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Dranbleiben Markus und Andrea Wüthrich / Horw-Kriens

Wie fühlt sich das an: Wir haben ein Ziel vor den Augen, doch es wird verschoben?

So ging es mir mit dem Aufschub meiner Sabbatical-Zeit letzten Frühling. Oder mit dem 10-km-Lauf, für den ich mich angemeldet hatte: um 1 Jahr verschoben. Ähnlich: die finanzielle Selbstständigkeit unserer Gemeinde, die zunächst Mitte der 2010er-Jahre möglich schien, aber nun für Ende 2021 unser Ziel ist. Oder die Wiederkunft von Jesus: um Jahrtausende verschoben? Für jede Verschiebung gibt es eine Erklärung. Manchmal hat es mit unvorhergesehenen Ereignissen zu tun oder mit der Geduld Gottes und seiner brennenden Sehnsucht, dass viele Menschen gerettet werden (lies nach in 2. Petrus 3,9). Der Punkt ist, ob wir am übergeordneten Ziel dranbleiben. Und vor allem an Gott dran. Der führt uns nämlich. Ein aktuelles Beispiel für Gottes Führung erzählt Andrea:

Eine Idee entwickelt sich

Gott kennt mich und weiss, wie ich funktioniere. Wenn Gott mir gesagt hätte: «Bau einen Gebets-, Kreativ- und Begegnungsraum», wäre ich vermutlich überfordert gewesen. Aber mit einem Team einen Gebetsraum gestalten – ja, da helfe ich gerne mit.

Im Raum stehen ein Lavabo, eine Dusche und ein grosser Boiler. Klar, dass wir Dusche und Boiler mit einer beweglichen Holzwand abdecken werden. Das Lavabo bringt uns auf die Idee, eine Malwand einzubauen – für Malen mit Kindern, für Maltherapie, um Gebetseindrücke kreativ festzuhalten oder um den Raum als Atelier zu vermieten… Aber: wird das nicht zu teuer? Gott ermutigte mich mit dem Bibelvers: «Wer nicht sät, kann auch nicht ernten!» Also, nur Mut!

Dann die nächste Herausforderung: Wer kann das umsetzen? Spontan sagt ein Zimmermann aus unserer Gemeinde zu. Mein Herz jubelte und war um einen Felsbrocken leichter. Er setzte alles fantastisch um und trieb sogar Gratis-Platten auf. «Halleluja! Danke, Herr!» Nun war Spachteln und Malen dran. Während wir unprofessionell spachtelten und schliffen, schliff Gott professionell unsere Team-Zusammenarbeit, unseren Charakter – und wir lernten uns besser kennen.

Symbolik aus der Restfarbe

Auf die braune Malatelier-Wand malten Kinder eine bunte Blumenwiese. Aus der Restfarbe entsteht zunächst ein Baumstrunk. Dann ein Spross aus der Wurzel. Ja, ein ganzer Baum, der aus dem Wurzelstrunk herauswächst. Gibt es ein schöneres Bild für einen Gebetsraum?! Eine Idee ergibt die andere. Gott führte uns bis in solche Details hinein. Wie sieht erst sein Traum aus, was mit und durch diesen Raum geschehen wird! Das macht mich neugierig. Ich freue mich mega darauf! Herr, nimm uns weiter an der Hand und führe uns!»

m.a.wuethrich@bluewin.ch

Bitte mit Vermerk: Vision Schweiz allgemein oder Name Missionar/in