Red Bull X-Alps der start

Am Tag vor dem offiziellen Start des Rennens in Salzburg werden die letzten Vorbereitungen getroffen: es wird an Strategien gefeilt und vor allem das Wetter beobachtet und analysiert. etzt sind es noch weniger als 24 Stunden bevor der Startschuss am historischen Mozartplatz im Herzen von Salzburg fällt. Die Athleten nutzen die Zeit sich physisch und mental auf die härtesten zwei Wochen Ihres Lebens vorzubereiten - ein 1.138 km langes Abenteuer an 7 Wendepunkte entlang der Alpen bis nach Monaco.

In diesem Jahr ist die Strecke schwieriger als je zuvor. Die Alpenkette muss mindestens vier Mal überquert werden. Die Athleten müssen zunächst auf den Gaisberg – den 1.287 m hohen Hausberg von Salzburg bevor sie mit den Paraglidern abheben um 157 km bis zum zweiten Wendepunkt am Triglav in Slowenien fliegen.

Auf der heutigen Pressekonferenz im Hangar-7 sagte der österreichische Athlet Paul Guschlbauer (unten links im Bild), dass es nach den derzeitigen Wetterprognosen von Morecast, ungefähr zwei Tage bis zum zweiten Wendepunkt am Triglav dauern wird.

Im Bild obenvon links nach rechts: Paul Guschlbauer, Sebastian Huber, Mitdh Riley, Christian Maurer, Aaron Durogati.

Guschlbauer: “Red Bull X-Alps ist das perfekte Rennen für mich. Ich liebe es in den Bergen zu sein, zu laufen und zu fliegen. Christian Maurer ist meiner Meinung nach immer noch der Beste und ich schaue zu ihm auf. Für mich und alle anderen wäre es der größte Erfolg in meiner Karriere das Rennen zu gewinnen und Chrigel vom Thron zu stoßen.“

Der vierfache Champion Maurer, der krankheitsbedingt nicht am Leatherman Prologue teilnehmen konnte sagte, dass er sich zum Start des Rennens 95% fit fühlt und nach ein paar Tagen dann sicher vollständig in Form sein wird. „So lange ich Spaß habe und die Lust nach dem Abenteuer spüre, kann ich mitmachen. Das wichtigste ist der Spaß und natürlich in Monaco anzukommen.“ so Chrigel Maurer.

„Das Level der Athleten, die hier mit dabei sind, ist unglaublich“ sagt US Athlet Mitch Riley, der heuer zum ersten Mal teilnimmt. „In den Alpen zu fliegen ist mit nichts auf der Welt vergleichbar.“

Toma Coconea, wie immer gut drauf.

Das muss mit:

Das muss alles mit:

So zwischen 9 bis 11 Kilo an Ausrüstung schleppen die Athleten ständig mit sich. Ein Teil davon ist im Bild oben zu sehen. Dabei haben sie eine GoPro Hero 5 mit Zubehör, ein Huawei Mate9 Smartphone, ein Flymaster GPS-Tracking Gerät, einen Spot Tracker, ein Garmin GPS, ein Leatherman Tool, eine Casio Pro Trek Uhr, eine Stirnlampe von Ledlenser, eine Rettungsweste und natürlich den Paraglider mit Geschirr.

Ihn gilt es zu schlagen, den 4-maligen Gewinner Christian Maurer.

Ready for Take off

Auch der Vorausfahrer wartet auf den Startschuss.

Begleitet von dunklen und bedrohlichen Regenwolken sind 31 Athleten aus 20 Nationen heute in die Red Bull X-Alps 2017 gestartet. Ihre Mission? So schnell wie möglich Monaco zu erreichen! Dabei dürfen sie sich nur zu Fuß oder mit dem Gleitschirm fortbewegen und müssen 7 Turnpoints in 7 Ländern passieren.

Vor dem Start im Uhrzeigersinn: Krischa Berlinger, Toma Cononea, Sebastian Huber, Mitch Riley

Aber zuerst mussten sie aus Salzburg herauskommen - wassergekühlt!

"Going in style". Die ersten Meter durch Salzburg Richtung Gaisberg.

Der Gaisberg ruft!

Die Eltern von Sebastian Huber freuen sich riesig über den 1. Teilerfolg ihres Sohnes.

Der erste Aufstieg führte die Athleten auf die 1.287m hohe Gaisberg-Spitze mit Blick auf das SalzburgerLand. Sebastian Huber (GER1) war der erste Athlet, der nach einer Stunde und drei Minuten am Gipfel ankam, gefolgt von Toma Coconea (ROU) in einer Stunde und zehn Minuten. Chrigel Maurer (SUI1), Aaron Durogati (ITA1), Nelson de Freyman (FRA3) und Benoit Outters (FRA4) erreichten die Spitze als Gruppe mit einer vorläufigen Zeit von einer Stunde und zwölf Minuten.

Die Athleten freuen sich, den Gipfel des Gaisbergs erreicht zu haben und laufen die letzten Meter mit ihrer Landesfahne zum Ziel.

Alle Athleten kamen noch vor 14 Uhr am ersten Turnpoint an, nachdem sie von Salzburgs berühmten Mozartplatz aus in das Rennen gestartet waren.

Das Erreichen des zweiten Turnpoints wird eine herausfordernde Aufgabe: Er liegt 157km südlich auf der Spitze des Triglavs in Slowenien.

Durch die schwierigen Wetterbedingungen, die das Fliegen heute unmöglich machten, mussten die Athleten ihren Weg vom Gaisberg zu Fuß fortsetzen. Auch wenn sie nicht in die Luft abheben können, müssen sie ihre gesamte Paragleit-Ausrüstung stets auf dem Rücken tragen.

Drei Athleten sorgten kurz nach dem Start für eine Überraschung, indem sie ihren Ledlenser Night Pass für die erste Nacht zogen. Toma Coconea (ROU), Gavin McClurg (USA1) und Sebastian Huber (GER1) dürfen ihren Weg nachts während der vorgeschriebenen Ruhezeit fortsetzen.

Der Ledlenser Night Pass muss vor 12 Uhr mittags an jenem Tag gezogen werden, an dem die Athleten ihn einsetzen möchten. Es ist eine taktische Entscheidung der drei Athleten, um früh im Rennen so viel Distanz wie möglich zwischen sich und ihre Konkurrenten zu bringen.

Weiters gilt es zu erwähnen, dass laut Reglement jenes Team, das am Mittwoch, den 5. Juli, an letzter Stelle liegt, aus dem Rennen ausscheidet. Alle weiteren 48 Stunden wird das jeweils letztplatzierte Team aus dem Bewerb genommen.

Live Tracking

Hier könnt ihr das Hauptrennen Echtzeit verfolgen:

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Credits:

www.adventure-magazin.de

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