Der Teide, die Caldera und die Roques de García

Der Gipfel des Teide - mit 3718 metern der höchste Berg Spanien´s

Dieses Bild habe ich auf einem Ausflug am 14. Januar gemacht. Den eigentlichen Aufstieg legten wir per Seilbahn zurück, dann zu Fuß bis zu dieser Stelle. Hier ging es für mich nicht mehr weiter, es fehlte die passenden Ausrüstung. So stand ich etwa 150 Meter unter dem eigentlichen Gipfel und war begeistert.

Der Pico del Teide ist mit 3718 m über dem Meeresspiegel die höchste Erhebung auf der Kanarischen Insel Teneriffa und der höchste Berg auf spanischem Staatsgebiet. Der Teide ist mit 7.500 Metern Höhe über dem Meeresboden der dritthöchste Inselvulkan der Erde. Er gehört zum Gemeindegebiet von La Orotava. 18.990 Hektar der Bergregion sind als Nationalpark ausgewiesen. Aus geomorphologischer Sicht handelt es sich um ein Naturwunder. Die Struktur der Caldera und der Schichtvulkan Teide-Pico-Viejo sind einzigartig auf der Welt. Das macht ihn aber nicht so wertvoll. Es sind Hunderte Vulkankegel, erstarrte Lavaströme oder Höhlen, die seine wissenschaftliche und landschaftliche Bedeutung ausmachen.

Blick vom Gipfel in die Caldera namens Las Cañadas

Der Teide selbst ist nicht in einem Schritt entstanden. Der Komplex Teide-Pico Viejo ist ein Schichtvulkan, der sich durch die Anhäufung von Material aufeinanderfolgender Eruptionen bildete. Der 200 Meter hohe Teidegipfel El Pitón entstand ebenfalls aus einem älteren Krater.

Man kann den Teide über einen gut beschilderten Weg besteigen. Auf 3260 Metern Höhe befindet sich eine Schutzhütte der Gemeindeverwaltung mit dem Namen Refugio de Altavista. Das historische Gebäude wurde saniert und hält eine Übernachtungsmöglichkeit bereit. Alternativ führt eine Seilbahn, die Teleférico del Teide, bis ca. 150 Höhenmeter unterhalb des Gipfels. Von der Bergstation aus verzweigt sich ein Netz von Wanderwegen.

Der 200 Meter hohe Teidegipfel El Pitón

Der Teidegipfel erhebt sich aus einer riesigen Caldera mit 17 Kilometer Durchmesser namens Las Cañadas. Man nimmt an, dass der südliche Rand der „Caldera“ das „Amphitheater“ einer Trümmerlawine ist, die nach Norden ins Meer rutschte. Die Geologen vermuten, dass das unterseeische Plateau im Norden Teneriffas das Material dieses gigantischen Abrutsches ist.

Fast nicht zu erkennen, Bildmitte ganz hinten auf dem Kamm, daß Observatorio del Teide (kleine weiße Punkte)

Rund 13 Kilometer nordöstlich des Gipfels befindet sich auf 2390 Metern Höhe das Observatorio del Teide des Instituto de Astrofísica de Canarias (IAC) mit seiner ESA Optical Ground Station (♁Lage). Sie dient einerseits der Satellitenbeobachtung sowie andererseits der Erprobung von optischen Kommunikationstechnologien für Raumfahrtanwendungen.

Der Felsen La Catedral wird von einem ehemaligen Vulkanschlot gebildet

Die Roques de García sind eine Felsformation unterhalb des Teide. Der bekannteste der bizarr geformten Türme aus vulkanischem Gestein ist der Roque Cinchado, der auch Steinerner Baum oder Finger Gottes genannt wird und als Wahrzeichen der Insel gilt.

Die Roques de García

Die Felsformation liegt etwa fünf Kilometer südlich des Gipfels des Teide auf einer Höhe von etwa 2200 m am Rand der ausgedehnten Caldera Las Cañadas. Das Gebiet ist Bestandteil des Teide-Nationalparks (Parque Nacional del Teide). Die Felstürme erstrecken sich etwa 2 km in Nordwest-Südost-Richtung und werden als Grenze zwischen dem westlichen und dem östlichen Teil der Caldera betrachtet. Sie erreichen relative Höhen von bis zu 200 Metern.

Roque Cinchado

Ich vermute mal hier handelt es sich um Spaniens meist fotografierten Felsen. Es gibt ihn auf tausenden Bildern. Das Bild des Roque Cinchado zierte auch die Rückseite der 1000-Peseten-Banknote Spaniens (Alte Serie 1982–1987).

Das soll es für dieses Mal gewesen sein. Ich hoffe es hat euch gefallen.

Quellennachweise:

Text Auszugsweise:

Wikipedia wikipedia.org/wiki/Roques_de_García und wikipedia.org/wiki/Teide

Fotos: Feliz-Photo Wilhelm Menze

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