Loading

"Verachte nicht den Tag geringer Anfänge" Sacharja 4,10

Klaus Aeschlimann, Leiter Vision Schweiz
Wenn nur noch ein Trümmerfeld auf eine ruhmreiche Vergangenheit hinweist, ist obige Aussage schwer zu verdauen. So war es, als ein Rest Israels nach 70 Jahren Exil in Babylon nach Jerusalem zurückkehrte. Da benötigte man schon viel Mut und Optimismus, zu glauben, dass aus Brandruinen wieder eine blühende Stadt wird. Zudem soll auf einem von Gestrüpp überwucherten Feld ein prächtiges Haus Gottes, in dem erfüllende Gottesdienste gefeiert werden, entstehen.

Die ersten Steine sahen, im Blick auf das, was noch zu schaffen ist, wohl nicht beeindruckend aus. So war es offenbar damals, als Sacharia den Menschen Mut zusprechen musste. Auch wenn die Anfänge klein und gering scheinen, denkt daran, aus ihnen kann Grosses werden.

In ein paar Wochen darf ich meine Verantwortung als Leiter von Vision Schweiz an Hansjörg Rätz abgeben.

Hansjörg Rätz

Grund genug für einen Rückblick. Gott führte Marie-Louise und mich vor bald 40 Jahren in die Innerschweiz, wo wir in Obwalden und parallel in Emmen unsere ersten Gemeinden gründen durften. Wir waren unerfahren und ohne grosse Kenntnis, wie man eine Gemeinde gründet und in die Selbstständigkeit führt. Ja, die Anfänge waren, angesichts der grossen und blühenden Gemeinde, aus der wir herkamen, bescheiden.

Klaus und Marie-Louise Aeschlimann

Wie gut, dass viele Gläubige aus unseren FEGs, trotz den geringen Anfängen, für uns beteten und uns finanziell unterstützten. Bei einem Gottesdienstbesuch von 10–15 Personen und einer Kindergruppe mit drei, vier Kindern stellten wir uns oft die Frage: Wie soll da je eine selbstständige Gemeinde werden? Es durfte gelingen! Dies, weil die geringen Anfänge nicht verachtet wurden.

Uns als FEG Schweiz hat Gott in den letzten Jahrzehnten viele offene Türen zur Gemeindegründung geschenkt. Vieles war nicht strategisch geplant. Es waren von Jesus geöffnete Türen. Sicher ist Ihnen folgender Bibeltext bekannt: «Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth» Sacharja 4,6. Der oben zitierte Text, dass man die geringen Anfänge nicht verachten soll, ist die Fortsetzung.

«Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth» Sacharja 4,6.

Ist es nicht so, dass sich Jesus gerade dem Bescheidenen und Kleinen zuwendet und dadurch seine Macht und Kraft beweist?

Unsere Gemeindegründer bleiben herausgefordert, in ihren kleinen «Gemeinde-Starts» den Glauben nicht zu verlieren, dass Gott daraus eine blühende Gemeinde entstehen lässt. Ausbildung, Fachkenntnis, strategisches Planen in Ehren, aber das allein reicht nicht. Es ist Gottes Wirken und seine übernatürliche Hilfe, die Türen zu suchenden Menschen öffnet und sie zu Jesus zieht.

Danke, wenn Sie Vision Schweiz weiter begleiten. Es ist unser Wunsch, dass wir weitere Gründungsprojekte starten dürfen und sich Ehepaare in diese spezielle Aufgabe berufen lassen. Wie wertvoll, wenn sie dabei von einem Heer von Betern und Unterstützern begleitet werden.

Persönlich sind wir Jesus zu grossem Dank verpflichtet, dass er uns mehrmals erleben liess, wie sich aus kleinen Anfängen selbstständige Gemeinden entwickelten. Dankbar sind wir für die vielen Unterstützer in den FEGs, die dies möglich machten.