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Klang der Moleküle Ein Interdisziplinärer Austausch mit Wissenschaft und Kunst

Das argovia philharmonic als Teil eines Forschungsprojektes im Bereich Bio-Chemie

Die Idee für einen Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS, NCCR) zum Thema „Molecular Systems Engineering“ entstand 2010. Alle Beteiligten waren sich rasch einig über das Erfolgspotential. Und bereits am 17. Dezember 2013 kündigte Bundesrat Johann Schneider-Ammann die Unterstützung für den neuen NCCR Molecular Systems Engineering an.

Knapp 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen seither interdisziplinär neuartige Lösungen für heutige und künftige Herausforderungen und entwickeln mit vereinten Kräften neue Applikationen für die medizinische Diagnose, Therapie und Behandlung sowie für die Produktion chemischer Substanzen.

Was hat das mit Musik zu tun? Wie ist das argovia philharmonic involviert?

Molekulare synthetische „Fabriken“ mit der Komplexität einer Zelle, 100.000 mal kleiner als ein Haar, stark genug und präzise programmiert um Diagnosetools sowie Therapiemöglichkeiten von Krankheiten zu revolutionieren: darum geht es bei diesem Nationalen Forschungsschwerpunkt. Um diese hochkomplexe Forschung mit all ihren potentiellen Auswirkungen in unserer Gesellschaft zu verankern, bedarf es einer grundlegenden ethischen Auseinandersetzung, an der sich kategorisch alle interessierten BürgerInnen beteiligen können müssen. Entsprechend bedarf es der Schaffung von Kommunikationsbrücken, welche die Teilnahme an einem solchen Diskurs auf Augenhöhe ermöglichen. Im Wien der Jahrhundertwende gab es die wunderbare Tradition der Salons: Persönlichkeiten aus allen möglichen Bereichen fanden sich in diesen regelmässig zum gemeinsamen Austausch zusammen - Brücken wurden gebaut:

Eine solche Brücke, besser: Sprache, ist die Musik. Das NCCR MSE hat das argovia philharmonic gebeten, die „Zukunftsmusik“ der Molekularfabriken in den kommenden Jahren zu begleiten, interpretieren, übersetzen, kurz: zu spielen. Gibt es einen Klang der Moleküle? Wenn ja – wie tönt er? Auf dem Weg der Begegnung zwischen Wissenschaft und Kunst, zwischen Musik und synthetischer Biologie liegt so manche Verzweigung; möglich, dass eine davon zu einer allseits inspirierenden ‚Melodie der Moleküle’ führt.

Evelyn Glennie und das argovia philahrmonic: 23.10.2016, KLosterkirche Königsfelden

Start der Zusammenarbeit

Start der Zusammenarbeit zwischen argovia philharmonic und "Art of Molecule" ist 23. Oktober 2016, anlässlich des Konzertes "Musik aus der Stille" mit Evelyn Glennie und einem Kammerensemble des argovia phiharmonic.

90 Minuten vor Konzertbeginn wird diesem ausserordentlichen Höhrerlebnis ein besonderes Rahmenprogramm vorangestellt: Eine Posterausstellung ab 17.00 Uhr sowie ein Einführungs-Talk um 17.45 Uhr: Evelyn Glennie, Thomas R. Ward (Direktor des NCCR), Martina Huggel (stv. Direktorin Museum Aargau) und Christian Weidmann (Intendant argovia philharmonic) sprechen unter der Gesprächsleitung von Ralf Stutzki (Head of Ethics NCCR) spartengreifend über Stille in der Musik, im Museum, in der Wissenschaft...

Musik aus der Stille – Forschung in der Stille lautet das Thema der Posterausstellung. Forscher und KünstlerInnen der Universität Basel, ETH Zürich und Zürcher Hochschule der Künste versuchen hier einen visuellen Brückenschlag zwischen den Naturwissenschaften und der Kunst - sie sind alle persönlich neben ihrem Werk anwesend und freuen sich auf einen direkten Austausch mit dem interessierten Publikum.

Links: Eines der Poster, welche am 23. Oktober gezeigt werden. Rechts: Maria Pomanksy, russische Künstlerin und Studentin der Zürcher Hochschule der Künste setzt sich in den Labors des NCCR in Basel mit der wissenschaftlichen Materie auseinander.

Ähnlich wie die in der Stille komponierte Musik muss auch die in der Stille des naturwissenschaftlichen Labors sich entwickelnde Forschung aus dem eigenen Umfeld heraustreten, hin zur Öffentlichkeit. Dort suchen beide – Kunst und Wissenschaft – den für sie unabdingbar wichtigen Austausch mit der Öffentlichkeit, das Gespräch auf Augenhöhe, den Diskurs.

Die Ausstellung zeigt insgesamt 18 Poster und ist Teil des NCCR MSE Ethikprojekts „Art of Molecule“.

Text: Ralf Stutzki, Head of Ethics NCCR Molecular Systems Engineering.

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argovia philharmonic
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