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Tunnelblick nach Fuchsmühl und wie dieses Foto entstand

Die Ortschaft Fuchsmühl liegt im Landkreis Tirschenreuth, Bayern und überragt meinen Heimatort Wiesau um ca. 100 m. Darüber hinaus erhebt sich in dem Ort die schöne Wallfahrtskirche Maria Hilf mit ihren markanten Türmen, welche weit bis ins Stiftland hinein zu sehen sind. Auch in Wiesau lässt sich die Kirche durch eine Eisenbahnbrücke sehen.

Aufgefallen ist mir der Blick schon mehrmals. Doch ich wäre nicht draufgekommen hier mal ein Foto zu machen. Erst eine Bekannte hat mich mal angesprochen, dass es ihr noch nicht gelungen ist, die Kirche durch diesen Tunnel hindurch schön zu fotografieren. Das ist auch wirklich nicht einfach, da die Kirche einfach zu weit weg ist, wenn man Tunnel und Kirche gleichzeitig im Bild haben möchte.

So begab ich mich mit dieser Herausforderung zum Tunnel und versuchte ein passendes Bild zu schießen. Mir war eines klar, es muss ein Telezoom rauf, um die Kirche heranzubringen. Es kam daher mal wieder mein Tele mit 70 - 300 mm Brennweite zum Einsatz. Telezooms haben die Eigenschaft, den Abstand zwischen zwei Objekten, optisch kürzer aussehen zu lassen, als er tatsächlich ist.

Doch angekommen an Ort und Stelle, war die Sache aus zwei Gründen nicht ganz so einfach:

  • Bildausschnitt: Die Kirche war zwar gut abgebildet, doch den Tunnel bekam ich bei 300 mm Brennweite nicht mehr ganz aufs Bild.
  • Dynamikumfang: Der hohe Kontrast zwischen dunklem Tunnel und hellem Himmel war zu groß. Entweder schaffte es die Kamer den Tunnel richtig zu belichten, dann war aber der Himmel zu hell, oder der Himmel war richtig belichtet und es war der Tunnel zu dunkel.

Für das Problem "Bildausschnitt" behalf ich mir mit einem Panoramabild. D.h. ich machte 5 verschiedene, nebeneinanderliegende Bilder im Hochformat, die am heimischen Computer dann wieder zu einem Ganzen zusammengefügt wurden. Hier farbig angedeutet die fünf verschiedenen Bilder:

Um das Problem "Dynamikumfang" in den Griff zu bekommen, nahm ich die HDR-Funktion (High Dynamic Range) der Kamera zu Hilfe. Dabei vergrößert die Kamera ihren Dynamikumfang mit einem Trick, indem es drei (oder auch mehrere) Aufnahmen vom gleichen Objekt mit unterschiedlicher Belichtung macht. Die jeweils richtig belichteten Stellen werden dann kameraintern wieder zu einem Foto zusammengerechnet. Dies lässt sich nicht nur kameraintern machen, sondern auch am Computer mit entsprechender Software.

Nach ein paar kleinen Änderungen von Farbe, Kontrast, Schärfe, Lichter und Tiefen kam am Ende des Tages ein Bild heraus, das ich wohl selbst so nicht gemacht hätte, wenn ich nicht vor diese Herausforderung gestellt worden wäre. Vielen Dank Sabine.

Matthias Kunz

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Matthias Kunz
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