Gefahr und Angst – bei jedem Schritt

Seit Jahren verbreitet die Terrormiliz Boko Haram in Westafrika Angst und Schrecken. Die Milizionäre brennen ganze Dörfer nieder, zwingen Kinder zu Selbstmordattentaten, rekrutieren Jungen als Soldaten, vergewaltigen Mädchen. Tausende Kinder flohen aus ihrem Zuhause durch Wälder, Wüsten, Sümpfe auf der Suche nach einem sicheren Ort.

Laufen Sie ein Stück mit, auf den gefährlichen Wegen, die diese Mädchen und Jungen aus Tschad, Niger, Kamerun und Nigeria zurücklegen mussten – bekleidet mit oder ohne Schuhe.

© UNICEF/2016/Tremeau

"Ich war nicht bei den Anderen, als die Kämpfer von Boko Haram unser Zuhause überfallen haben. Ich war gerade mit meinem Vater und dem Kamel unterwegs, als ich alle wegrennen sah. Mein Vater hat gesagt, ich soll laut schreien, wenn ich Gefahr sehe. In der ersten Nacht haben wir dann versteckt auf einem Baum geschlafen. Ich hatte nichts an mir außer meiner Kleidung und meinen Schuhen. Ich hatte solche Angst". Tahar Mohamed, 8 Jahre alt.

© UNICEF/2016/Tremeau

"Sie waren allesamt schwarz angezogen und trugen einen Turban. Sie haben alles zerstört. Wir sind weggerannt. Meine Füße waren schwer verletzt, weil ich in meinen Sandalen durch das Gebüsch gerannt bin. Überall in meinen Füßen steckten Dornen, die später in einer Klinik herausgezogen werden mussten". Khadija Kaku, 15 Jahre alt.

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"Sie haben einfach alle umgebracht - zehn oder zwölf Männer - ich erinnere mich nicht mehr genau, wie viele es waren. Wir konnten uns in einem nahegelegenen Sumpf verstecken. Am nächsten Tag kam ein Boot und wir sind schnell aufgesprungen. Ich habe meine Hausschuhe auf dem Weg verloren". Hanatu Musa, 14 Jahre alt.

© UNICEF/2016/Tremeau

"Auf dem Tschadsee sind viele kleine Inseln und Sümpfe. Ständig ist unser Boot stecken geblieben. Wir mussten also immer aussteigen und das Boot zurück in das Wasser schieben. Ich hatte nur Flip Flops an und solche Angst vor den Schlangen im Wasser". Sule Ali, 14 Jahre alt.

© UNICEF/2016/Tremeau

"Den ganzen Weg über musste ich meinen kleinen Bruder auf dem Rücken tragen. Er konnte nicht selber laufen, weil er eine Verletztung unter seinem Fuß hatte. Als wir in Tschad angekommen sind, hat unsere Mama ein paar Dinge verkauft, damit sie uns neue Schuhe kaufen kann". Kaltouma Ali, 11 Jahre alt.

© UNICEF/2016/Tremeau

"Es war ein langer Fußmarsch nach Niger, bis wir endlich da waren. Tagsüber war es furchtbar heiß und nachts war es viel zu kalt. Meine Schuhe sind auf dem Weg kaputt gegangen. Bis jetzt habe ich noch keine neuen Schuhe". Brahim Mahamat, 9 Jahre alt.

© UNICEF/2016/Tremeau

"Ich habe Schüsse gehört und bin wach geworden. 18 Menschen wurden umgebracht und alle hatten große Angst. Ich konnte nicht so schnell laufen, wie meine beiden Brüder und nach ein paar Tagen war ich viel zu erschöpft und hungrig. Vor allem in diesen Schuhen wollte ich nicht mehr weitergehen". Fatime Hassan, 7 Jahre alt.

© UNICEF/2016/Tremeau

"Ich hatte keine Zeit mehr meine Schuhe mitzunehmen. Ich musste den ganzen Weg barfuß über den heißen Sand gehen. Nachdem wir drei Tage lang gelaufen sind, haben wir in einem kleinen Dorf alles was wir hatten für eine Portion Reis verkauft". Ahmat Ali Makai, 12 Jahre alt.

© UNICEF/2016/Tremeau

"Meine Familie und ich haben ein gutes Leben geführt. So lange auf der Flucht zu sein und alles hinter sich zu lassen tut weh. Es ist nicht in Ordnung so leben zu müssen - wir haben nichts falsch gemacht"! Fatime Saleh, 10 Jahre alt.

Wir lassen die Kinder nicht allein

UNICEF hilft den geflohenen und oftmals traumatisierten Kindern dabei, ihr Leben wieder bewältigen zu können.

Helfer betreuen Mädchen und Jungen in Kinderschutz-Projekten psychosozial. Wo immer es nötig und möglich ist, richten wir Notschulen ein, damit die Kinder weiter lernen können und die Chance auf eine bessere Zukunft haben.

© UNICEF/UN038614/Naftalin

Unterstützen Sie die UNICEF-Hilfe vor Ort, zum Beispiel im besonders vom Terror betroffenen Nigeria. Jeder Beitrag zählt! Vielen Dank.

Credits:

Alle Bilder: © UNICEF/2016/Tremeau

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