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ANSICHTSSACHE(N)

Eine Ausstellung mit Werken

von Bernd-M. Sadlo, Stuttgart

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VERNISSAGE

am 21.10.2018 um 11:00 Uhr im Foyer des Rathauses der

Ausstellung geöffnet während der Besuchszeiten des Rathauses vom 21.10.2018 - 06.12.2018

Marktstrasse 23 - 71672 Marbach am Neckar

50% aus den Verkaufserlösen der Ausstellung gehen als Unterstützung an die Dresdner Sinfoniker e.V., die dieses Jahr ihr zwanzigjähriges Bestehen feiern

zum Katalog (PDF) . . . . . . . . . .

Eine kurze Einführung zu den Bildern im Foyer

Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Diese treffende Aussage beschreibt eindeutig den subjektiven Charakter der Schönheit: Schönheitsideale haben sich schon immer gewandelt, in Abhängigkeit von Zeitaltern und Kulturen - und sowieso immer abhängig von dem oder der Einzelnen, die etwas für sich selbst als schön empfinden.

Einem Fotografen ergeht es nicht anders. Er kann höchstens die Trends der Zeit über sein eigenes Empfinden stellen und versuchen, dem Zeitgeist gerecht zu werden. Ist das authentisch?

Bild: Wien HKW-1

Im Gegensatz zu gestaltenden Künstlern erschafft der Fotograf nichts Neues, sondern er bildet ab. Die Fotografie spiegelt den Teil der Realität wider, die der Fotograf zu einem bestimmten Augenblick in seinen Bildern festhält - aus seinem Blickwinkel. Die Technik unterstützt ihn dabei, auch subtile Details einzufangen.

Aber immer ist es seine Sicht der Dinge, die er abbildet und dann, gefärbt von seinen eigenen Emotionen zum Zeitpunkt der Aufnahme, genauso wiedergibt - und nicht unbedingt immer so, wie es die Technik eingefangen hat.

Bild: Dublin I

Wer kennt das nicht: der einzigartige Sonnenuntergang am letzten Urlaubstag, der unbedingt noch fotografiert werden musste, um die grossartige Stimmung einzufangen - und die grosse Enttäuschung, betrachtet man dieses Bild später zuhause am Monitor oder ausgedruckt.

Ein gutes Bild bedingt gute Technik und einen guten Aufbau - eine gelungene Komposition der Elemente, die darauf zu sehen sind.

Ein als schön empfundenes Bild muss darüber hinaus noch Elemente beinhalten, die Emotionen auslösen - und erst ab dieser Grenze wird Fotografie zur Kunst.

Bild: SciArt I, Valencia

Die Welt, so wie sie ist - oder wie sie von uns gesehen wird

Unter Fotografen gibt es viele Stimmen: die, die den Gebrauch von bildverbessernden oder vielmehr -verändernden Methoden strikt ablehnen - bis hin zu denjenigen, die realistische Umgebungen ausschließlich am Computer entstehen lassen.

Bild: Dublin II

Die Puristen sind erfolgreich bei Sujets wie Stillife- oder Produktfotografie, bei der sie im Studio echte Effekte mit gezielter Beleuchtung und anderen Mitteln setzen können und damit „ihr“ Bild komponieren.

Diese Möglichkeiten haben Fotografen von (urbanen) Landschaften und der Natur in der Regel nicht. Die Weite der Umgebung lässt keine künstliche Beleuchtung zu und die Kameratechnik ist den Launen des Wetters ausgeliefert, das sich permanent ändern kann.

Umso spannender ist es, den Moment einzufangen

Bild: Arizona Break

Seit der Erfindung der Fotografie haben sich über die Jahre viele Genres entwickelt, von reinster Dokumentation bis hin zum kreativen Malen mit Licht, was die wörtliche Übersetzung des Terminus Fotografie ist.

Aber egal, was auf dem fertigen Bild zu sehen sein wird: es ist immer ein Teil der Wirklichkeit, die der Bildschaffende sieht oder sich vorstellt.

Und zur Unterstützung der eigenen Vorstellung lassen sich unterschiedlichste Stilmittel nutzen: Reduktion von Ausschnitten oder Farben, Akzentuierung bestimmter Bereiche, Hyperrealismus oder auch nur die Tönung des Gesamten in eine Farbwelt, die eine bestimmte Aussage unterstreicht.

Bild: Death Valley FC-2

Die hier gezeigten Bilder sollen im Sinn des oben Gesagten etwas mehr transportieren als nur einen Ausschnitt der Welt.

Ob sie dem Untertitel „natürlich schön?!“ gerecht werden, bleibt dem Einzelnen überlassen. Das Fragezeichen steht bewusst dabei.

Bild: Niagara I

Das Erdgeschoss ist dem Thema Natürliche und Urbane Landschaften gewidmet

Bild: Joshua Tree

Grossformatige Aufnahmen aus verschiedensten Teilen der Erde zeigen Ausschnitte und unterschiedliche Eindrücke.

Und wieder gilt: Ob sie deswegen auch beeindruckend sind, muss jede(r) Einzelne für sich selbst entscheiden.

Bild: Zabriskie Point 1

von oben: Madeira Rain, What's behind?, City Fairies, Parisienne Rooftops, Istanbul HS1

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Erster Stock - 1st floor

KOMPOSITA

Der Begriff bezeichnet die Bildung eines neuen Wortes durch die Zusammensetzung zweier Wörter und wird hier im übertragenen Sinn für Bildcollagen verwendet, die zwei unterschiedliche Reiche der Natur miteinander verbinden.

Die Idee zu den beiden Serien „The Animal leaves“ und „Animals Gone Nuts“ entstand während eines Spaziergangs im Herbst. Aus zurückliegenden Projekten gab es bereits eine Reihe von Tierbildern, und als der Wind dann das Herbstlaub aufwirbelte, stand auf einmal der Gedanke an einen Mikrokosmos im Raum, in welchem sich unterschiedliche Tiere Blätter als Lebensraum ausgesucht hatten.

Die Idee zur Serie "The Animal leaves" war geboren.

Bilderserie: The Animal leaves

Titelbild: "The Animal leaves"

Gnu: Masai Mara, Kenia

"Yellow Walker"

Pinguin: Boulder's Beach, Simons Town, Südafrika

"Dusty"

Elefant: Kenia

"Beerenstark"

Silbergibbon: Tierpark Deutschland

"Ein Schattendasein"

Katta: Tierpark Deutschland

"Fly like an Eagle"

Falke: Tierpark Deutschland

"Formation"

Flamingos: Lake Nakuru, Kenia

"Herdentiere"

Ziegenherde und Hirte: Masai Mara, Kenia

"Löwenstark"

Löwe: Tierpark Deutschland

"The Animal Leaves 2.0"

Gnu: Masai Mara, Kenia

"Ostrich goes West"

Strauss: Tansania

"Mahlzeit"

Mhorrgazellen: Tierpark Deutschland

Animals Gone Nuts

Die „Animals Gone Nuts“-Serie schloss sich zeitnah an die vorhergehende Serie an, als ein in der Nähe stehender Türkischer Haselnussbaum seine Früchte abwarf.

Ein Blick genügte, um zu wissen, dass diese Serie das düstere Pendant zur ersten werden musste: mit ihren Nestern verwachsene Tiere, die allein und doch gemeinsam durch ein dunkles Universum steuern.

"The Commander"

"The Watcher I"

"Sulu"

"Passenger I"

"Jumping Jive"

"Eagle Eye"

"The Watcher II"

"The Lamia"

"The Story's End"

Animals Gone Nuts: The Space Travellers Trilogy
Gorilla Colorata

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Zweiter Stock & Treppenaufgang

In weiteren Bereichen finden sich einzelne, für sich stehende Werke aus den Bereichen Makro- und abstrakter Fotografie.

Auch hier stand die Natur Pate für die Motive. Bis auf wenige Ausnahmen entstehen die teils ungewohnten Bildausdrücke lediglich durch die Auswahl bestimmter Ausschnitte und eine gesteuerte Farbverfremdung - oder durch eine ungewohnte Nähe zum Objekt.

Bubbles and Droplets
Deconstruction 1 - und die Entstehungsgeschichte

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Der Fotograf

Bernd-M. Sadlo, geboren 1964, fotografiert seit seinem siebzehnten Lebensjahr und war damals schon bekannt dafür, seine Freunde und Studienkollegen in endlos langen Dia-Abenden zu ermüden.

Nach einer längeren, durch Studium und Beruf bedingten Pause stieg er auch aufgrund der Geburt seiner beiden Kinder um die Jahrtausendwende herum in die digitale Fotografie ein und beschäftigt sich seitdem ernsthaft mit diesem Thema. Dank seiner international geprägten beruflichen Tätigkeit hat er den Luxus, sein Hobby mit dem Beruf verknüpfen zu können und Bilder auch aus Gegenden mitzubringen, in die er sonst nicht so häufig kommen würde.

Seine Themenwelten sind fast immer mit der Natur verknüpft. Und meistens auch mit einem eigenen Blickwinkel: Manchmal ist es das Kleine, das gern übersehen wird und sich dann aus spannenden Perspektiven heraus groß zu machen versucht, und dann ist es wieder etwas Grosses, das Dank ungewöhnlicher Ausschnitte erst auf den zweiten Blick wieder zu dem wird, was es eigentlich ist.

Nicht nur bei städtischen Landschaften kann es faszinierend sein, den Charakter von Gebäuden oder Gebäudekomplexen durch Reduktion auf wesentliche Strukturen herauszuarbeiten. Stilmittel wie reduzierte Farben, Schwarzweiss oder in zur Umgebung passende Farbtönungen unterstreichen dabei die zum Bild gehörenden emotionalen Komponenten.

Auch seinen Tierbildern merkt man an, dass zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht nur Lebewesen abgelichtet wurden, sondern auch eigene Charaktere. Haltung, Gestik und Blicke lassen erahnen, welche Persönlichkeiten sich hinter Gefieder oder Fell verbergen.

Als Künstler hat er den Anspruch, auch im Bereich der Komposita ausschliesslich eigene Werke zu verwenden und daraus Bilder zu machen, die den Betrachter zuerst stutzen, und dann zumindest einen Augenblick länger darauf schauen lassen.

Stuttgart, im Oktober 2018

copyright by Bernd-M. Sadlo

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Birkenwaldstr. 185A, 70191 Stuttgart _____ E-Mail bernd@sadlo.us Tel 0151-61125611

Created By
Bernd Sadlo
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