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Claire Huangci in Kooperation mit MagentaMusik 360

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Claire Huangci, Klavier

Claire Huangci

Klavier

Der Spiegelsaal von Schloss Johannisberg ist ein ganz besonderer Ort, der normalerweise nicht öffentlich zugänglich ist. Wir durften für unsere Produktion einen Flügel hineinstellen! Das Bild zeigt einen Blick hinter die Kulissen.

Interpretin

Claire Huangci Klavier

Programm

Johannes Brahms (1833 - 1897) Ungarischer Tanz Nr. 1 g-Moll. Allegro molto (ca. 3’)

Johannes Brahms Ungarischer Tanz Nr. 4 f-Moll. Poco sostenuto (ca. 5’)

Johannes Brahms Ungarischer Tanz Nr. 5 fis-Moll. Allegro (ca. 3’)

Franz Liszt (1811 - 1886) Liebeslied (nach „Widmung“ aus „Myrthen“ op. 25 von Robert Schumann) (ca. 4’)

Ludwig van Beethoven (1770 - 1827) Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68. „Pastorale“ (Bearbeitung für Klavier von Franz Liszt) (ca. 40’)

Johannes Brahms Intermezzo A-Dur op. 118,2 (ca. 5’)

Frédéric Chopin (1810 - 1849) Nocturne Es-Dur op. 9,2 (ca. 5’)

Claude Debussy (1862 - 1918) „Clair de lune“ Nr. 3 aus „Suite bergamasque“ (ca. 5’)

Claire Huangci

Klavier

Die junge Pianistin Claire Huangci, Gewinnerin des ersten Preises sowie des Mozartpreises beim Concours Géza Anda 2018, zieht ihr Publikum durch „glitzernde Virtuosität, gestalterische Souveränität, hellwache Interaktion und feinsinnige Klangdramaturgie“ (Salzburger Nachrichten) in den Bann. Ihre große Wandlungsfähigkeit beweist sie mit einem ungewöhnlich breiten Repertoire, in das sie auch immer wieder selten aufgeführte Werke aufnimmt.

In Solorezitalen und als Partnerin internationaler Orchester wie dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem RSO Wien, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem China Philharmonic Orchestra, dem Vancouver Symphony Orchestra sowie dem Tschaikowsky-Symphonieorchester des Moskauer Rundfunks konzertierte Claire Huangci in international bedeutenden Konzertsälen wie der Carnegie Hall New York, dem Wiener Konzerthaus, dem Konzerthaus Berlin, dem Gasteig München, dem Gewandhaus Leipzig, der Salle Cortot, der Suntory Hall Tokyo und der Franz-Liszt-Musikakademie Budapest sowie auf Festivals wie dem Kissinger Sommer, Verbier Festival, Menuhin Festival Gstaad, Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Rheingau Musik Festival.

Betreuung der Tasteninstrumente

Schloss Johannisberg

Fast seit Beginn des Rheingau Musik Festivals bringt Kammermusik auf höchstem Niveau den Fürst-von-Metternich-Saal auf Schloss Johannisberg, dem ältesten Riesling-Weingut der Welt, zum Klingen. Durch seinen intimen Rahmen ist auf jedem Platz die Nähe zur Musik garantiert. Daneben erstreckt sich der Cuvéehof, der jedes Jahr zur großen Open-Air-Bühne wird. Er zählt zu den schönsten Spielorten des Festivals, denn hier kann der Sommer voller Musik besonders intensiv erlebt werden. Die zauberhafte Schlossanlage, gelegen auf dem Gipfel des von Reben ummantelten Bergs hoch über dem Rheintal, lockt jedes Jahr namhafte Künstler aus aller Welt auf den Johannisberg.

Beethovens „Pastorale“ auf 88 Tasten

„…mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei“

Voller Bewunderung widmet Franz Liszt sich sein Leben lang dem Schaffen Ludwig van Beethovens: „Der Name Beethoven ist heilig in der Kunst.“ Nicht nur als Pianist, Dirigent und Lehrer, sondern auch als Arrangeur und Herausgeber Beethoven’scher Kompositionen setzt er sich mit nahezu dem gesamten Œuvre des großen Meisters der Klassik auseinander. In seinen „Partitions de Piano“ transkribiert Liszt alle neun Beethoven-Sinfonien für das Klavier – ohne dabei Rücksicht auf technische Spielbarkeit zu nehmen, denn er möchte die Bearbeitung so werkgetreu wie möglich ausführen. Die Transkription der „Pastorale“ entsteht im Zeitraum zwischen Juli 1835 und April 1838 gemeinsam mit weiteren Bearbeitungen der Sinfonien Nr. 3, 5 und 7 und wird Anfang des Jahre 1840 bei Breitkopf & Härtel veröffentlicht.

Beethovens sechste Sinfonie mit dem Beinamen „Pastorale“ entstand 1807/08. Der Komponist bricht dort die Viersätzigkeit der Sinfonie auf und schreibt ihr „Empfindungen“ ein. In den fünf Sätzen zeichnet Beethoven unterschiedliche Eindrücke eines städtisch geprägten Menschen in ländlicher Umgebung nach und gelangt doch zu einem einheitlichen Bild. Den ersten Satz überschrieb er mit „Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande“, der zweite Satz stellt eine „Szene am Bach“ dar. Die ineinander übergehenden Sätze drei, vier und fünf spiegeln „Lustiges Zusammensein der Landleute“, „Gewitter und Sturm“ sowie „Hirtengesänge – Frohe und dankbare Gefühle nach dem Sturm“.

Bild: Ludwig van Beethoven. Gemälde von Joseph Mähler, 1804/05

Schumann, Chopin, Brahms und Debussy–Meister der Klaviermusik

Franz Liszt ist nicht nur ein begnadeter Bearbeiter Beethoven’scher Kompositionen, sondern transkribiert auch mit Vorliebe Werke anderer Tonschöpfer für das Klavier – so auch Robert Schumanns „Widmung“ aus seinem Liederzyklus „Myrthen“ op. 25. Das unter dem Titel „Liebeslied“ bekannte Werk erweist sich allerdings nicht als reine Übertragung, sondern wird von Liszt in typisch virtuoser Manier noch um etwa die Hälfte der Original-Liedlänge erweitert.

Weniger virtuos, aber dafür mit traumwandlerischer Zartheit entführt einen die Melodie von Frédéric Chopins Nocturne op. 9 Nr. 2 in den nächtlichen Mondschein. Die 1830/31 entstandenen drei Nocturnes zählen zu den innigsten und persönlichsten Werken des Komponisten.

38 Jahre später setzt Johannes Brahms zehn ungarische Tanzmelodien für Klavier zu vier Händen. Der Komponist kommt bereits um die 1850er Jahre mit der Musik der Sinti und Roma in Berührung, für die er sofort Feuer und Flamme ist – und diese Begeisterung für seine schwungvollen Ungarischen Tänze WoO 1 springt auch auf sein Publikum über. Aber Brahms kann auch anders: Ruhig und lyrisch fließt etwa das Intermezzo in A-Dur aus seinen Klavierstücken op. 118 dahin. Clara Schumann, welcher der Komponist 1893 diese Sammlung mit sechs kleinen, ganz intimen Klavierwerken zusendet, ist entzückt, dass sie „in kleinstem Rahmen eine Fülle von Empfindung“ vorfindet. Ähnliches lässt sich auch über Claude Debussys „Claire de lune“ sagen, den dritten Satz aus seiner Suite bergamasque L. 75, der eine nächtliche Stimmung im Mondlicht perfekt einzufangen vermag.

Bild: Sternennacht von Vincent Van Gogh (1889). Museum of Modern Art, New York.

Konzertgenuss vor malerischer Kulisse

Das Rheingau Musik Festival zählt zu den größten Musikfestivals Europas und veranstaltet Jahr für Jahr rund 150 Konzerte in der gesamten Region – von Frankfurt über Wiesbaden bis zum Mittelrheintal. Einmalige Kulturdenkmäler wie Kloster Eberbach, Schloss Johannisberg, Schloss Vollrads und das Kurhaus Wiesbaden sowie lauschige Weingüter verwandeln sich jeden Sommer in Konzertbühnen für Nachwuchskünstler und Stars der internationalen Musikszene von Klassik über Jazz bis hin zu Kabarett und Weltmusik.

Herausgeber und Veranstalter

Konzertstream des Rheingau Musik Festivals in Kooperation mit MagentaMusik 360, das Musikportal der Telekom Deutschland GmbH

Rheingau Musik Festival Konzertgesellschaft mbH, Rheinallee 1, 65375 Oestrich-Winkel

www.rheingau-musik-festival.de, info@rheingau-musik-festival.de

Intendant und Geschäftsführer (Vors.) Michael Herrmann

Geschäftsführer Marsilius Graf von Ingelheim

Impressum

Redaktion und Texte Theresa Awiszus, Fenja Fieweger, Markus Treier

Gestaltung Q Kreativgesellschaft, Wiesbaden

Fotocredits Titel Claire Huangci © Hitomilmage | Produktion-Impression © Ansgar Klostermann | Ausblick aus dem Spiegelsaal © Fenja Fieweger | Biographie Claire Huangci © Mateusz Zahora | Schloss Johannisberg © Ansgar Klostermann | Rheingau-Impression © Sabine Siemon | Kamera-Impression © iStock