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Wir wollen uns überflüssig machen von Doris Meister

Unser Ziel als Missionare ist es, uns überflüssig zu machen. Wir arbeiten darauf hin, die Leitung an lokale Gläubige zu übergeben, sie zu reifen Jüngern zu machen, die dann andere zu Jüngern ausbilden können. Ein edles und biblisches Ziel, das aber in der Praxis oft auf Hindernisse stösst.
Doris Meister

Ich bin regelmässig in Kontakt mit Gemeindeaufbauarbeiten, wo dies sehr schwer gelingt. Wo nach jahrzehntelangem treuem Einsatz der Missionare und der lokalen Gläubigen keine Gemeinde mehr da ist. Andere vertrauen mir ihre Frustration an, dass es fast unmöglich erscheint, tragende Leute heranbilden zu können.

Und nun stehe ich vor dieser Gruppe, die mich berührt. Mehr als ein Dutzend tragende Mitarbeitende der Gemeinde in Lissone haben sich für einen Schulungszyklus angemeldet.

Im Jahr 1994 bin ich in die Brianza gezogen. Damals gab es diese Gemeinde noch nicht. Zusammen mit Reto Dittli habe ich dort bis 2011 gearbeitet und eine Gemeinde durfte entstehen. Wir konnten die Leitung an lokale Verantwortliche übergeben und sie führten die Arbeit weiter. Die ersten Jahre in der Selbständigkeit waren alles andere als einfach, sie mussten Niederlagen und Durststrecken durchstehen. Doch der Herr hat über der Gemeinde gewacht und sie wurde immer stärker.

In den letzten Jahren habe ich regelmässig Schulungen für die Gemeindeleitung durchgeführt und nun haben sie mich angefragt, eine Seminarserie für die Verantwortlichen der einzelnen Arbeitsbereiche und diejenigen, die sich darin einarbeiten wollen, auszuarbeiten. Der erste Tag war einfach herrlich und erfüllte mich mit sehr viel Dankbarkeit. Dort wo es keine Gemeinde gab, wächst nun eine neue Generation von Gläubigen heran, die sich zurüsten lassen will.

Es wächst eine neue Generation heran, die sich zurüsten lassen will!

Und es sind reife Gläubige vorhanden, die mit einer klaren Vision die Zukunft und die weitere Entwicklung im Auge haben. Das ist das Ziel der Vision Europa und der Missionare in den verschiedenen Einsatzorten.

Dass durch den Einsatz von vielen Missionsfreunden diese Frucht entstehen durfte, ist ein grosses Geschenk. Der Herr hat einfach Gnade geschenkt. Danken wir gemeinsam dafür. Gleichzeitig wollen wir weiterhin für die Erhaltung der Arbeit in der Brianza beten und dass wir in einigen Jahren auch in der Groane vor einer Gruppe Mitarbeitenden stehen können, die die Gemeinde in die Zukunft begleiten werden. Noch haben wir einen weiten Weg zu gehen. Wir beten auch hier für viel Gnade und Hilfe vom Herrn.

Doris Meister, meister@gmail.com

Credits:

Erstellt mit einem Bild von Jonathan Bean - "I’m not sure any car will ever match the effortless style and character of the original Fiat 500."