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FEG-Conference Ein Bericht von Marlon Heins (Pastor FEG Thun)

Vom 6.–8. September fand der FEG Mitarbeiterkongress im Campus Sursee statt. Der Hauptredner war Steve Graham, ein Missionar, Pastor und Bibelschullehrer aus Neuseeland. Er hat uns in fünf Vorträgen herausgefordert, in eine tiefere Beziehung mit Gott zu investieren. Hier möchte ich einen kleinen Einblick in das erste Referat geben.

Wir können keinen grösseren Schatz finden, als den Charakter Gottes zu verstehen. Wenn ein Mensch das Herz Gottes zu spüren beginnt, dann wird ihn das für immer verändern. In 2. Mo 34,6-8 gewährt uns Gott einen Blick in sein Herz: Er ist stark! Vor allem aber ist er barmherzig und gnädig. Er lässt sich nicht auf der Nase herum tanzen. Aber unterm Strich ist er langsam zum Zorn und von grosser Gnade und Treue geprägt. Jesus fasst all diese Eigenschaften Gottes in einem Wort zu-sammen. VATER! Steve Graham sagt: Wenn Menschen mit ihrem Herzen verstehen, dass Gott ihr himmlischer Vater ist, dann verändert sich ihr ganzes Leben. Wenn Gemeinden verstehen, dass Gott wie ein Vater für sie ist, dann verändert sich das komplette Gemeindeleben. Wie Gott als Vater ist, wird nirgendwo so gut deutlich wie im Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15,11-32). Auf der Grundlage dieses Textes wies Steve Graham auf vier Dinge hin, die sich in unserem Leben verändern, wenn wir Gottes Vaterherz an uns heranlassen.

Unsere Gottesbeziehung wird sich verändern

Jesus sprach in Lk 15,11-32 über zwei Söhne. Beide erlebten Gott sehr unterschiedlich. Als Christen sollten wir Gott so kennen lernen, wie ihn der erste, der verlorene Sohn kennenlernen durfte. Gott rannte auf ihn zu. Er hatte ihn schon sehnsüchtig erwartet. Er küsste ihn, herzte ihn und warf seine Arme um seinen Hals. Gott als Vater liebt es zu lieben. Gott als Vater liebt die Intimität und Nähe zu seinen Kindern. Gott als Vater ist stolz auf dich. Er vergibt dir gerne deine Fehlentscheidung, wenn du nur in seiner Nähe bist. Leider erleben viele Christen Gott nicht in dieser Art und Weise. Viele Gläubige sind eher mit dem zweiten Sohn zu vergleichen, der die Nähe zum Vater als Dienstverhältnis erlebt. Steve Graham sagt: Religion sieht nur das, was für Gott getan werden muss. Gesetzlichkeit erkennt Gott nicht als liebenden Vater, sondern als Herrn, dem man zu dienen hat. Welche Beziehung hast du zu unserem Gott?

Unsere Gottesdienste werden sich verändern

Im Gleichnis vom verlorenen Sohn möchte der Vater ein grosses Fest mit seiner ganzen Familie feiern (Lk 15,22-23). Als Christen müssen wir verstehen, dass wir als Gemeinde berufen sind, zusammen mit Gott zu feiern. Gott liebt es, mit seinen Kindern Spass zu haben. Jesus war genauso. Er war bekannt dafür, mit Sündern und Randständigen Feste zu feiern. Jesus liebte es, wenn gegessen und getrunken wurde. Nicht umsonst bestand sein erstes Wunder darin, mehr Wein herzustellen. In Jesus sehen wir, wie der Vater ist, denn Jesus sagt sehr klar: Ich tue nur das, was der Vater tut (Joh 5,30). Religion hingegen mag es nicht, wenn du Freude am Glauben hast. Entsprechend möchten die Pharisäer nicht, dass Jesus mit Sündern zusammen Gastmähler feierte (Lk 15,1-2). Der zweite Sohn steht für das Denken der religiösen Pharisäer. Der Vater sagt zu diesem Sohn: Wieso bist du böse! Du warst doch immer bei mir. Du hättest immer feiern können. Niemand hat von dir verlangt, von morgens bis abends für mich zu schuften (Lk 15,30-31). Erlebst du den Gottesdienst als Freudenfest mit Gott? Hast du Spass in deinem Christsein?

Unsere Sicht auf verlorene Menschen wird sich verändern

Religion mag keine Sünder. Gesetzlichkeit möchte, dass alles funktioniert und niemand die Spur verlässt. Die Pharisäer haben jeden verurteilt, der nicht ihren Standard an Frömmigkeit leben konnte. Der Vater ist anders. Er mag Sünder. Er geht ihnen nach (Lk 15,2-4) und wartet sehnsüchtig darauf, dass sie zurück in seine Arme kommen (Lk 15,20). Wenn wir das Vaterherz Gottes kennen lernen, dann wird sich unsere Sicht auf verlorene Menschen ändern. Wir werden aufhören, sie zu verurteilen und uns riesig freuen, wenn sie zum Vater kommen. Hat der Heilige Geist schon die Liebe Gottes in dein Herz ausgegossen, wie es in Römer 5,5 steht?

Unsere Sicht auf uns selbst und andere wird sich verändern

Der erste Sohn wollte als Tagelöhner bei seinem Vater arbeiten (Lk 15, 18-19). Doch der Vater empfing ihn stattdessen mit einer unglaubli-chen Wertschätzung. Er ehrte und würdigte ihn. Er setze ihn wieder vollumfänglich als Sohn und Erbe ein. Genauso bist du von Gott wertgeschätzt und geliebt. Er liebt es, dich als Königskind zu würdigen. Er findet dich toll, genauso, wie du vor ihm stehst. Er ist für dich. Er möchte dich fördern und weiterbringen. Er liebt es, wenn du erfolgreich bist. Er liebt es, einfach nur stolz auf dich zu sein. Wer das nicht verstanden hat, der hat das Evangelium nicht verstanden. Es geht nicht darum, was wir für Gott tun. Es geht da-rum, was wir für Gott sind. Wer anfängt, sich selbst mit den Augen Gottes zu sehen, wird anfangen sich selbst zu lieben. Wer gelernt hat, sich selbst zu lieben, wird anfangen, andere zu lieben. Welche Sicht hast du über dich selbst?

Ich wünsche mir, dass wir das Vaterherz Gottes spüren lernen. Ich wünsche mir, dass wir durch die Liebe, die Barmherzigkeit, die Gnade und Wertschätzung Gottes verän-dert werden. Ich wünsche mir, dass wir ganz neu lernen, uns, unsere Gemeinden und die Menschen um uns herum durch die Augen des Vaters zu sehen.

Marlon Heins

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