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Hands-on Gigaset GS270 plus Der Langläufer

Android für Erwachsene

Es soll sie ja geben: Diese Menschen, für die ein Smartphone nur ein Gerät ist. mit dem man unterwegs Bilder macht, vielleicht ein bisschen Social Media, Messenger/SMS und vielleicht die eine oder andere App. Und telefonieren.

Die sich freuen würden, wenn es wieder Mobiltelefone gäbe, die so lange ohne Steckdose auskommen wie weiland ein Nokia, und für die ein Selfie eher die Ausnahme denn die Regel ist. Für solche Leute, ob nun absichtlich oder nicht ganz so geplant, ist das Gigaset GS270. In der mir vorliegenden Plus-Version kommt es mit Octa-Core Prozessor, 5,2 Zoll Full-HD Display sowie 3 GB RAM und 32 GB Flash. Kostenpunkt: Knapp 230 Euro. In der Standard-Variante muss man mit 2 GB RAM und 16 GB Flash vorlieb nehmen, dafür bleibt der Preis ganz knapp unter 200 Euro.

Das Gigaset GS270 glänzt mit superfetten Akku.

Ein Langläufer allerdings ist es, das Gigaset GS270 plus, danke des 5.000 mAh-Akkus soll es bis zu fünf Wochen in Stand-by verbringen können. Bei mäßiger bis normaler Nutzung hielt das Gerät auch im Hands-on bis drei Tage ohne Nachladen durch.

Das GS 270 soll sich sogar als Powerbank für andere Geräte einsetzen lassen. Das ist allerdings eher als Gimmick zu verstehen, denn das entsprechende Kabel mit Micro-USB (männlich) an beiden Seiten, das man dann zu Laden der meisten modernen Gadgets benötigen würde, ist ziemlich selten und natürlich auch nicht im Lieferumfang inbegriffen.

Lieferumfang des Gigaset GS270

In der Schachtel findet man neben dem Ladegerät aber ein recht anständiges Headset, übrigens mit ganz normalem Klinkenstecker. Als Ladestecker kommt noch das weit verbreitete Micro-USB statt dem neueren USB-C zum Einsatz. Dank integrierter integrierte Fast-Charge-Technologie soll aber auch damit ein besonders schnelles Laden möglich sein. Im Hands-on war jedenfalls ein leerer Akku wirklich nie ein Problem.

Fest verbauter Akku und Dual SIM

Das Gigaset GS270 bringt wie das Einsteigermodell GS 170 Dual SIM mit, allerdings muss man sich zwischen der Nutzung eines Micro-SD-Karte zur Speichererweiterung und der Nutzung einer zweiten Nano-SIM entscheiden, beides gleichzeitig ist nicht möglich.

Im Gigaset GS270 läuft unter der Kunststoff-Chassis gerundetem 2.5D-Glas ein ziemlich pures Android 7.0, was dazu führt, dass mit Mitte September bereits das August-Sicherheits-Update von Google zur Verfügung stand. Das ist leider nicht selbstverständlich, bei meinem privaten (Flaggschiff)-Androiden bin ich beispielsweise immer noch beim 1. Juli...

Die Oberfläche des GS 270 plus ist ziemlich nüchtern, vorinstalliert sind außer dem Google-Set nur sehr wenige Apps, darunter ein Zugang zum Gigaset-Shop.

Fingerprint Sensor

Wer will, kann sein Gigaset GS 270 mit dem rückwärtigen Fingerprint-Sensor sichern. Der lässt sich auf Wunsch auch beispielsweise zum Öffnen der Kamera konfigurieren. Alternativ kann man dazu aber auch die sogenannten "Smart Features" nutzen. Mit den auf das Display gezeichneten Gesten sind ebenfalls verschiedene Aktionen möglich.

Das Gigaset GS270 bringt hinten eine 13 Megapixel-Kamera mit Autofokus und fünffach beschichtetem Objektiv mit 2.2 Blende mit. Die Front-Kamera bietet fünf Megapixel. Für Schnappschüsse reicht das aus, sogar bei schlechten Licht. In der App kann man diverse Filter- und Verschönerungs-Funktionen, Bild im Bild sowie einen Panorama-Modus auswählen.

Fazit

Das Gigaset GS 270 (plus) ist ein aufgeräumtes Smartphone für Menschen, die ein Smartphone wollen oder brauchen, und dabei nicht zu viel Geld ausgeben wollen. Dabei legen sie Wert auf ein solide verarbeitetes Gerät, dem nicht so schnell der Saft ausgeht. Das GS 270 schafft all dies, und liegt dabei auch noch angenehm in der Hand. Und das ist doch schon mal eine ganze Menge.

Für Teenies, Foto-Profis, Hipster oder Extrem-Gamer ist das Gigaset GS270 plus auch in der zweiten Farbvariante Blau vielleicht nicht ganz die ideale Wahl - es kommt eben immer auf die Prioritäten an.

Created By
Sonja Angerer
Appreciate

Credits:

Alle Fotos: Sonja Angerer

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