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einblicke ... in die street photography

aller anfang ist: anfangen!! nicht darüber nachdenken, sondern machen! tipps für street gibt es zuhauf: im netz, auf youtube, in büchern ... diese street photography tipps habe ich mir nicht angelesen, sondern gebe ich aus erfahrung weiter & sie sind NICHT! allgemeingültig, sondern das ergebnis meiner sichtweise an die strassenfotografie heranzugehen. sie sind einfach umzusetzen & wenn du sie im hinterkopf behälst, wenn du streetest, wird die qualität deiner bilder besser!! garantiert! feine ergebnisse erzielst du, wenn du arbeit reinsteckst. besser fotografieren, heisst viel fotografieren ... ein sommelier muss viel wein trinken!! , selbstkritisch zu sein mit deiner beute & mit anderen streetfotografen miteinander , nicht gegeneinander sein ... das ist in der welt der street photography nicht anders, als in anderen genres um erfolg zu haben! letztendlich frage dich: "warum gehe ich auf die strasse?" steigst du ein, weil es gerade anfängt hip zu werden & bist du scharf auf instagram follower? oder hat es dich wirklich gepackt ... das strassenadrenalin & siehst in der streetphotography "grosses"?

wen es fotografisch auf die strasse treibt, kommt früher oder später zur frage: was ist street photography? gibt es eine definition dafür? ich denke, es sind diese punkte, auf die sich (fast) alle streetfotografen geeinigt haben: 1. street photography findet im öffentlichen raum unter einbeziehung von menschen statt! dabei sind die verschiedenen stilistischen mittel vielfältig: von klassisch, modern bis surreal. 2. ein street kann auch ohne menschliche präsenz strassenfotografie sein - jedoch man muss die strasse spüren/riechen können! die reine abbildung eines motivs alleine reicht nicht ( ... das ist grosses kino!) 3. der wichtigste punkt für mich:  ein streetfoto darf nicht arrangiert oder gestellt sein. es gibt einige streeter, die die leute auf der strasse fragen, ob sie sie fotografieren dürfen ... da kommen auch gute fotos bei raus >>> doch so richtig mein ding ist es nicht!?!! 4. die bearbeitung sollte "moderat" ausfallen .. lediglich in farbgebung (entsättigung), kontrasten bzw. gradiationskurven darf ein wenig nachgeholfen werden, ohne die integrität des bildes zu verfälschen. hinzufügen oder wegstempeln von elementen, extremes processing (hdr o.ä.) sind ein NOGO!

aus der serie " we are all passengers"; porto 2019

"Ich meine nicht, dass es sinnvoll wäre, die regeln zu brechen. Ich meine, dass es im Grunde gar keine Regeln gibt!" ( david duchemin; in "die seele der kamera" ... ein buch, das ich sehr empfehlen kann!

"cinderella in paris"; paris; 2019

achtsamkeit für die welt; respekt anderen gegenüber ... im grunde ist (fast) alles erlaubt: probiere es aus! warum nicht die menschen erst einmal von hinten fotografieren ... das gibt dir sicherheit & ist mit der richtigen komposition, mit dem richtigen licht sehr spannend.

die aussage, dass echte streets schwarz/weiss sein müssen ist wirklich überholt ...

warum nicht erst einmal in 16:9 fotografieren & dann einen ausschnitt croppen? why not! die zeit wird kommen, das du dir überlegst mit festbrennweite loszuziehen ... ! es gibt einige beispiele berühmter streetfotos, die es zu weltrang gebracht haben & gecroppt wurden. das ergebnis zählt!

"sophisticaded lady"; mallorca 2017

geh' auf die strasse & lass dich reaktiv treiben ( also ohne wirklichen plan ) ... bewerte nicht ... bewertung tötet kreativität. kreativität braucht offenheit, respekt, achtsamkeit & demut!

"ohne titel"; palma de mallorca; 2019

lass dir Zeit, sei geduldig und aufmerksam und du wirst sehen: die geschichten kommen zu dir.

beginne nicht damit deine bilder unmittelbar nach dem shot auf dem screen zu überprüfen!!! erstens kannst du diesen moment sowieso nicht nachholen, zweitens vergeudest du zeit & aufmerksamkeit ... prüfe deine bilder, wenn du wieder zuhause bist am rechner ( meistens sehen die bilder auf der kamera sowieso besser aus & am rechner bekommt man dann die krise!) besser noch am nächsten tag mit etwas abstand. dabei erinnerst du dich an die situationen, die du festhalten wolltest & lernst von dem schrott, den du produziert hast ... "ok; das habe ich da falsch gemacht , also das nächste mal so " !!

felanitx (spanien); 2019

sieh dir andere street bilder !!!! von den "grossen" & von gleichgesinnten an ... sei kritisch mit diesen bildern ... frag dich, ob du dies auch so gemacht hättest. nimm dir ruhig ein street, das dich anmacht & versuche komposition, stimmung, licht etc. nachzustellen ... es wird keine kopie ... es wird anders, weil du ganz andere voraussetzungen hast! das gilt ebenso für ispirationen in filmen, installationen in museen, werbejingles, musik clips etc . ... ! lass dich inspirieren, merke dir: das ist klasse & versuche das umzusetzen! recherchiere nach klassischen streetern ( z.b. vivian mayer, joel meyerowitz) oder modernen ( z.b. matt stuart, martin parr ) & versuche die bilder zu verstehen ... .

die beste kamara ist die, die du besitzt & bei dir hast!

eine neue, technisch bessere lässt dich keine besseren bilder machen ... sie bringt neue möglichkeiten doch dein bestes equipment sind deine augen & deine wahrnehmung. deshalb ist die streetphotography auch die königsdisziplin in der fotografie! ( andere fotografen mögen mir verzeihen aber es ist nunmal so!)

die meisten ergebnisse beim streeten sind schrott - das ist normal. bedauerlicherweise nimmt dies zu, je mehr erfahrung & umso kritischer du mit dir selbst bist. ein ausschuss von bis zu 95% ist normal! die gute nachricht ist: du lernst von deinen misslungenen bildern! erfolg bedeutet regelmässig streeten, streeten, streeten & nochmal streeten! allein unterwegs oder mit anderen, da ist dann austausch! das allein bringt dich weiter, doch das willst du ja sowieso, sonst wúrdest du diese zeilen nicht lesen ... da es dich gepackt hat! es gibt eine berühmte aussage eines streetfotografen:" Die ersten 10.000 bilder, die du machst, kannst du in den Müll schmeissen!" ... dies war zu analogzeiten ... umgerechnet ins digitale zeitalter bedeutet das, die ersten 100.000!!! bilder kannst du in den müll schmeissen. liest sich sehr frustrierend, ist jedoch ein zeitraum von etwa einem jahr!!, wenn du richtig unterwegs ist ... !

"saturday night"; palma de mallorca; 2018

zeig deine arbeiten anderen, um sie zu beurteilen ... sowohl von anderen streetfotografen als auch von menschen, die unbeschwert dein bild betrachten bzw. keine ahnung haben & rein intuitiv deine bilder sehen! werde mitglied in verschiedenen facebook streetphotography gruppen ... dort lernst du eine menge !

grundvoraussetzung ist ein in & auswendigkennen deiner kamera ... wenn du zeit vergeudest wegen fokussierung, blende, einstellung etc. verpasst du den entscheidenden moment! ein motiv zu sehen, die komposition zu kreieren, das licht zu beurteilen, die geschichte zu finden & im decisive moment abzudrücken: das alles in weniger als 2 sekunden! grosses kino, also keine zeit noch an der kamara rumzudoktern ... mach trockenübungen damit deine kamera dir folgt wie ein kätzchen!

ein foto von einer szene vermindert gute ergebnisse ... mach mehrere hintereinander ( warum nicht mit dem motor, falls die kamera einen hat!) in diesen momenten, bewege dich dabei & wähle später ein bestes aus ( falls nicht alle schrott sind)! denk' daran den hintergrund zu beachten ... oftmals ist die szene klasse aber der backround so unruhig, das es in den augen flimmert. versuche ihn mit einzubeziehen.

passion ist wichtig! geduld, zeit & beständigkeit helfen dir beim unterwegssein!

schlussendlich zitiere ich noch einmal david duchemin:

"Worum geht es" ist nicht das Gleiche wie "Was ist passiert?" ... soll heissen: bilde nicht nur ab, sondern erzähl mit deinen bildern eine geschichte!

vielleicht ist dir aufgefallen, dass ich ( ausser dem coverbild oben ) nur bilder ausgesucht habe, auf deren die menschen nicht zu erkennen sind ... . andere findest du auf www.jfkstreetphotography.com

herzlichst jfk

Created By
jens kruse
Appreciate

Credits:

jfk

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