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Auf Augenschein in Sirnach Die Gemeindeserie

Unsere Geschichte

  • Die FEG Sirnach ist im Jahr 1874 aus der Evangelischen Landeskirche entstanden. Drei bibeltreue Pfarrer, welche sich nicht damit abfinden konnten, dass der Tod und die Auferstehung Jesu aus dem Glaubensbekenntnis der Landeskirche entfernt wurden, sind zurückgetreten und haben die regionale «FEG Wil und Umgebung» gegründet.
  • Genau 100 Jahre später – 1974, ist sie dem Bund FEG Schweiz beigetreten. Zwischenzeitlich wurde an ca. 15 verschiedenen Standorten in der Region gewirkt, u.a. auch in der Kapelle in Sirnach, mit Platz für ca. 170 Personen.
  • 1988 wurde die «FEG Sirnach und Umgebung» eigenständig.
  • Im Jahr 1994 wurde aufgrund von Platzknappheit der Neubau an der Winterthurerstrasse 22 in Sirnach eingeweiht, wo sich die FEG Sirnach auch heute noch befindet.

Unsere Vision

«Wir leben, damit Menschen Gottes Liebe erfahren, leben und weitergeben!»

In anderen Worten «machen» wir Gemeinde, nicht nur, weil wir Gottes Liebe erfahren. Seine Liebe überströmt und verändert unser Leben so, dass sie auf andere überschwappt.

Wir fragen nach

Bidu und Jony: Gab es bis jetzt Ermutigendes, das mit dieser Pandemie kam?

Ziemlich spontan fingen wir vor einem guten Jahr mit dem Livestream an. Noch neugierig, ob das was bringt, erfuhren wir, dass eine über 70-jährige Frau u.a. wegen unserem Livestream sich für Jesus entschied. Seit diesem Tag konnte sie nicht nur einer Kleingruppe beitreten, sie erlebt nun auch Gebetserhörungen und hört Gottes Stimme konkret in ihrem Alltag. Das begeistert mich.

Ein anderes verblüffendes Beispiel hat mit unserer Homepage zu tun. Wir richteten diese noch vor der Pandemie auf Jesus und Kirche suchende Menschen aus. Letzten Herbst meldete sich ein junger Erwachsener über das Kontaktformular der Kleingruppenanfrage bei uns. Als wir ihm eine Kleingruppe vermittelten, stellte sich heraus, dass er erst seit wenigen Monaten mit dem Glauben in Kontakt gekommen ist und noch keine Entscheidung für Jesus getroffen hatte. Nun liest er regelmässig in der Bibel, stellt uns herausfordernde Fragen und betet. Was kann man da noch dazu sagen?

Beat «Bidu» Büschlen, Pastor und Gemeindeleiter
Bidu und Jony: Kann man sagen, dass die Menschen in Sirnach offener sind als vor der Pandemie?

Wir erleben die Menschen deutlich offener und hungriger als noch vor einem Jahr. Wir können jedoch nicht sagen, ob sich effektiv etwas bei ihnen geändert hat oder ob wir das so erleben, weil wir jetzt häufiger mit fremden Menschen über Gott reden. Schon lange hatten wir es auf dem Herzen, auf den Strassen von unserem eigenen Dorf mit Menschen über Gott zu sprechen und für sie zu beten.

Seit Ende 2020 machen wir das nun regelmässig und staunen regelrecht. Täglich dürfen wir für Menschen beten. Das geschieht ganz unspektakulär wie z.B.: «Entschuldigung, darf ich dich kurz stören? Ich möchte für dich beten, hast du etwas Konkretes, wofür ich für dich beten darf?» Absagen haben wir logischerweise einige. Aber sehr oft erzählen uns die Menschen, was sie beschäftigt, und bedanken sich dafür. So erzählte uns z.B. eine Frau Mitte 50 von ihrem Ringen mit Gott, weil sie keinen Partner finden kann, und von ihren Ängsten, im Alter alleine zu sein. Auch sie liess für sich beten.

Jony Vogel, Pastor

Bidu und Jony: Im letzten halben Jahr konntet ihr fünf neue Kleingruppen starten. Wie kommt das?

Wir hatten den Eindruck, dass Gott uns Menschen schenken möchte, aber schrittweise darauf warten würde, bis wir die «Gefässe» dafür bereitstellen würden. Gleichzeitig erlebten wir, dass Menschen, die neu zu unserer Gemeinde kamen, fast immer Mühe hatten, in schon bestehende Kleingruppen hineinzukommen. So haben wir angefangen, von der Bühne aus, aber vor allem im direkten Gespräch, Kleingruppenleiter für diese Aufgabe einzuladen und sie zu berufen. Immer wieder erlebten wir, wie Gott die Herzen und die Ressourcen für die neue Aufgabe schon im Voraus vorbereitet hatte. So konnten wir den «Neuen» ein Zuhause ermöglichen.

Pasci Vitolla, Vorsteher
Pasci: Für was schlägt dein Herz im Zusammenhang mit Gemeinde?

Mein Herz schlägt für Beziehungen. Schon unsere Vision spricht stark von Beziehungen. Diese bilden den Grundstein für inspirierende und bewegende Gemeinschaft, Freundschaften, Paarbeziehungen, Ehen und Familien usw. Darum ist es unsere Aufgabe, Menschen zu begleiten, deren Weg auch schwierig, verwoben und steinig sein kann. Gerade in den letzten Wochen konnten wir Menschen begegnen, die in Schwierigkeiten stecken und besonders ihre Beziehungen nur schwer auf die Reihe kriegen.

Mich bewegt es auch, dass durch diese Pandemie wir neue Antworten brauchen, wie diese Beziehungen und diese Unterstützung gepflegt werden kann. Auf einmal kam die Frage auf, wie wir Menschen durchs Internet erreichen können. Begeistert durfte ich miterleben, dass gerade dank dem Livestream viele Menschen sich für das Evangelium geöffnet haben. Wir möchten aus dieser Situation lernen und uns auf dieses sozusagen «neue Erntefeld» einlassen. Dafür ist es nötig Ressourcen freizusetzen. Dafür haben wir uns entschieden. Jetzt fehlt vor allem noch die Antwort auf die Frage nach dem wie – wie wir diese Arbeit am «neuen Erntefeld» gestalten können.

Kontakt: Beat Büschlen, beat.bueschlen@ feg-sirnach.ch