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Das Campus-Festival Helfende Hände im Mittelpunkt

Konstanz, den 08.06.18

Text und Fotos: Vivien Götz; Layout: Theresa Gielnik

Gute Stimmung und super Wetter, das Campus-Festival am letzten Wochenende hätte kaum besser laufen können. Die Campuls stellt euch einige der Helfer_innen vor, die dafür gesorgt haben, dass das Festival glatt über die Bühne ging. Außerdem erfahrt ihr, worum es in der Festival-Urabstimmung geht, die nächste Woche zusammen mit den Uni-Wahlen stattfinden wird.

Helfer auf dem Campus-Festival:

„Für eine Hausarbeit braucht es nicht mehr als zwei Nächte, fünf Liter Kaffee und zehn Gramm Gras!“

Marvin Suckut führte mit gewohnt liebevoller Boshaftigkeit und fatalistischem Humor durch den Poetry-Slam, der das Campus-Festival 2018 eröffnete. Musik und gute Stimmung hielten auf dem Gießberg am vergangenen Wochenende selbst die grimmigsten Gewitterwolken fern. Wer nicht gerade ins aufblasbare Planschbecken gefallen war, kam trocken nach Hause.

Damit das Festival aber wie geplant über die Bühne gehen konnte, waren unzählige Helferinnen und Helfer beteiligt. Organisation, Aufbau, Abbau, Thekendienst und Technik - um nur ein paar zu nennen. Letztes Jahr hatten wir in unserer Printausgabe ausführlich über die Organisatoren und die Entstehung des Campus-Festival geschrieben. Dieses Jahr stellt euch die Campuls ein paar Helfer_innen vor, die vor und hinter den Kulissen dafür gesorgt haben, dass das Festival reibungslos stattfinden kann.

Viva con Agua:

Julia Kirchner und Kiara Hoffmann von der Konstanzer Viva con Agua Hochschulgruppe

Die blaue Fahne und die Gelbe Mülltonne vor der Main-Stage, dienten zum Pfandbecher spenden und sie gehören ja schon fast zum Inventar des Campus-Festivals. Die Konstanzer-Hochschulgruppe von Viva con Agua war zusätzlich mit einem Stand vertreten, um über ihre Arbeit zu informieren. Der gemeinnützige Verein arbeitet unter anderem mit der Welt-Hunger-Hilfe zusammen und setzt sich auf dem ganzen Globus für sauberes Trinkwasser ein. Gegründet wurde die Initiative Anfang der 2000er von Spielern des FC. St. Pauli, die auf Kuba im Trainingslager waren und dort ein lokales Trinkwasser-Projekt unterstützen wollten. Bereits 2014 ist aus der lokalen Idee ein globales Netzwerk geworden, das in über 40 europäischen Städten aktiv ist. Heute liegt die Zahl der ehrenamtlichen Viva con Agua Unterstützer_innen bei über 10.000. Die Konstanzer Hochschulgruppe ist nicht nur auf dem Campus-Festival dabei, sondern auch beim „Gute Zeit“- oder „open see“-Festival. Wenn die Festival-Saison vorbei ist, arbeitet die Gruppe unteranderem mit Schulen zusammen. Dort werden Vorträge gehalten um über die Arbeit von Viva con Agua aufzuklären und Spendenläufe organisiert. Alle Mitglieder, inklusive der Helfer_innen auf dem Campus Festival, arbeiten ehrenamtlich.

Polizei:

von links: Matthias Lansche, Sam Straub und Uwe Beron

Neben dem privaten Sicherheitsdienst, waren auf dem Festivalgelände auch zahlreiche Streifenpolizist_innen im Einsatz, um die Sicherheit der Veranstaltung zu garantieren. Es sei

„ein absoluter Routineeinsatz“,

so Uwe Beron. Es gehe vor allem um die Evaluation der Abläufe und die Rücksprache mit den Sicherheitsberater_innen der Veranstalter_innen, um das Sicherheitskonzept auch für die nächsten Jahre passend ausarbeiten zu können. Die Anforderungen der Betreiber an den privaten Sicherheitsdienst seien dabei schon so hoch, dass die Polizei beim Campus-Festival vor allem für die individuelle Sicherheit der Festival-Besucher und fürs Streifegehen zuständig sei, so die Beamten.

Rettungs- und Sanitätsdienst:

Das Team des Roten Kreuz: Ortsverband Konstanz mit Einsatzleiter Axel Schroff (ganz links)

Wo viele Menschen, Alkohol und euphorisches Tanzen zusammenkommen, muss mit Verletzten gerechnet werden. Der Ortsverband Konstanz war, unter der Leitung von Alex Schroff, an beiden Festival Tagen mit 12 Sanitäter_innen, einem Rettungswagen und einem zusätzlichen Ortsvereinsarzt zur Stelle. Ähnlich wie für die Polizei, ist das Campus Festival auch für das Rote Kreuz eine überschaubare Veranstaltung:

„Wir haben hier ungefähr fünf bis sechstausend Besucher, von denen die meisten ohnehin in der Stadt leben, das ist keine Extremsituation wie etwa das Seenachtsfest, wo viele zehntausend Menschen von außerhalb in die Stadt kommen“,

erklärt Einsatzleiter Axel Schroff, der seit 25 Jahren als Sanitäter unterwegs ist. Deshalb wäre er auch der einzige Einsatzleiter. Bei größeren Veranstaltungen würde eine stabsmäßige Einsatzleitung eingerichtet, in der mehrere Unterleiter verschiedene Aufgabengebiete untereinander koordinierten. Für die Sanitäter des Roten Kreuzes ist der Einsatz am Wochenende reines Ehrenamt. Auch die hauptamtlichen Helfer, würden zwar bezahlt, den Job aber als freiwilligen Zusatzdienst zu ihrer 45-Studen Woche absolvieren. Viele der Helfer arbeiten dabei in einschlägigen Berufen, etwa im Krankenhaus oder in der Altenpflege.

Zentrale Helferkoordination:

Tanja Wagner und Markus Heckmann waren am Sonntagnachmittag für die zentrale Koordination der Helfer auf dem Festivalgelände zuständig. In einem Zelt oberhalb des Geländes konnten die Helfer ihre Sachen abgeben, sich registrieren und den entsprechenden Aufgaben zuteilen lassen. Neben dem Thekenpersonal waren auch Springer, Ordner und Bandbetreuer im Einsatz. Der AStA hatte schon Wochen vorher Orga-Teams eingerichtet, um die Veranstaltung geordnet über die Bühne bringen zu können.

In den letzten Jahren förderte der AStA das Campus-Festival jährlich mit 40.000 Euro, was gut 13% des Festivalvolumens entspricht. Da die Förderung Jahr für Jahr zu heftigen Debatten im Studierendenparlament führt, soll nun auf höchster Legitimationsebene geklärt werden, ob die Studierenden an der Uni eine jährliche Förderung des Festivals wünschen. Die Urabstimmung findet zeitgleich mit den Uni-Wahlen am 1. und 13. Juni statt.

Für alle die es genauer wissen wollen, geht es hier zu den entsprechenden Websites:

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