Loading

Hands-on Crosscall Trekker-X3 Das Android-Smartphone für Bergwandern und Baustelle

Smartphone fürs Grobe

Erinnert sich noch jemand an die Nokia Outdoor Handys? Vereinzelt sollen sie immer noch im Einsatz sein, vor allem bei Menschen, die viel draußen oder in eher unwegsamen Terrain unterwegs sind: Wanderer, Bergsteiger, oder auch Leute, die im Baugewerbe zu tun haben. Die Zeit ist allerdings nicht stehengeblieben, und deshalb finden dezidierte Outdoor-Smartphones immer stärker ihr Publikum, auch wenn viele "normale" Smartphones heutzutage auch nicht mehr beleidigt aufgeben, wenn sie mal ein paar Tropfen Wasser abkriegen.

irgendwie immer noch beunruhigend: Smartphone im Wasser (bzw. rechts: Saftschorle).

Das Crosscall Trekker-X3 ist natürlich wasser- und staubdicht nach IP67, außerdem resistent gegen Süß,- Salz- und Chlorwasser sowie Öl. 30 Minuten Eintauchen bis in 1 Meter Tiefe sollen ihm nichts ausmachen. Praktisch: Der Touchscreen lässt sich auch mit nassen Fingern bedienen.

Neuralgische Stellen sind mit sind TPU-Bumpern geschützt. Das 5-Zoll-Full HD Display (1.920 x 1.080 Pixel) aus gehärtetem Gorilla Glass 4 ist ab Werk mit einer zusätzlichen Schutzfolie abgedeckt.

Die technischen Eckdaten des Crosscall Trekker-X3 erst mal sind sehr solide Mittelklasse:

Der Speicher des Crosscall Trekker-X3 kann mit einer Micro-SD-Karte erweitert werden.
  • Snapdragon 617-Octacore-Prozesssor mit einer Taktung von 1,5 GHz
  • 3 GB RAM
  • 32 GB Flash-Speicher (erweiterbar mit Micro-SD-Karte)
  • Akku mit 3.500 mAh und Quick Charge 3.0 (60 Minuten auf 75%)
  • Selfie-Cam mit 8 Megapixel
  • 16 MP Hauptkamera mit Sony-Sensor, f2.0-Blende, digitalem 8fach-Zoom und Zeitlupen-Video

Mit Android 6.0.1 ist das Betriebssystem allerdings nicht mehr zeitgemäß, und was wirklich problematisch ist: Mein Testgerät befand sich mit einem Sicherheits-Patch, das über ein Jahr alt war, als "aktuell". Was bedeutet: Wer Bankgeschäfte, Paypal, oder andere stark sicherheitsrelevante Apps laufen lassen will, sollte vom Crosscall Trekker-X3 Abstand nehmen. Leider.

Wer eher nur Facebooked, ein paar private Mails oder WhatsApp, Games und Karten nutzt, sollte hingegen verhältnismäßig OK sein.

Umfangreiches Zubehör in der Packung: Sogar eine Ladestation für kabelloses Laden.

Mit einem Listenpreis von knapp 540 Euro ist das Crosscall Trekker-X3 kein Schnäppchen, allerdings ist das mitgelieferte Zubehör üppig: Neben 24-Watt-Schnelllader, wasserdichten Kopfhörern mit auswechselbaren Ohrstücken in drei Größen und einem ausziehbaren Schlüssel-Jojo, an dem man das Phone befestigen kann, gibt es sogar eine Ladestation für drahtloses Laden. In der Schublade kann man zudem das Zubehör richtig gut unterbringen. Achtung: Drahtloses Laden funktioniert nur, wenn das Gerät in der richtigen Richtung aufgelegt wird!

Richtig schick sind natürlich die zusätzlichen Sensoren, die der französische Hersteller dem Gerät gegönnt hat, also beispielsweise ein Höhen-, Temperatur und Feuchtigkeitsmesser sowie ein Thermometer. Vor allem beim Bergwandern und Hiken können diese ziemlich nützlich sein.

Die Kamera-Leistung der Rückenkamera ist gerade draußen sehr ordentlich.

Die Kamera ist für viele Nutzer einer der wichtigsten Punkte für oder gegen ein Smartphone-Modell. Das Crosscall Trekker-X3 enttäuscht hier nicht, vor allem draußen lassen sich bei halbwegs gutem Licht wirklich schöne Fotos machen. Die Foto-App bietet die Möglichkeit, auch Nahaufnahmen zu machen, HDR und sogar verschiedene Voreinstellungen für den Weißabgleich. Ein paar eingebaute Filter gibt es natürlich auch.

Final Verdict?

Das Crosscall Trekker-X3 liegt mit 230 Gramm angenehm stabil in der Hand und bietet das gute Gefühl, ein Smartphone bei sich zu tragen, das einem in jeder Situation nützlich sein kann. Der relativ große Akku sorgt dafür, dass man nicht dauernd zum nachladen muss, laut Hersteller sollen 31 Stunden im Gesprächsmodus und 20 Tage im Standby-Modus drin sein.

Das mitgelieferte Zubehör ist einfach legendär, und man kann noch weiter outdoor-relevante Zusatzteile wie Schwimmschale oder Bike-Halterung dazukaufen.

Für mache ist das veraltete Android-Betriebssystem ein No-Go, zumal kein Update auf Oreo angekündigt wurde, auch dass Sicherheits-Patches so weit hinterher hinken, ist mindestens unerfreulich. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt ein Phone, mit dem man "Pferde stehlen" kann.

Created By
Sonja Angerer
Appreciate

Credits:

Alle Fotos: S. Angerer

Report Abuse

If you feel that this video content violates the Adobe Terms of Use, you may report this content by filling out this quick form.

To report a Copyright Violation, please follow Section 17 in the Terms of Use.