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Herbstwanderung einen Tag Mit Papa und Gnomo unterwegs

Wir verabredeten uns für 08.00 Uhr bei mir zu Hause, um unsere gestrige spontane Idee, eine Wanderung zur Seewenhütte und zurück, umzusetzen. Papa kam wie grundsätzlich immer zu spät. Da es morgens doch bereits frisch ist, in diesen wunderbaren Herbsttagen, fror ich eine halbe Stunde lang, auf Papa wartend. Böse sein kann ich ihm nicht, dafür habe ich mich schon zu fest an seine Unpünktlichkeit gewohnt. Um halb neun Uhr traff er endlich ein und unsere Tagesausflug konnte beginnen. Nach einer zwei stündigen Autofahrt erreichten wir endlich die Gegend des Sustenpasses, wo wir uns zum Aufstieg zur Seewenhütte SAC bereit machten. Gnomo wurde schon ganz ungeduldig im Auto, denn er spürte, dass er bald rennen und schnüffeln darf. Bereits nach den ersten Metern auf dem Wanderweg bergrüssten uns kleine Zwerge am Rande des Weges.

" Ufmunterigszwärgli "

In regelmässigen Abständen ermutigten uns lauter dieser Zwerge zum zweistündigen, steilen Aufstieg. Wo sogar Gnomo mit seinen vier Beinen müde wurde. Anfangs plauderten wir viel, so ganz normale Tochter- Vatergespräche. Gnomo ging voraus, gefolgt von mir und anschliessend Papa. Sobald Gnomo Papa nicht mehr sah, spang er an meinen Beinen vorbei um nachzusehen und sicherzustellen, dass Papa uns folgte. Mit der Zeit jedoch, als ich mit der Kamera die Schönheit der Natur einfangen wollte, ging Papa voraus. Die andaurenden Stopps fand er nicht so toll, er wollte seinen Rythmus nicht velieren. So trottete ich eine gute Viertelstunde hinterher, enttäuscht, das Gnomo sich nicht ein einziges Mal nach mir umsah. Als wäre alles andere total egal. Hauptsache Papa war da.

Kurz vor der Baumgrenze warteten Papa und Gnomo auf mich. Hier drang das erste Mal die Sonne wirklich durch, anders als vorhin im dichten Tannenwald. Wir setzten uns auf ein hölzernes Bänkchen und tranken den warmen Tee, welchen Papa mitgebracht hatte und genossen den Sonnenschein in unserem Gesicht.

Wir gingen weiter und wanderten wieder gemeinsam, setzten unsere Gespräche fort. Immer wieder staunten wir, wie weit man in so kurzer Zeit zu Fuss kam. Obwohl wir nicht einmal schnell wanderten, sondern es gemütlich nahmen, um die Umgebung zu geniessen. Gnomo hatte den ersten Schnee entdeckt und bediente sich ihm als Wasser oder als Kühlfach für seinen Bauch.

Kurz darauf erreichten wir die Seewenhütte. Richtig begeistert schauten wir uns um und genossen was die Natur uns bot. Herrlich diese Sonnenstrahlen, welche das ganze Tal und die Berge erleuchten liessen. Wie immer, wenn ich wandern gehe, merke ich wie es mich frei macht, so mit der Natur verbunden zu sein und all dies auf mich wirken zu lassen.

Mein Götti ( Papas Bruder ) und seine Frau waren oben und betreuten die SAC - Hütte, während der Hüttenwart und seine Familie in den Ferien waren. Sie wussten nicht, dass wir sie besuchen wollten. Dementsprechend gross war die Freude, als sie bekannte Gesichter entdeckten. Wir durften ein leckeres Mittagessen mit ihnen geniessen und uns ein wenig ausruhen.

Nach einer längeren Mittagspause und leichter Konversation, wanderten wir gemeinsam mit meinem Götti und seiner Frau zur alten SAC- Hütte, beziehungsweise zur Ruine der alten SAC- Hütte. Wir wanderten über Schnee und Stein.

Als wir wieder zurück bei der SAC-Hütte waren, entschieden wir uns bald wieder heimzukehren, tranken noch was und verabschiedeten uns. So traten wir den Abstieg an, welcher uns wiederum durch die wunderbare Natur, mit wunderschönen Wegen führte. Glücklich aber doch etwas müde setzten wir uns anschliessend ins Auto und fuhren nach Hause.

Created By
Jana Röthlisberger
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