Hands-on Lenovo P2 Das Android-Smartphone mi dem Super-Akku

Das P2 gehört zu den ersten Android-Smartphones, die Lenovo in Deutschland unter eigenem Markennamen auf dem Markt bringt. Anderswo gehört der weltgrößte PC-Hersteller auch im Smartphone-Markt zu den bedeutenden Playern, und selbst hierzulande ist er kein Unbekannter: Seit Lenovo Anfang 2014 Motorola übernahm, wird die Moto-Produktreihe von den Chinesen gebaut.

Basic Facts

  • Android 6.0
  • 5,5 Zoll Super AMOLED-Display mit 1.920 x 10.80 Pixeln Auflösung
  • Qualcomm Snapdragon 625 Prozessor
  • 4 GB RAM, 32 GB Speicher
  • Dual-SIM für Nano-SIM-Karten, wahlweise eine SIM-Karte plus Micro-SD-Karte steckbar
  • 13/5 Megapixel-Kameras
  • Unibody-Gehäuse, wahlweise in Mittelgrau oder Gold
  • 5.100 mAh-Akku mit Powerbank-Funktion
  • FIngerprint-Sensor
  • Listenpreis ohne Vertrag: Knapp 350 Euro

Langläufer für den Geschäfts-Alltag

Mit einem Listenpreis von 350 Euro reiht sich das Lenovo P2 in die Mittelklasse der Android-Smartphones ein. Die Ausstattung ist ordentlich, das Super-AMOLED-Display findet man oft nur bei Spitzengeräten: Es zeichnet sich durch sehr lebendige Farben aus.

Das Design ist eher unaufgeregt – und passt dadurch gut zu anderen Aktuellen Lenovo-Produkten wie dem Yoga Book.

Mit dem Yoga Book teilt das Lenovo P2 auch seine etwas unförmiges Netzteil mit Micro-USB-Stecker. Beim P2 hat Lenovo glücklicherweise nicht auf den Kopfhörer-Ausgang verzichtet: Er befindet sich oben am Gerät.

Ein Alleinstellungsmerkmal ist sicherlich der nicht auswechselbare Akku mit 5.100 mAh, der im Hands-on auch bei häufigerer Benutzung oder schlechtem Empfang für zwei Tage reichte.

Mit dem Schieberegler an der linken Gehäuseseite lässt sich die Laufzeit sogar noch deutlich verlängern: Der "Ultimative Stromsparmodus" minimiert zwar die Funkionen auf "Dumb-Phone"-Niveau, das P2 hält dann aber voll aufgeladen fast eine Arbeitswoche durch.

Mit Hilfe des mitgelieferten Adapters (Micro-USB auf USB) kann das P2 im Notfall sogar für andere Mobilgeräte als Stromspeicher einspringen.

Sicherheit geht vor

Der Fingerabdruck-Sensor ist im länglichen-Home-Button eingebaut. Die Platzwahl ist Geschmackssache, ich finde hinten inzwischen praktischer. Der Sensor des P2 lässt sich aber ganz problemlos und schnell einrichten und funktionierte im Hands-on auch fix und zuverlässig.

Das Lenovo P2 unterstützt das Einrichten einer "sicheren Zone", in der andere Apps bzw. andere Benutzer-Accounts als in der "Normalen Zone" installiert werden können. Das ist beispielsweise als Kindersicherung praktisch, wenn man im Dual-SIM-Modus Arbeit und Freizeit trennen, oder mehrere WhatsApp- oder FB-Accounts managen will. Eine ähnliche Funktion gibt es übrigens auch beim Coolpad Torino.

Auch die Optik zählt

Die Photo-App hat einige nette Kunst-Filter, die (Rücken)-Kamera ist aber nicht gerade das High-Light des Geräts: Für den gelegentlichen Hausgebrauch ist sie natürlich völlig in Ordnung. Wer aber oft und mit Anspruch Smartphone-Fotografie betreibt, ist aber möglicherweise nicht ganz zufrieden. Gerade bei schlechtem Licht fand ich die Ergebnisse nicht ganz optimal.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich trefflich streiten. Ich jedenfalls empfand die Lenovo-Designs, die man sich über des Themen-Center herunterladen kann, als wenig ansprechend. Das Schöne bei Android-Geräten ist aber natürlich, dass man sich sein Gerät, etwa durch einen anderen Launcher, sehr weitgehend an die eigenen Design- oder Nutzungsbedürfnisse anpassen kann.

Fazit

Ich würde das Lenovo P2 vor allem Menschen empfehlen, die auch beruflich stark auf ein Smartphone angewiesen sein: Durch die Dual-SIM-Option und die "Sichere Zone" lassen sich Berufliches und Privates problemlos trennen. Das große Display ist ideal, wenn man auch mal Office-Dokumente bearbeiten muss, der leistungsstarke Akku perfekt für lange Tage oder Geschäftsreisen.

Das P2 wirkt stabil und gut verarbeitet, und macht auch in der Hand- und Aktentasche was her. Wer sehr design- und foto-orientiert ist, findet im Markt zum ähnlichen Preis allerdings Geräte, die möglicherweise besser zu ihm passen, wie etwa das Honor 8.

Created By
Sonja Angerer
Appreciate

Credits:

Photos: S. Angerer

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