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Eintauchen in die Märchenwelt von Tausendundeiner Nacht Garten- und Kulturreise nach Marrakesch und ins Atlasgebirge

Eine Zusammenarbeit von argovia philharmonic, Terza Natura und Demeures d'Orient

Eine Reise zu den schönsten und bedeutendsten orientalischen Gärten in der «Roten Stadt», oder wie sie auch genannt wird – der «Perle des Südens»

18. - 25. Februar 2019

Ein Reisebericht in Bildern

1. Tag | Anreise – Erste Eindrücke

Mit einer Gruppe von 21 Musik- und Kulturliebhabern und fünf unserer Musiker sind wir am 18. Februar nach Marrakesch gereist. Frühlingshafte Temperaturen und Sonnenschein haben wir in der Schweiz hinter uns gelassen, mit starkem Regen und 10 Grad hat uns Marokko empfangen. Kaum hatten wir jedoch die hölzerne Eingangstüre zu unserem Hotel Demeures d'Orient Riad & Spa Marrakech durchschritten, war das Wetter vergessen und wir in der Märchenwelt von Tausendundeiner Nacht angekommen – eine von Orangenblüten erfüllte Luft, frischer Pfefferminztee und marokkanisches Gebäck trugen ihren Teil dazu bei. Nach einem kurzen Begrüssungs-Apéro mit Ausblick auf die kommenden Tage ging es zum Abendessen dorthin, wo einst auch schon Winston Churchill diniert und Alfred Hitchcock einige Szenen seines Films «The Man Who Knew Too Much» gedreht hat: ins legendäre Restaurant Dar Essalam. Das im Herzen der Medina gelegene Lokal ist mit seinen bis an die Decke reichenden, filigranen marokkanischen Mosaikfliesen absolut beeindruckend.

Riad Demeures d'Orient und Restaurant Dar Essalm

2. Tag | Souk – Jardin secret – Kammerkonzert

Mit strahlend blauem Himmel und klarer Sicht auf das verschneite Atlasgebirge – der Regen am Vortag hatte also doch noch etwas Gutes – hat uns Marrakesch an unserem zweiten Tag begrüsst. Perfektes Wetter für einen Spaziergang durch die engen Gassen des Souk und einen anschliessenden Besuch im Jardin Secret: hier das rege Treiben, die Sinnes-Explosion, dort die Ruhe und Kontemplation – mehr Kontrast geht nicht.

Frühstück und kurzer Vortrag von Andreas Fischer auf der Terrasse des Riad Demeures d'Orient.
Spaziergang durch den Souk
Besuch im Jardin Secret
Djemaa el Fna – der zentrale Markplatz Marrakeschs
Quartett-Probe in wunderbarer Ambiance für das Konzert am Abend

Zum Abschluss des Tages verzauberten uns unsere Musiker das erste Mal mit einem Konzert in märchenhafter Kulisse im Riad Demeures d'Orient. Auf dem Programm standen Werke von Debussy, Ravel, Strauss und Beethoven.

Apéro und erstes Konzert im Riad Demeures d'Orient

3. Tag | Palais Bahia – Jardin Anima mit Gartenserenade

Tag drei unserer Garten- und Kulturreise hat uns in den Palais de la Bahia mit seinen filigranen Zederndecken und Mosaiken geführt – ein wahres Meisterwerk marokkanischer Handwerkskunst aus dem 19. Jahrhundert und wichtiges Denkmal des kulturellen Erbes des Landes.

Palais de la Bahia mit seinen Innenhöfen

Nach einem Spaziergang durch die Mellah, das traditionelle jüdische Viertel Marrakeschs mit seinen engen Gassen und charakteristischen Holzbalkonen und Fenstern, und vorbei an der Koutoubia-Moschee, der grössten Moschee Marrakeschs, haben wir uns bei einem Mittagessen im 5-Sterne-Hotel Les Jardins de la Koutoubia für unseren Nachmittagsausflug gestärkt.

Die Koutoubia-Moschee, die Haupt-Moschee Marrakeschs.

Nach ca. 25 km Fahrt Richtung Atlasgebirge haben wir den Jardin Anima erreicht, den unglaublich inspirierenden Paradiesgarten des Universalkünstlers André Heller, der 2016 eröffnet wurde. Zwischen Orangenbäumen, Kakteen, Palmen und Hellers wundersamen Skulpturen haben drei unserer Musiker mit Bach und Mozart den Zauber perfekt gemacht.

André Hellers Anima-Garten

4. Tag | Atlasgebirge (Telouet – Aït-Ben-Haddou)

Schneebedeckte Berge, kurvenreiche Passstrassen, ockerfarbene Felswände und Dattelpalmen soweit das Auge reicht: Am vierten Tag haben wir die Stadt Marrakesch hinter uns gelassen und sind zu einer Reise ins landschaftlich reizvolle Gebirgsmassiv des Hohen Atlas aufgebrochen. Hoch hinauf über den Tizi n'Tich-ka-Pass (2'260m) und weiter durch das farbenprächtige Ounila-Tal führte uns unsere Reise.

Unterwegs im Atlasgebirge

Mit der Besichtigung der Kasbah bei Telouet, einer seit der marokkanischen Unabhängigkeit 1956 unbewohnten Berber-Festung, die als eindrucksvollste Symbiose von arabischer und Berber-Architektur gilt, sind wir das erste Mal in die Kultur der Berber, Nordafrikas Urbevölkerung, eingetaucht. Mit ihren prächtigen Räumen erinnerte die Kasbah an den Palais de la Bahia und hat uns alle in Staunen versetzt, wirkte die Festung von aussen doch zerfallen und liess keinesfalls auf die im Inneren schlummernden Reichtümer schliessen.

Kasbah bei Telouet

5. Tag | Ksar Aït-Ben-Haddou – Oase Fint – Classic Meets Berber Music

Am Vormittag unseres zweiten Tages im Atlasgebirge haben wir das Ksar Aït Ben Haddou, ein befestigtes Berber-Dorf, das seit 1987 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt, besichtig. Das Dorf mit seinen teils noch bewohnten Gebäuden diente namhaften Hollywood-Filmen wie «Lawrence of Arabia» und «Gladiator» oder auch der beliebten Serie «Game of Thrones» als Kulisse. Am Nachmittag ging es auf schottrigen Strassen durch eine Steinwüste, vorbei an ockerfarbenen Felswänden zur pittoresken, palmenbestandenen Oase Fint.

Ksar Aït-Ben-Haddou
Oase Fint

Classic Meets Berber Music – Während wir mit der Gruppe auf Erkundungstour waren, haben sich unsere Musiker in Aït-Ben-Haddou mit Musikern aus der Region getroffen und gemeinsam für das Konzert am Abend im Hotel Bagdad geprobt. Das Resultat war eine spannende Mischung aus orientalischer Klassik, gepaart mit der traditionellen, tranceartigen Berbermusik – eine reizvolle Erfahrung für alle Beteiligten.

Auch unsere Reiseteilnehmerinnen dürfen sich auf der traditionellen Ribab versuchen.

6. Tag | Aït-Ben-Haddou – Marrakesch

Nach zwei eindrucksvollen Tagen im Atlas ging es mit dem Bus wieder zurück nach Marrakesch. Noch einmal wurde deutlich, wieso Marokko auch das Land der 1000 Farben genannt wird: ein tiefblauer Himmel, rote Erde und grüne Landstriche. Man konnte sich kaum sattsehen.

Und dann hatte uns der Trubel und der Lärm in den Strassen Marrakeschs wieder. Nichts von alldem haben wir im Hotel La Mamounia, dem sagenumwobenen Palasthotel im Herzen Marrakeschs, das im Herbst 2018 vom renommierten Magazin Condé Nast Traveler zum weltbesten Hotel gewählt wurde, gespürt. Wir sind durch die prachtvolle Gartenanlage flaniert und haben den Abendhimmel beim Apéro auf der Terrasse genossen.

Hotel La Mamounia

7. Tag | Jardin Majorelle – Jardin Menara – Kammerkonzert

Einen Höhepunkt nach dem anderen hat uns der letzte Tag unserer Marokko-Kulturreise beschert: Der in seiner Intensität unübertreffliche Jardin Majorelle und das kleine, aber äusserst stilvolle Musée Yves Saint Laurent machten den Anfang. Der ca. 4000 m2 grosse botanische Garten - 1923 vom Maler Jacques Majorelle angelegt und 1980 von Yves Saint Laurent und seinem Lebenspartner Pierre Bergé erworben und wieder hergerichtet – sucht in seiner farblichen Intensität seinesgleichen. Kobaltblau, kräftiges Gelb und Rot dominieren das Bild. Der Garten beherbergt mehr als 300 Pflanzenarten. Abseits der hektisch-staubigen Stadt Marrakesch taucht man ein in ein Gemälde und wähnt sich für eine kurze Zeit in einer anderen Welt. Direkt neben dem Garten befindet sich das 2017 eröffnete Musée Yves Saint Laurent, ein architektonisches Juwel, in dem das Œuvre des Pariser Designers auf eindrucksvolle Weise beleuchtet wird.

Jardin Majorelle
Musée Yves Saint Laurent – Marrakesch

Zum Mittagessen reisten wir zurück in die Vergangenheit: Im legendären Le Grand Café de la Poste fühlten wir uns wie zur Kolonialzeit und unser Reiseleiter, Bratscher und Garten-Koryphäe Andreas erwies sich als veritabler Barpianist.

Grand Café de la Poste

Im Hier und Jetzt haben wir uns hingegen im Jardin Menara gefühlt. Der Garten, der an den Wochenenden ein beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen ist, gilt als einer der ältesten, noch existierenden islamischen Gärten der Welt und gehört seit 1985 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Zusammen mit dem Pavillon de Menara und der grandiosen Sicht auf den Hohen Atlas ist er das Wahrzeichen Marrakeschs schlechthin.

Jardin Menara mit seinem Pavillon und dem Hohen Atlas im Hintergrund

Musikalischer Höhepunkt des letzten Tages war das Abschlusskonzert unserer Musiker mit Mozarts Klarinettenquintett und Dvořáks «Amerikanischem Quartett» im bezaubernden Ambiente unseres Riads Demeures D'Orient. Nicht weniger bezaubernd war unser letztes Abendessen der Reise im Restaurant Dar Yacout (übersetzt «der Saphir»). Der Weg dorthin führte uns durch dunkle, enge Gassen der Medina, doch als wir über einen unscheinbaren Eingang ins Innere des aus dem 18. Jahrhundert stammenden Gebäudes traten, eröffnete sich uns einmal mehr ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Beim Apéro auf der Dachterrasse offenbarte sich uns zudem eine grandiose Sicht auf die Altstadt Marrakeschs und die beleuchtete Koutoubia-Moschee. Ein krönender Abschluss – mehr Zauber geht nicht!

Konzert im Riad Demeures d'Orient und Apéro auf der Terasse des Restaurants Dar Yacout

8. Tag | Bye bye Marrakesch

Ein letzter Spaziergang durch den Souk, ein letzter Pfefferminztee im wundervollen Innenhof unseres Riads und dann hiess es Abschied nehmen von Marrakesch, einer Stadt, die mit ihren Kontrasten, ihre Intensität, ihrer Farbigkeit, ihren Düften und ihrer einzigartigen Verwebung von unterschiedlichen Kulturen und Stilen für viele ein Sehnsuchtsort ist – und für uns zu einem geworden ist.

Kurz vor der Heimreise am Flughafen in Marrakesch

Merci – Choukran – Saha – Tanemirt – Danke

So vielfältig und spannend wie das Programm unserer Garten- und Kulturreise in Marrakesch, war auch unsere Reisegruppe: Eine wunderbare Mischung aus 21 Individuen, die mit ihren Geschichten, Erfahrungen, Witzen und ihrer Herzlichkeit zum Gelingen der Reise beigetragen haben! Vielen herzlichen Dank! Ein besonderer Dank geht an unsere Musiker Susanne Dubach, Stefan Glaus und Martin Merker, die nicht nur mit ihrer Musik verzaubert haben, sondern auch innerhalb der Gruppe wertvolle Gesprächspartner waren. Der grösste Dank gebührt unserem Solo-Bratscher und Garten-Koryphäe Andreas Fischer und unserem Klarinettisten und Musikvermittler Adrian Zinniker für die perfekte Organisation der Reise!

Kleiner Tipp für alle Daheimgebliebenen: 2020 reisen wir erneut nach Marokko. Anmeldungen nehmen wir gerne über den unten stehenden Link entgegen.

Stimmen der Reiseteilnehmenden

Insgesamt war diese Woche ein Erlebnis aus 1001 Nacht und wird mir in allerbester Erinnerung bleiben! Den umsichtigen, geduldigen und stets freundlichen Organisatoren mein allergrösster Dank!
Mein persönlicher Höhepunkt war der Jardin Majorelle und das Museum mit der Kollektion von YSL. Da habe ich all meine Vorsätze, nur wenige Fotos zu knipsen, total vergessen.
Die Reise war für uns von A-Z voll von einzigartigen Erlebnissen.
Es ist eine der schönsten Reisen, die wir je gemacht haben! (Und wir sind sehr viel gereist)
Ein herzliches Dankeschön an Adrian, Isabel, Andreas, Susanne, Stefan und Martin. Ihr alle habt mir eine unvergessliche Woche mit vielen schönen Momenten geboten.
Wir freuen uns auf eine nächste Reise und hoffen auf die baldige Ausschreibung! VIELEN, VIELEN DANK! Es war schlicht und einfach grossartig!
Created By
Isabel Kriszun / argovia philharmonic
Appreciate

Credits:

Isabel Kriszun /

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