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Hands-on ZTE Blade V8 Mini Das Minimax-Prinzip gibt es nicht

Schick und günstig - aber mit Abstrichen

Nicht jeder will für ein Smartphone den Gegenwert eines ganz netten Urlaubs hinlegen. Abseits bekannter Marken gibt es deshalb unter den Android-Geräten immer wieder auch Modelle, die mit Hammerpreise locken. Beispielsweise das ZTE Blade V8 Mini: das kostet laut UVP des Herstellers gerade mal 179,99 Euro.

Technische Daten

Für den Preis bietet das ZTE Blade V8 Mini eine üppige Ausstattung.

Für knapp 180 Euro bekommt man in der wertig aussehenden blitzblauen Schachtel einen Fünfzöller mit 720 x 1.280 Pixeln Displayauflösung, 16 GB Flashspeicher (erweiterbar mit Micro-SD-Karte), 2 GB RAM und Snapdragon 435 Achtkern-Prozessor. Die Frontkamera bietet 5 Megapixel und Fixfokus, hinten gibt es sogar Dual mit 13 Megapixel (Autofokus) sowie 2 Megapixeln Fixfokus. Der Fingerabdruck-Sensor, in der Preisklasse keine Selbstverständlichkeit, ist hinten unter den Kameras angebracht.

The Good

Ein Headset ist im Preis inbegriffen.

In der Schachtel findet man neben dem Ladegerät auch noch ein Headset mit 3,5 mm Klinkenstecker. Das Headset sieht allerdings ziemlich "basic" aus und klingt auch beim Musik-Abspielen so. Die Kopfhörer lassen sich nicht an das eigene Ohr anpassen, deshalb halten sie bei mir auch nicht gut. Insgesamt wohl eher etwas "für den Notfall", aber das ist ja nicht ungewöhnlich, auch in höheren Preisklassen nicht.

Wer ist eigentlich ZTE?

Nicht nur die Schachtel, sondern auch das Gerät im Metall-Unibody wirkt ziemlich High-end. Das ist auch kein Wunder, der chinesische Hersteller ZTE gehört zu den zehn größten Smartphone-Anbietern weltweit. In Deutschland ist er auch noch mit seiner Premium-Marke Nubia aktiv.

Der Fingerabdruck-Sensor benötigte ein paar Anläufe zur Einrichtung.

The Bad

Dass man bei dem Preis eben doch Abstriche machen muss, merkt man allerdings an den Details. Sol läuft das ZTE Blade V8 Mini zwar unter Android 7.0, als Sicherheitsupdate wurde aber erst Mai 2017 verteilt. Auch der Fingerabdrucksensor ließ sich zunächst etwas bitten, bis der "Entsperr-Finger" eingerichtet war. Danach funktionierte er allerdings tadellos und auch relativ schnell. Das klemmende Karten-Tray, das ich erst mit ziemlichem Gefummel wieder aus dem Gerät bekam, was dagegen wirklich ärgerlich.

Beim täglichen Gebrauch von Organizer-, Social-Media-, Einkaufs, Navigations- und Orientierungs-Apps konnte ich dagegen keine Aussetzer oder ärgerlichen Verzögerungen feststellen. Auch der 2.800 mAh-Akku brachte das Gerät brav über den Tag. Ob das freilich auch so ist, wenn man damit stundenlang Video-Games spielt? Hat mich nicht so interessiert, und der Verdacht liegt nahe, dass das ZTE Blade V8 Mini für den echten Power-User auch eher nicht konzipiert ist.

Für Groß und Klein

Die App "Familienmodus"

Über die App "Familienmodus" kann man eine vereinfachte Kachel-Oberfläche, optisch dem Windows 10 nicht ganz unähnlich, einstellen. Dort lassen sich nicht nur wichtige Apps, sondern auch Kontakte hinterlegen: Perfekt für wenig erfahrene und junge oder sehr alte Nutzer.

Die Oberfläche ist ziemlich "Stock Android".

Außerhalb des Familien-Modus ist die Benutzeroberfläche ziemlicher Android-Standard, das heißt, ZTE hat kein eigenes UI über das Betriebssystem gestülpt. Positiv fielen mir die schicken Themes auf.

Die Fotos

Mir sind ist die Foto-Fähigkeit bei einem Smartphone besonders wichtig, deshalb habe ich mir diese Funktionen besonders angesehen.

Neben dem Automatik- gibt es einen manuellen Modus sowie die Möglichkeit, schon bei der Aufnahme diverse Filter anzuwenden. Die Kamera reagiert dabei flüssig.

Die Kamera des ZTE Blade V8 Mini bietet viele verschiedene Filter.

Mir haben vor allem der Comic- (2. Bild) sowie der Spiegel (7. Bild)-Filter gefallen. Auch bei Nacht (1. Bild) waren die Ergebnisse im Nahbereich erstaunlich gut. Insgesamt scheint die Stärke des ZTE Blade V8 Mini etwas stärker im Nahbereich bis ca. 3 Meter zu liegen - aber auch das ist bei Smartphone-Kameras nicht ungewöhnlich.

Im Vergleich zur Kamera von anderen Geräten der Einsteiger-Klasse wie dem Gigaset GS170 liegt die des ZTE VBlade V8 Mini weit vorne. Allerdings kommt sie natürlich nicht an High-end-Geräte wie das HTC U11 heran.

Fazit

Äußerlich sieht das ZTE Blade V8 Mini mit seinem Metall-Body nicht wie ein Einsteigergerät aus.

Wer sich nach einem sehr günstigen Smartphone umsieht, kann keine Premium-Leistung erwarten - auch wenn das ZTE Blade V8 Mini (das es auch noch in Grau gibt) äußerlich durchaus nicht als Budget-Phone erkennbar ist. Abstriche muss man vor allem bei der Aktualität der Software, und in gewissem Rahmen auch bei Leistung und Speicherplatz machen. Das fällt aber bei Normalnutzung kaum auf. Wer allerdings Heavy User mit hunderten installierter Apps und Spaß an ressourcenintensiven Mobile Games ist, sollte sich wohl besser woanders umsehen - und deutlich mehr Geld in die Hand nehmen.

Created By
Sonja Angerer
Appreciate

Credits:

Alle Fotos: Sonja Angerer

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