25

An diesem Zustand leiden wir in Europa sehr. In vielen Ländern auf der Welt wächst der Glaube an Jesus sehr - nur in Europa ist er rückläufig.

2. Geld regiert die Welt!

Mit Geld kann man sich doch fast alles kaufen. Wieso brauchen wir dann noch Gott? Selbst die Gesundheit kann man sich heute kaufen. Was brauchen wir noch Gott - wir haben doch Geld. Aber gleichzeitig kann ein so unsichtbarer Corona-Virus alles zum Einsturz bringen.

3. Besitz nimmt dich in Besitz!

Wer viel besitzt, muss sich um viel kümmern. Ich stelle fest, dass die Christen in Europa in der Gefahr stehen, keine Zeit mehr für das Reich Gottes zu haben, weil sie sich nur noch um ihren Besitz kümmern müssen: Auto, Haus, Bike, Hobbys....usw. alles muss gepflegt und unterhalten werden!

4. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Matthäus 6,24

Der Mammon regiert uns Westeuropäer. Siehe dir die Nachrichten über den Coronavirus an. Die grösste Angst ist, dass das Wirtschaftswachstum verlangsamt wird! Die Folge dieser Zentrierung auf Geld ist die Sinnlosigkeit:

5. Beim Geld hört die Freundschaft auf!

Und da sind wir in unserer Geschichte angekommen. Die Hirten der beiden grossen Besitzer streiten sich an den Quellen! Geld macht gierig.

Aber Abraham will Frieden und setzt sich mit Lot zusammen. Er gibt Lot frei, schenkt ihm seinen Anteil und die Wahl des Landes.

Abraham vertraut auf Gott

Aus seinem Versagen in Ägypten scheint Abram viel gelernt zu haben. Er vertraut nun voll und ganz auf Gott und lässt Lot das Land aussuchen. So viel Selbstlosigkeit haben wir in Kapitel 12 nicht von Abram gesehen! Diese Prägung des Glaubens ist eines der ganz starken Zeugnisse für den christlichen Glauben!

Glauben kann auf den eingenen Vorteil verzichten !

Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, auf dass ihr durch seine Armut reich würdet. 2. Korinther 8,9

Abram vertraute Gott. Er musste nicht auf seine eigenen Vorteile bedacht sein. Ich komme nicht zu kurz! Wir leben in einer Welt die uns dauernd bewirbt und das Gefühl gibt, wir kommen zu kurz!

Aber das passt doch gar nicht zu unserem Menschsein. Gewöhnlich wollen wir Menschen doch von Kind auf nur das Beste für sich, wir wollen immer den Vorzug:

Wie in dieser Geschichte von den zwei Männern die in ein Restaurant gehen und jeder bestellt ein Schnitzel mit Beilage. Dann kommt das Schnitzel, aber beide Schnitzel auf einer Platte. Und ein Schnitzel deutlich grösser als das andere. Das löst an diesem Tisch etwas aus. Zuerst Höflichkeiten: Nimm du zuerst, nein nimm du zuerst. Nach einigem Hin und Her nimmt der eine das grössere Schnitzel vom Teller. Der andere muss das Kleinere nehmen. Da sagt der mit dem Kleineren Schnitzel: Da sieht man wieder wie du erzogen bist, deine Kinderstube. Ich hätte das kleinere Schnitzel genommen, wenn ich zuerst dran gewesen wäre. Da sagt der andere: Ich weiss nicht warum du dich so aufregst, du hast ja jetzt das kleinere Schnitzel!

Alle die diesen Abram in dieser Geschichte miterlebt hatten, waren erstaunt von dieser Prägung. Er hat vieles wieder gut gemacht bei seinen Mitarbeitern. Abram hat gelernt: Gott ist unser Versorger..

Lot wählt das vermeintlich Gute. Obwohl er weiss, dass Sodom und Gomorra der Inbegriff der Boshaftigkeit ist, zieht es ihn dorthin.

Glaube kann, aber muss nicht immer verzichten. Aber grundsätzlich ist diese DNA gesegnet.

Der Glaube macht grosszügig

Menschen die Glauben sind geprägt von dieser Grosszügigkeit Gottes. Sie sind geprägt von dieser Gnade, von der Vergebung.

Herr, wie oft soll ich jemandem vergeben, der mir unrecht tut? Sieben Mal?« 22 »Nein!«, antwortete Jesus, »siebzigmal sieben Mal.... Matthäus 18,21-22

Gott wurde arm für uns... Jesus hat alles gegeben, das prägt das Leben der Jünger von Jesus. Dieses Verhalten legt Abraham hier an den Tag.

Es war diese Grosszügigkeit die ich bestaunt habe, als ich als Drogensüchtiger mit Christen in Kontakt kam. Sie haben geteilt, sie haben gespendet, sie haben umsonst gearbeitet.

Als Gemeinde leben wir einen Stil der Grosszügigkeit... wir geben grosszügig und wir schenken grosszügig.

Diese Gottesart der Grosszügigkeit findest du haufenweise in der Bergpredigt: Matthäus 5,40-42

Wenn ihr vor Gericht erscheinen müsst und euer Hemd wird euch abgenommen, gebt euren Mantel noch dazu. 41 Wenn jemand von euch verlangt, eine Meile[13] weit mit ihm zu gehen, dann geht zwei Meilen mit ihm. 42 Gebt denen, die euch bitten, und kehrt denen nicht den Rücken, die etwas von euch borgen wollen.

Gott wiederholt dir immer wieder seine Versprechungen

Wenn du in deiner Bibel alle Versprechungen Gottes mit grünem Marker anstreichst, wirst du staunen, dass du ein sehr grüne Bibel bekommen wirst.

Credits:

Erstellt mit Bildern von Sharon McCutcheon - "These bright and pretty golden coins are foil covered chocolate candies." • Trevor Cole - "The camels carry the salt extracted from the desert in an ancient trade between the hottest place on earth (salt desert) and the ethiopian highlands." • NeONBRAND - "outdoors adventure" • Federico Gutierrez - "untitled image" • Valentin B. Kremer - "untitled image" • Priscilla Du Preez - "untitled image"