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DAX-City München die Wertvollsten Unternehmen finden sich in Bayern

Am 1. Juli 2018 feiert der Deutsche Aktienindex (DAX) sein 30-jähriges Bestehen. Das bekannteste deutsche Aktienbarometer beinhaltet die 30 größten inländischen Aktiengesellschaften. Eine genauere Betrachtung der Unternehmenszusammensetzung zeigt laut Mitteilung der DekaBank, dass zwei Bundesländer herausstechen: Nordrhein-Westfalen und Bayern. Die meisten, das heißt zehn der 30 deutschen Börsenschwergewichte, haben ihren Firmensitz in Nordrhein-Westfalen. „Gemessen an der Marktkapitalisierung haben die sieben bayerischen Unternehmen die Nase vorn“, sagt Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. Rund 1,3 Millionen Mitarbeiter beschäftigen die Unternehmen aus NRW. So viele DAX-Angestellte bringt keine andere Region auf die Waagschale“, erklärt Kater. Mit der hohen Anzahl an DAXUnternehmen in der Region vereint NRW auch die meisten Anteilscheine: 11,6 Milliarden ausgegebene Anteilscheine, das entspricht rund 49 Prozent aller Aktien der DAX-Unternehmen, kommen aus NRW. „Als Industrieregion stellt Nordrhein-Westfalen nach wie vor eine wichtige Wirtschaftsregion dar. Der Wandel hin zu mehr Dienstleistungen bringt jedoch auch neuere Unternehmen und damit andere Regionen ins Spiel“, sagt Kater.

Börsenschwergewicht Bayern: Mehr als 360 Milliarden Euro wert

Gemessen am Börsenwert liegt Bayern vor allen anderen Regionen. Rund 360,8 Milliarden Euro sind die sieben bayerischen DAX-Unternehmen insgesamt wert. Damit sind die Bayern aktuell auch am stärksten im DAX gewichtet. So beeinflussen die Kursbewegungen der bayerischen Unternehmen die DAX-Performance mit mehr als 32 Prozent. Gemessen daran belegt NRW den zweiten Platz im regionalen Vergleich (25,7 Prozent), gefolgt von Baden-Württemberg (17,3 Prozent).

Als DAX-City hat sich die bayerische Landeshauptstadt München entwickelt. Fünf der sieben in Bayern ansässigen Unternehmen haben ihren Firmensitz in München, darunter Allianz, Munich RE, aber auch Siemens, BMW und die Linde AG. Die DAX-Gewichtung der Münchener bringt 29,7 Prozent auf die Waage. „Während in NRW vor allem Industrieunternehmen aus dem DAX zu finden sind, sind es in München Versicherungsunternehmen und Technologie-Firmen“, sagt Kater.

Bisherige DAX-Rendite meist ohne hiesige Anleger

Die im DAX enthaltenen Unternehmen haben mehrheitlich ausländische Eigentümer. Größter Eigner der DAX-Unternehmen sind die USA. 37,4 Prozent der Aktien gehören Investoren und Sparern aus den Vereinigten Staaten. Die hiesige Bevölkerung ist gerade einmal mit einem Anteil von 18,4 Prozent an ihren Unternehmen beteiligt. Kater ist zuversichtlich, dass sich das ändern wird: „Die Deutschen lieben das Sparkonto, allerdings bietet dieses auch in den kommenden Jahren keine Rendite mehr für das Ersparte. Im Gegenteil, durch die Inflation verringert sich sogar die Kaufkraft“, zeigt Kater auf. „Für Sparer bieten sich jedoch viele Chancen. Gerade für Anleger, die 30 Jahre für ihren Vermögensaufbau Zeit haben“, so Kater. Seine Prognose: „Künftig wird der DAX wohl nicht mehr mit den knapp neun Prozent im Jahr ansteigen – wie in den ersten 30 Jahren seines Bestehens. Aber selbst wenn es ‚nur‘ durchschnittlich fünf oder sechs Prozent sein sollten, liegt dies ähnlich deutlich über dem Sparzins, der in Zukunft auch deutlich unter seinem bisherigen Durchschnitt liegen sollte“.

Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank

Über die Deka

Die DekaBank ist das Wertpapierhaus der Sparkassen, gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften bildet sie die Deka-Gruppe. Mit Total Assets in Höhe von rund 283 Mrd. Euro (per 31.12.2017) sowie über vier Millionen betreuten Depots ist sie einer der größten Wertpapierdienstleister und Immobilien-Asset Manager in Deutschland. Sie eröffnet privaten und institutionellen Anlegern Zugang zu einer breiten Palette an Anlageprodukten und Dienstleistungen. Die DekaBank ist fest verankert in der Sparkassen-Finanzgruppe und richtet ihr Angebotsportfolio ganz nach den Anforderungen ihrer Eigentümer und Vertriebspartner im Wertpapiergeschäft aus. 2018 feiert die DekaBank Deutsche Girozentrale ihr 100. Jubiläum.

Credits:

dpa

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