Warum Eiben so beliebt bei Hobbygärtnern sind

Eiben zählen zu den am ältesten werdenden Bäumen Deutschlands, es gibt Exemplare, die geschätzt weit über 1000 Jahre alt sind. Viele Gartenbesitzer haben die Pflanzen für sich entdeckt, da sie sich als wunderschöne Heckenpflanze in nahezu jeden Garten integrieren lassen und gleichzeitig sehr anspruchslos sind. Die immergrüne Heckenpflanze ist in unterschiedlichen Wuchshöhen erhältlich und wird häufig als Topfware angeboten.

Geschichte der Eibe

Die etwa zehn existierenden Eibenarten sind vor allem in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel verbreitet, allerdings ist nur die Europäische Eibe in Europa heimisch. Ursprünglich waren Eiben vor allem in Gebieten nahe Bergregionen (zum Beispiel im Allgäu) zu finden. Im 16. Jahrhundert nahm der Bestand an Eiben in Mitteleuropa stark ab, da das robuste und gleichzeitig elastische Holz der Pflanzen zunehmend für die Herstellung von Langbögen verwendet wurde. Die steigende Nachfrage nach den wertvollen Hölzern führte dazu, dass Eiben in ganz Deutschland radikal geschlagen wurden. Das Holz wurde über den Rhein und seine Zuströme bis nach Holland verschifft. Mittlerweile gibt es auch Eiben in Mexiko, Guatemala, El Salvador und in Äquatornähe. Die meisten Eibenarten enthalten sehr giftige Inhaltsstoffe wie Taxin B. Das in Rinde, Nadeln und Samen enthaltene Gift hat in der Vergangenheit zu tödlichen Vergiftungen bei Menschen und anderen Tieren geführt. Gärtner sollten daher bei der Handhabung der Pflanzen acht geben und Gartenhandschuhe tragen.

Vorteile der Eibe als Heckenpflanze

Eiben sind ideale Heckenpflanzen, da sie sehr pflegeleicht, anspruchslos und anpassungsfähig sind. Zwar wachsen sie nur relativ langsam, dafür werden sie jedoch sehr alt und sehen sehr edel aus. Die immergrüne Pflanze ist auch im Winter ein Blickfang in jedem Garten. Sie kommen mit Sonne, Halbschatten und außerdem mit Schatten klar. Auch hinsichtlich des Bodens ist die Eibe nicht wählerisch, ein leicht kalkhaltiger Boden ist für ein gutes Pflanzenwachstum jedoch förderlich. Für eine ideale Wuchsform sollte die Heckenpflanze einmal im Jahr geschnitten werden. Auf einen laufenden Meter können zwei bis drei Pflanzen gesetzt werden. Die Europäische Eibe steht in Deutschland auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

Fazit

Eiben sind im Vergleich zu anderen Heckenpflanzen zwar in der Anschaffung etwas teurer, sind dafür aber besonders pflegeleicht. Die Eibe ist eine vielseitig einsetzbare Heckenpflanze, die häufig Parkanlagen schmückt und auch in Gärten unerfahrener Hobbygärtner prächtig gedeiht. Sie eignet sich ideal zur Begrenzung von Grundstücken, kann aber auch als einzelnes Formschnittgehölz gepflanzt werden. Die verschiedenen Sorten der Eibenpflanzen besitzen unterschiedliche Grüntöne, sodass Gärtner hinsichtlich der Farbgebung in ihrem Garten Spielräume haben.

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