Rettung vieler Kinder! Die Solidarität des Aufnahmekommandos

Am 10. August 1944 kam im KZ Mauthausen ein Transport aus dem jüdischen Ghetto Plasov in Polen an. Dem Transport gehörten mehrere hundert männlicher Juden an.

Es waren neben Erwachsenen auch viele Kinder mit ihren Vätern, Onkeln und sonstigen Verwandten dabei. Einige Kinder waren noch nicht einmal 4 Jahre alt, die meisten Kinder aber bereits im Alter zwischen 7 und 13 Jahren.

Die Häftlinge des Aufnahmekommandos, das die Registrierung und Einquartierung der im KZ Mauthausen eintreffenden Transporte zu organisieren hatte, entschloss sich sofort, möglichst viele Kinder vor dem sicheren Tode zu retten.

Die Registrierung des Transportes wurde, wie sonst nicht üblich, erst nach der Einquartierung in der Baracke 18 vorgenommen. Damit war es möglich, das Alter vieler Kinder in den Eingangslisten um bis zu 5 Jahre hinaufzusetzen und diese Kinder dann als Kartoffelschäler in der Lagerküche unterzubringen.

Ein zeitlicher Zufall wollte es, dass gerade dringend Kartoffelschäler gebraucht wurden, weil die bisherige Mannschaft, sowjetische Jugendliche, als Steinmetzlehrlinge ausgebildet werden sollten, um nach dem Krieg Baumaterialien für Prunkbauten des Führers herzustellen.

Durch die Aktion des Aufnahmekommandos (KZ-Häftlinge) konnten viele Kinder gerettet werden. Eines dieser damaligen Kinder, heute in Israel lebend (Ernst Arnon Smetana), war im Jahre 2005 auf Einladung des Mauthausen Komitee Österreich bei der Internationalen Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.

© MKÖ: Gedenkrede Mauthausen Befreiungsfeier 2008

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Mauthausen Komitee Österreich
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