Loading

Tage im Winter Konzert-Installation

UA Nov. 2021

TAGE IM WINTER

Ein Projekt von

fiktive Rekonstruktion eines wahren Ereignisses.

Zwischen Individualisierung und Vereinzelung, Freitod oder Selbstmord – Theater-Installation

für zwei Sprecher, Mezzosopran, Tenor, Atemchor, Schlagwerk, Geräusche, Video

mit

Gerd Heinz – Stimme des Sterbenden

Ullo von Peinen – Kommentar-Stimme

Okka von der Damerau – Mezzosopran

Fachberater: Dr. Michael Diekmann (Allgemeinarzt), Dr. Heike Knäbel (Psychologin) und Dr. Bernd Fischer (Augenarzt)

Carsten Fuhrmann – Buch, Regie, Montage, Komposition

Mark Klotz – Kamera, Ton

Julia Terwald – Dramaturgie

Wir möchten versuchen, die letzten 24 letzten Tage eines Menschen nachzuzeichnen, der sich, sozial vereinsamt und beruflich abgehängt, auf einen Hochsitz im Wald zurückgezogen hat, um zu sterben. Er hatte nur ein Notizbuch bei sich, welches, so sein Vermächtnis, seiner Tochter übereignen werden sollte.

Die Tagebucheintragungen, Gedanken, Sehnsüchte, und Ängste werden (um einen Voyeurismus zu vermeiden) fiktiv / literarisch nachgebildet. Das reale Ereignis dient lediglich als Matrix für den Essay-Film. Vielmehr soll uns als Gesellschaft der Spiegel vorgehalten werden, damit wir unsere Werte, Normen und unser Verhalten uns und anderen Mitmenschen gegenüber hinterfragen.

Dieses Projekt ist keine wissenschaftliche Arbeit. Dank der Unterstützung durch medizinische und ethische Beratung gibt es jedoch eine fachliche Grundlage für diese soziologisch, künstlerische Arbeit, bzw. Kunst im gesellschaftlich relevanten Raum.

Das Medium Essay-Film ist uns, für dieses Thema die geeignete Transportebene. Es bietet mit seiner experimentellen Filmform (zwischen Spielfilm und Dokumentation), frei von linearer Erzählstruktur die Möglichkeit mit assoziativen Bild- und Klang-Metaphern eine emotionale Nähe zum Inhalt aufzubauen.

Die Bild-Motive können und sollen erst nach der ersten Phase (den Interviews mit den Fach-Personen konzipiert werden.

Musikalisch wird unser Essay-Film TAGE IM WINTER aus Geräusch-Kompositionen, Elektronischen Klang-Ereignissen und einer Komposition für Mezzo-Sopran und Tenor a-cappella bestehen. Der Text für die Gesangsstimmen wird aus dem Material der fiktiven Tagebuch-Inhalte gebildet.

Gefördert durch das Kulturamt Freiburg