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Nochmal alles auf Anfang, BITTE! Neuanfang oder nochmal neu anfangen?

Text: Lola Jette Nerger, Bilder: Malin Jachnow, Layout: Leonie Thiel.

Gerade hat das neue Semester begonnen und schon bricht die Angst davor aus, dass die Entscheidung doch nicht die richtige war. Was tun? Abbrechen und von vorne anfangen oder die Zähne zusammenbeißen und durchhalten?Wie wäre es denn mit ausprobieren und dann schauen, was kommt?

Es ist der 14.Oktober 2019 und für viele neue Studierende an der Universität Konstanz der erste Tag im neuen Leben als Studierende. Vollversammlungen in noch fremder Hörsaal-Atmosphäre und Informationsveranstaltungen ohne Ende. Spätestens beim Erstellen des Stundenplans, wofür eine auf den gewählten Studiengang angepasste „Stundenplanberatung“ notwendig ist, gerät der ein oder andere schon ins Zweifeln. Gerade saß man doch noch am Strand in Australien, ist mit dem Van durch Europa gereist oder einer anderen der unzähligen Möglichkeiten nachgegangen. Vielleicht führt der Weg in die Uni auch direkt aus der Schule. Gerade das Abitur bestanden, Freiheit! Oder doch nicht?

Die Freiheit alles tun zu können ist manchmal auch beängstigend.

Doch! Denn egal ob Weltreise oder bestandenes Abitur, ein abgeschlossener Lebensabschnitt leitet gleich wieder einen neuen ein und alles ist wieder möglich. Dabei wirkt Neues oft erst einschüchternd und fremd. Gerade, weil ein Studium häufig auch einen Wechsel des Wohnortes und bekannten Umfeldes bedeutet, denn jede Universität wirbt schließlich mit anderen Schwerpunkten und Ausrichtungen. Sich unter all diesen Angeboten für eines und dann hoffentlich das richtige zu entscheiden, ist schon ein wahres Abenteuer. So folgt auf eine Entscheidung direkt die nächste. Erst die Wahl der in Frage kommenden Universitäten, anschließend daran Bewerbungen und schließlich Annahmen oder Absagen, Freude oder Tränen. Kurze Zeit später finden sich die Studierenden in einem riesigen Hörsaal wieder und viele unter ihnen sind sich schon wieder unsicher, ob die zuvor getroffenen Entscheidungen die richtigen waren.

Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Und nach einem, drei oder vier Semestern hat das Leben als Studierende auch schon wieder ein Ende, weil der Studiengang oder das Umfeld eben doch nicht gepasst haben. Das, was aber bleibt, sind die vielen neuen Erfahrungen. Vom Schreiben der ersten Bewerbung bis hin zu den vielen Parties, inspirierenden Bekanntschaften oder ganz neu erworbenen Fähigkeiten. Vielleicht also dient der gewählte Studiengang auch nur dazu, herauszufinden, welche Richtung für einen persönlich nicht in Frage kommt. Doch auch diese Erfahrung führt am Ende näher ans Ziel, denn Probieren geht über Studieren!

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Campuls Hochschulzeitung
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Credits:

Erstellt mit einem Bild von Tim Gouw - "Woman facing Painted Ladies"