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Jahresbericht 2019 Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet

Vorwort

Das Jahr 2019 stand für die Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet ganz im Zeichen des Arbeitsschwerpunktes „Qualifizierung und Bildung in der digitalen Transformation“. Verschiedene Projekte wurden in der Region begleitet, Austauschmöglichkeiten für unterschiedliche Stakeholder geschaffen und der Vertrieb der ESF-finanzierten Förderprogramme für kleinen und mittleren Unternehmen intensiviert. Nachdem 2018 für die Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet ein Wendepunkt in ihrer inhaltlichen Arbeit darstellte, vor allem bedingt durch die Neuausrichtung der regionalisierten Landesarbeitspolitik in Nordrhein-Westfalen, wurden die Arbeitsplanung und die Schwerpunktsetzung in 2019 überarbeitet und an die neuen strukturellen Vorgaben und Programme des Landes angepasst. Gemeinsam mit den arbeitspolitischen Akteuren der Region wurde für die Zusammenarbeit in den nächsten Jahren ein besonderer Fokus auf die Themen „Fachkräfte“ und „Langzeitarbeitslosigkeit“ gelegt.

Neben der Umsetzung des Ausbildungsprogramms NRW und der Intensivierung unserer Aktivitäten in den Programmen Bildungsscheck, Potentialberatung und unternehmensWert:Mensch stand im Jahr 2019 vor allem das Thema „Digitalisierung“ im Mittelpunkt. Eines unserer Ziele war die Sensibilisierung zentraler Arbeitsmarktakteure in der Region. Hier diskutierten wir beispielsweise im Rahmen der Veranstaltung „Digitalisierung braucht neue Arbeitszeiten?!“ mit Unternehmen, welche Konsequenzen eine agilere Arbeitswelt für die Arbeitszeitgestaltung in Unternehmen hat. Ebenso nahmen wir das Thema der digitalen Qualifizierung von Weiterbildungsanbietern in den Fokus und erörterten mit Stakeholdern aus dieser Branche, welche Veränderungen erwartet werden. Mit dem aus der ESF-Sozialpartnerrichtlinie gefördertem Projekt „DINE NRW: Digitale Netzwerker/-innen östliches Ruhrgebiet“ konnten zudem kleine und mittlere Unternehmen aus der Metall- und Elektroindustrie sowie dem Handwerk bei der Bewältigung der digitalen Transformation unterstützt werden.

Mit der Zustimmung des Deutschen Bundestages zum „Teilhabechancengesetz“ hieß es für uns, von einem ESF-Projekt Abschied zu nehmen, das im Rahmen des Programms "Öffentlich geförderte Beschäftigung" erfolgreich umgesetzt wurde: „Aktiv statt passiv!“. Um die hier erzielten Erfolge zu würdigen, wurden unter dem Motto "Geschafft!" fünf Kurzfilme über ehemals langzeitarbeitslose Programmteilnehmerinnen und -teilnehmer produziert, die den Weg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gemeistert haben. In einem launigen Kinoabend wurden die Filme von und mit den ehemals langzeitarbeitslosen Hauptdarstellern einem breiten Publikum vorgestellt.

Um Unternehmen in kompakter Form auf die Förderangebote Potentialberatung, Bildungsscheck und unternehmensWert:Mensch aufmerksam zu machen, wurde zudem eine Agentur mit der Erstellung von drei kurzen Erklärfilmen beauftragt. Auch wir als Regionalagentur wollen uns den digitalen Entwicklungen entsprechend präsentieren und haben, neben dem Medium Film, für den Jahresbericht 2019 ein digitales Format gewählt, um ein hohes Maß an Interaktivität zu ermöglichen.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und viel Spaß beim Schauen der Filme!

André Deutschmann, Leiter der Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet

1. Die Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet

Die Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet setzt die ESF-geförderte Landesarbeitspolitik in der Region um. Als Scharnier zwischen dem Land NRW und der Region informiert sie über Initiativen, Programme und Förderinstrumente. Sie bietet Unternehmen, Dienstleistern und Arbeitsmarktakteuren eine individuelle und zielorientierte Beratung zu den unterschiedlichen Fördermöglichkeiten. Weiterhin entwickelt sie gemeinsam mit ihren Partnern und Partnerinnen regionale Konzepte und bringt Handlungsbedarfe der Region in die Landesarbeitspolitik ein. Durch ihre Stellung als Mediatorin in der Region initiiert, moderiert und entwickelt sie regionale Netzwerke. Als gesetzte Institution des Landes NRW verschafft sie der Region den formalen Zugang zu Fördermitteln. Sie ist zudem Geschäftsstelle des Regionalen Facharbeitskreises Westfälisches Ruhrgebiet. Die Regionalagentur bildet somit einen Netzwerkknoten zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und den beteiligten Gebietskörperschaften. Getragen wird die Regionalagentur von den Wirtschaftsförderungen der Städte Dortmund und Hamm sowie des Kreises Unna.

Die Zuständigkeit der Regionalagentur Westfälischen Ruhrgebiet erstreckt sich auf die Städte Dortmund und Hamm sowie auf den Kreis Unna.

2. Das Jahr 2019 im Überblick

Mit Hilfe des Förderinstruments Potentialberatung NRW wurden 63 Unternehmen in der Region beraten. Im Rahmen von Netzwerkveranstaltungen wurden Unternehmen aus dem Westfälischen Ruhrgebiet für die verstärkte Nutzung der Potentialberatung – insbesondere im Bereich Digitalisierung – sensibilisiert und dazu motiviert, auch selbst Leistungen als Prozessberatende anzubieten.

Das Bundesprogramm unternehmensWert:Mensch richtet sich in NRW an Unternehmen unter 10 Beschäftigten. In der Region wurden insgesamt 41 Beratungen in den Programmteilen unternehmens-Wert:Mensch und unternehmensWert:Mensch plus im Jahr 2019 durchgeführt. Ziel von unternehmensWert:Mensch plus ist es, Unternehmen bei dem Digitalisierungsprozess zu unterstützen. 18 Betriebe im Westfälischen Ruhrgebiet haben 2019 von diesem Angebot Gebrauch gemacht.

Der Schwerpunkt beim Bildungsscheck liegt auf der Erhöhung der Weiterbildungsbeteiligung angesichts der Veränderungen am Arbeitsplatz und den damit verbundenen neuen Herausforderungen in den Betrieben.

Gefördert werden neben den herkömmlichen Formen der Weiterbildung auch E-Learning-Angebote oder Blended Learning sowie betriebsinterne Seminare im Bereich des betrieblichen Bildungsschecks. Im Jahr 2019 wurden 2.219 Bildungsschecks im Westfälischen Ruhrgebiet ausgegeben. Darunter waren 1.716 betriebliche Bildungsschecks. Fördermittel i. H. v. knapp 550.000 € flossen in die Region. Die Regionalagentur hat in 2019 Treffen der Bildungsscheckberater*innen durchgeführt, auf denen u. a. die regionale Budgetierung des Bildungsschecks und die Entwicklungssituation in der Region besprochen wurden.

Die Beratungen zum Förderprogramm „Beratung zur beruflichen Entwicklung“ bzw. Fachberatung Anerkennung richten sich an Personen, die in einer Umbruchsituation sind oder im Rahmen eines Anerkennungsverfahrens begleitet werden. Wie in den Vorjahren wurde die Beratung auch 2019 weiterhin stark nachgefragt. Insgesamt gab es 3.159 Beratungstermine, von denen 1.381 Termine für die Beratung genutzt wurden und sich 1.188 Termine auf die Fachberatung Anerkennung bezogen. 4.485 Beratungsstunden konnten 2019 mit einer Fördersumme i. H. v. knapp 290.000 € gefördert werden. Seit 2019 wird für die Region Westfälisches Ruhrgebiet ein finanzieller Rahmen gesetzt, der durch die Regionalagentur maßgeblich gesteuert wird.

Das Programm „Teilzeitausbildung, Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen (TEP)“ wurde im Rahmen des „Bühne frei! Center Talks“ von Radio Lippe Welle Hamm vorgestellt. Ziel des Programms ist es, junge Menschen, die Verantwortung für die Pflege oder Erziehung von Angehörigen tragen, mit einer Ausbildung in Teilzeit zu unterstützen. 2019 wurden wiederum 30 Ausbildungsplätze in der Region gefördert.

Das Ausbildungsprogramm NRW, das 2018 zum ersten Mal durchgeführt wurde, stellte 2019 wieder 1.000 zusätzliche Ausbildungsplätze bereit. Mit dem ESF-geförderten Programm wird die Ausbildungssituation für junge Menschen mit Startschwierigkeiten in benachteiligten Regionen Nordrhein-Westfalens verbessert. Teilnehmende Betriebe erhalten einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung. Zum zweiten Durchlauf wurden die Bedingungen verbessert und eine geförderte Akquisephase vorangestellt. In der Region werden aufgrund des besseren Bewerber-Stellen-Verhältnisses nur noch 84 Ausbildungsplätze gefördert. Es konnten 74 Vermittlungen im Rahmen des Programms und 39 Vermittlungen außerhalb des Programms verzeichnet werden. Am 11.09.2019 fand ein regionaler Austausch zu dem Programm statt. Der dritte Durchlauf für das Jahr 2020 fördert in der Region wieder 84 Plätze.

Die bereits im Jahr 2017 begonnenen Kurzfilme im Landesprogramm Öffentlich geförderte Beschäftigung NRW (ÖgB) wurden im Frühjahr 2018 finalisiert und am 30. Januar 2019 gemeinsam mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW in einer Premierenveranstaltung einem breiteren Publikum vorgestellt. Die Filme sind auf der Homepage der Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet abrufbar.

Die Erwerbslosenberatungsstellen und die Arbeitslosenzentren in der Region konnten ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen. Die Regionalagentur führte im Jahr 2019 ein regionales Austauschtreffen durch.

Das ESF-geförderte Modellprojekt „Lernen im digitalen Wandel - Digitale Excellence NRW“ wurde im Jahr 2019 weiterhin begleitet. Inhaltlich unterstützt das Projekt Unternehmen in der digitalen Transformation und hilft ihnen, die daraus resultierenden Herausforderungen im Dreiklang der Systeme Technik, Arbeitsmodelle und Kompetenzen zu gestalten. Die Regionalagentur koordinierte und begleitete den Ministerbesuch am 16.07.2019 zum Projekt.

Im Rahmen des Netzwerks Altenpflegeausbildung hat die Regionalagentur gemeinsam mit dem Bundesamt für Familien und zivilgesellschaftliche Aufgaben die Mitglieder des Netzwerks Altenpflegeausbildung am 11.12.2019 über die Neuerungen, die sich im Zuge der generalistischen Pflegeausbildung ergeben, informiert und die Gründung lokaler Lernortkooperationen diskutiert. Ebenso wurde am 21.02.2020, gemeinsam mit den Partnern Arbeitsagentur und Jobcenter, der Dortmunder Berufsinformationstag Altenpflegeausbildung ausgerichtet.

Am 07.11.2019 fand mit Dortmunder Bildungsdienstleistern ein Austausch im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Voneinander Lernen“ statt. Die Digitalisierung stellt die Weiterbildungsbranche gleich mehrfach vor große Herausforderungen: Es sind die eigenen Digitalisierungsbedarfe zu erkennen und zugleich neue digitale Angebote und Geschäftsfelder zu entwickeln.

3. Ausbildungsprogramm NRW

Das "Ausbildungsprogramm NRW" stellt rund 1.000 zusätzliche Ausbildungsplätze jährlich bereit. Mit dem ESF-geförderten Programm wird die Ausbildungssituation für junge Menschen mit Startschwierigkeiten in benachteiligten Regionen Nordrhein-Westfalens verbessert. Teilnehmende Betriebe erhalten einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung. Im ersten Durchgang des Programms 2018 sind für die Region Westfälisches Ruhrgebiet 120 zusätzliche Ausbildungsstellen bewilligt worden. Es ist gelungen, 60 Plätze mit geeigneten Bewerber*innen zu besetzen. Darüber hinaus konnten noch 22 Personen außerhalb des Programms in eine Ausbildungsstelle vermittelt werden. Zum zweiten Durchlauf wurden die Bedingungen verbessert und eine geförderte Akquisephase vorangestellt. In der Region werden aufgrund des besseren Bewerber-Stellen-Verhältnisses nur noch 84 Ausbildungsplätze gefördert. Es können 74 Vermittlungen im Rahmen des Programms und 39 Vermittlungen außerhalb des Programms verzeichnet werden. Ein dritter Durchlauf startet im Januar 2020. In der Region werden wieder 84 Plätze gefördert.

3.1. Blick in die Praxis: Ausbildungsprogramm NRW

Ausbildungsbetriebe suchen passende Bewerber, junge Erwachsene suchen passende Ausbildungsbetriebe - oder überhaupt erst eine überzeugende Idee für den Einstieg ins Arbeitsleben: Das „Ausbildungsprogramm NRW. Gemeinsam Chancen eröffnen“ bringt beide zusammen. Die Werkhof Projekt gGmbH vermittelt junge Menschen mit Startschwierigkeiten an Arbeitgeber, die einen zusätzlichen Ausbildungsplatz einrichten. Es gibt in Dortmund noch mehrere Firmen, die jetzt eine(n) Auszubildende(n) suchen.

Wie gut das Ausbildungsprogramm NRW funktionieren kann, zeigt etwa das Beispiel der 17-jährigen Elvita G. Bis zum Sommer 2019 drückte Elvita noch die Schulbank, machte ihren Hauptschulabschluss nach der Klasse 10 und bemühte sich nebenbei um einen Ausbildungsplatz als Verkäuferin. Dann sprach sie Ende August mit ihrer Mutter zum sogenannten Erstgespräch für die Aufnahme in das Landesprogramm im Werkhof vor. Während des Gespräches stellte sich schnell heraus, dass das Herz der jungen Frau jedoch vielmehr für den Beruf der Friseurin schlägt und sie sich bereits privat viel mit der Thematik auseinandersetzt: Geschwistern und Freunden etwa frisiert sie regelmäßig die Haare und probiert dabei gerne auch einmal aus. Dass sie in dem Bereich bislang nicht nach einer Ausbildungsstelle gesucht hat, mag u. a. daran liegen, dass Elvitas Mutter sich für ihre Tochter einen „Beruf, in dem man auch weiter kommen und gutes Geld verdienen kann“ wünscht. Schnell konnte sie davon überzeugt werden, dass dieses durchaus auch in dem Traumberuf der Tochter möglich ist und so kam der Friseur-Meisterbetrieb Kamm Back in Dortmund-Hörde ins Gespräch und – ein ganz besonderer Chef: Herr Tauber! „Ich brauche Auszubildende, die sich für den Beruf interessieren, sich mit Leidenschaft dem Handwerk widmen und vor allem zuverlässig sind“, erklärt Herr Tauber. 20 Auszubildende hat er in über 30 Jahren bereits angeleitet, acht von ihnen haben dabei ihre Ausbildung sogar mit Auszeichnung bestanden. Seine letzten Worte betont er dabei bewusst, denn: Seine Erfahrung mit Praktikanten war in diesem Jahr bisher wenig positiv. Nach dem kurzfristig vereinbarten Probearbeitstag stand für den Betrieb schnell fest: Sie wird es! Die tolle Neuigkeit erreichte die Sozialpädagogin und Beauftragte des Programms umgehend per Telefon: „Ich kann dort meine Ausbildung beginnen! Danke, dass Sie mir das durch das Ausbildungsprogramm ermöglicht haben“, sagte Elvita , überglücklich mit Kamm Back einen Betrieb gefunden zu haben, in dem sie sich direkt wohlfühlte. Seit September fährt Elvita nun jeden Tag mit Bus und Bahn zum Betrieb und zur Berufsschule. Die längere Fahrtzeit nimmt sie dabei gerne in Kauf, denn nun kann sie genau das verfolgen, was sie tief im Innern immer machen wollte: Friseurin werden.

Neben Elvita haben bereits 13 weitere Teilnehmer*innen im Rahmen des Ausbildungsprogramms eine Ausbildung begonnen. Diese Chance kann das Programm noch weiteren Jugendlichen bieten. So suchen Betriebe noch u.a. angehende Kaufleute für den Einzelhandel bzw. Verkäufer, Kaufleute für Büromanagement, Medizinische Fachangestellte oder aber Fachinformatiker. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen finanziert in Regionen mit einer ungünstigen Ausbildungsmarktlage 1.000 zusätzliche Ausbildungsplätze. Während in einigen Regionen ein Überangebot an Ausbildungsstellen besteht, liegt das Angebot in anderen Regionen – auch im Kreis Dortmund – deutlich unter der Ausbildungsplatznachfrage. Genau hier setzt das „Ausbildungsprogramm NRW. Gemeinsam Chancen eröffnen" an, ins Leben gerufen und gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW und dem Europäischen Sozialfonds.

Weitere Informationen: https://www.mags.nrw/ausbildungsprogramm-nrw

4. Teilzeitberufsausbildung: „Bühne frei! Center Talk“: Mit der Teilzeitausbildung zurück in den Job

Damit auch jungen Menschen, die Verantwortung für die Erziehung oder Pflege von Angehörigen tragen, der Übergang in eine Berufsausbildung gelingen kann, hat das Land das Programm „Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“ (TEP) aufgelegt. Finanziert wird das Programm mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Das Programm wird im Westfälischen Ruhrgebiet durch die Träger dobeq GmbH, Kolping Berufsförderungswerk Westfalen und IN VIA Unna e.V. umgesetzt. Eine qualifizierte Berufsausbildung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Integration in den Arbeitsmarkt. Vor allem junge Menschen mit Familienverantwortung haben es aber oftmals besonders schwer, ihren Wunsch nach einer Berufsausbildung zu realisieren. In dieser Situation bietet eine Ausbildung in Teilzeit Müttern und Vätern neue Wege, um erfolgreich in den Beruf einzusteigen. Die Ausbildungsform eröffnet auch Unternehmen die Chance, dem wachsenden Fachkräftebedarf zu begegnen und Auszubildende zu gewinnen. Am 16.3.2019 stellte Corina Mader von der Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet das Programm im Rahmen des „Bühne frei! Center Talks“ von Radio Lippe Welle Hamm vor. Mit dabei waren auch Hannah Carl und Miriam Beier vom Kolping Berufsförderungswerk. Im Gespräch mit Moderatorin Jenny Heimann berichteten Sie, welche Vorteile das Programm „Teilzeitberufsausbildung“ sowohl für Unternehmen als auch für Auszubildende hat.

Hier geht´s zum Podcast der Sendung: https://regionalagentur-wr.nrw/buehne-frei-center-talk-mit-der-teilzeitausbildung-zurueck-in-den-job/

4.1 Blick in die Praxis: Teilzeitberufsausbildung: „Einstieg begleiten - Perspektiven öffnen (TEP)“ in Dortmund

In Dortmund wird das Programm „Einstieg begleiten - Perspektiven öffnen (TEP)“ durch den Träger dobeq GmbH umgesetzt. Im Interview schildert Volker Stumpf-Exner, bei der dobeq verantwortlich für die Steuerung des Förderprogramms, die Dortmunder Erfahrungen in den letzten Jahren.

  • Herr Stumpf-Exner, was versteht man unter Teilzeitausbildung?

Seit dem Jahr 2005 sieht das Berufsbildungsgesetz vor, dass eine Ausbildung auch in Teilzeit absolviert werden kann. In der Praxis sieht es entweder so aus, dass Arbeitszeit und Berufsschulunterricht mindestens 25 Wochenstunden bzw. 75 Prozent der wöchentlichen Arbeitszeit bei gleich-bleibender Gesamtausbildungsdauer umfassen. Oder die Ausbildungszeit wird um ein Jahr verlängert und die Arbeitszeit beträgt mindestens 20 Wochenstunden. Die Berufsschulzeit wird in jedem Falle in Vollzeit abgeleistet und die Ausbildungsvergütung kann entsprechend der vereinbarten Arbeitszeit angepasst werden. So haben die Auszubildenden in Teilzeit genügend Zeit, sich um ihre Familie zu kümmern und zugleich kann ihr Start ins Berufsleben durch eine qualifizierte Ausbildung umgesetzt werden. Damit der Übergang in Teilzeitausbildung gelingen kann, hat das Land NRW das Programm "Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen" (TEP) aufgelegt. Finanziert wird das Programm mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

  • Was ist das Ziel der Teilzeitberufsausbildung?

Die Teilzeitberufsausbildung bietet gerade alleinerziehenden jungen Müttern oder Vätern die Möglichkeit, bereits begonnene Ausbildungen abzuschließen oder eine Ausbildung auch bei Betreuung oder Pflege eines Familienangehörigen zu beginnen. Eine Teilzeitberufsausbildung kann helfen, Kinderbetreuung/Pflege und Ausbildung miteinander zu vereinbaren. Junge Menschen mit Familienverantwortung haben dadurch die Chance auf eine qualifizierte Berufsausbildung und ebenso genügend Zeit, sich um ihre Familie zu kümmern. Der Ausbildungsbeginn ist vom Alter der Auszubildenden unabhängig, unsere Teilnehmerinnen sind zwischen Anfang 20 und Anfang 40 Jahre alt. In der Regel ist es natürlich die Erstausbildung, welche die Teilnehmerinnen in Teilzeit absolvieren. Wir hatten in den letzten Jahren aber immer wieder auch Berufsumsteigerinnen, die den Schritt hin zu einer zweiten Ausbildung gewagt haben. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales stellt im Rahmen des Projektes „Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“. TEP Unternehmen und Ausbildungsplatzsuchenden eine begleitende Beratungsstruktur an die Seite. Unternehmen profitieren von dem Projekt dadurch, dass sie unterstützt werden, für ihren Bedarf eine geeignete und vor allem engagierte Auszubildende zu finden. In den ersten 6 – 8 Monaten der Ausbildung haben die Unternehmen die Möglichkeit, gemeinsam mit uns als Träger die Rahmenbedingungen der Teilzeitausbildung individuell zu optimieren. Leider können wir nur 10 Teilnehmerinnen oder Teilnehmer in das Programm in Dortmund aufnehmen.

  • Welche Berufe können ausgebildet werden?

Generell können alle Berufsausbildungen im Rahmen der Teilzeitausbildung absolviert werden. Allerdings gibt es natürlich Berufe, die sich aufgrund der relativ starren Arbeitszeiten weniger für eine Ausbildung in Teilzeit eignen, als andere. Beispielsweise sind die Arbeits- und Öffnungszeiten von Modediscountern, 10.00 Uhr – 18.00 Uhr, in der Praxis eher schwer mit der Kinderbetreuung zu vereinbaren. In den vergangenen 10 Jahren haben wir die Erfahrung gemacht, dass ungefähr ein Drittel aller Ausbildungsverträge in Teilzeit im Bereich Altenpflege geschlossen wird. Auch im Bereich Büromanagement verzeichnen wir viele Abschlüsse und auch die eine oder andere Verwaltungsfachangestellte findet sich unter unseren Teilnehmerinnen. Der Einzelhandel ist, aufgrund der oben genannten Problematik, eher schwächer vertreten.

  • Aus welchem Personenkreis rekrutieren sich die Teilnehmenden?

Allen Teilnehmerinnen gemein ist natürlich, dass sie die Herausforderung Kindererziehung und Berufsausbildung unter einen Hut bringen müssen. Alle haben mindestens ein Kind unter 14 Jahren. Häufig werden sie durch Mund-zu-Mund-Propaganda auf das Programm aufmerksam, gezielte Zuweisungen durch Jobcenter oder Agentur für Arbeit gibt es nicht. Ebenso halten die Schulsozialarbeiter*innen an den Berufsschulen Augen und Ohren offen.

  • Wie läuft das Programm bei der dobeq ab? Welche Betreuung erhalten die Teilnehmerinnen?

Wenn mögliche Kandidatinnen zu uns kommen, fragen wir in einem Erstberatungsgespräch ab, ob konkrete Berufswünsche vorliegen oder ob noch eine Berufsfindungsphase zwischengeschaltet werden muss. Gemeinsam mit unseren Sozialpädagogen schauen wir dann, ob die Kinderbetreuung zum gewünschten Ausbildungsberuf passt. Natürlich muss da immer auch Erwartungsmanagement betrieben werden. Wir unterstützen die Teilnehmerinnen dann beispielsweise bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen und vermitteln ihnen berufsrelevante Kompetenzen, beispielsweise im Umgang mit Computern. Währenddessen erfolgt die Bewerbung bei den „Wunschfirmen“. Wir haben in Dortmund ein kleines aber belastbares Netzwerk von Arbeitgebern, die in Teilzeit ausbilden, meist in kaufmännischen oder pflegerischen Berufen. Schwierig ist es für uns, im Handwerk einen Fuß in die Tür zu bekommen. Hier sind bisher nur ganz wenige Unternehmen bereit, in Teilzeit auszubilden.

  • Wie hoch ist die Abbruchquote?

Die Abbruchquote ist bei uns sehr niedrig. In den vergangenen 10 Jahren hatten wir nur vier bis fünf Fälle, in denen die von uns begleitete Teilzeitausbildung abgebrochen wurde. Zumeist, weil die Teilnehmerinnen wieder schwanger wurden. Sollte die Ausbildung nach einer Auszeit wieder aufgenommen werden, ist es übrigens möglich, sich bereits absolvierte Ausbildungsinhalte anerkennen zu lassen.

  • Mit welchen Argumenten können Sie Unternehmen eine Ausbildung in Teilzeit schmackhaft machen?

Unsere Teilnehmerinnen sind auf jeden Fall disziplinierter, verantwortungsbewusster und organisierter als andere Auszubildende im gleichen Alter. Hier kommt bei vielen natürlich die frühe Verantwortung für das eigene Kind zum Tragen. Das bekommen wir immer wieder von den Unternehmen gespiegelt, das Feedback ist zu 90 Prozent positiv. Die Fehlzeiten unterscheiden sich nicht von denen „normaler“ Azubis. Auch dauert die Teilzeitausbildung in der Praxis meist nicht länger als die reguläre Ausbildung und die Berufsschulbildung bleibt im vollen Umfang erhalten. Entsprechend hoch sind natürlich die Übernahmequoten in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Ein weiterer Vorteil für Betriebe ist natürlich auch, dass wir bei Problemen als Ansprechpartner bereit stehen und intervenieren können. Wir versuchen immer, individuelle Lösungen zu finden, mit dem Ziel, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden. In Sachen Kinderbetreuung können wir da glücklicherweise auf die Strukturen der AWO zurückgreifen. Eines der Hauptprobleme sind die Öffnungszeiten von Kitas und die Unterrichtszeiten der Berufsschulen. Oftmals liegt zwischen Öffnung der Kita und Unterrichtsstart in der Berufsschule nicht genügend Zeit, um beispielsweise das Kind in Westerfilde in die Kita zu bringen und dann pünktlich zur ersten Stunde in der Berufsschule in der Innenstadt zu sein. Wer hier nicht auf ein belast-bares familiäres Netzwerk zurückgreifen kann, steht erstmal vor Schwierigkeiten. In den Berufsschulen ist es uns inzwischen gelungen, ein Verständnis für Teilzeitauszubildende zu schaffen. Somit gilt ihr Fehlen nicht mehr als unentschuldigt, sollte es einmal zu Problemen bei der Kinderbetreuung kommen.

  • Was läuft aus Ihrer Sicht gut im Programm TEP?

Richtig gut ist die Flexibilisierung der Startzeiten. Inzwischen ist ein Einstieg in das Programm für die Teilnehmerinnen zu jedem Zeitpunkt möglich. Das hat einiges entzerrt und die Attraktivität gesteigert.

  • Und was muss besser laufen?

Wünschenswert ist vor allem ein größeres Netzwerk an Unternehmen. Ab und an trifft man doch noch auf Vorurteile gegenüber Teilzeitauszubildenden. Ebenso wäre es wünschenswert, wenn einige Kammern mehr zeitliche Flexibilität im Ausbildungsrahmen zulassen könnten. Auch könnte das Programm natürlich noch bekannter sein, aber das ist ja eine Herausforderung, vor der viele Förderprojekte stehen.

Weitere Informationen: https://www.mags.nrw/teilzeitberufsausbildung

5. Blick in die Praxis: Verbundausbildung: Besser gemeinsam

Die Regionalagentur, die im Kreis Unna unter dem Dach der Wirtschaftsförderung Kreis Unna agiert, setzt Förderprogramme des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen um, entwickelt zusammen mit Trägern neue Projektideen und koordiniert regionale Netzwerke mit arbeitsmarktpolitischem Schwerpunkt. Dazu gehört auch die Verbundausbildung, die neue Lehrstellen schaffen kann, nicht selten die Ausbildungsqualität verbessert und den dringend benötigten Fachkräftenachwuchs der Betriebe sichert. Besonders prekär ist die Situation im Gastronomiebereich. Ob Koch, Servicekraft oder im Management – Nachwuchs wird hier dringend gesucht. Auch das Ringhotel Katharinenhof und die Lindenbrauerei mit der Kulturkneipe Schalander sind von dieser Problematik betroffen. Seit 2008 bildet die Lindenbrauerei daher auch über den eigenen Bedarf aus, unter anderem Gastronomiefachkräfte in Kooperation mit dem Ringhotel Katharinenhof. Die Zusammenarbeit mit dem Ringhotel ist dabei eine ideale Ergänzung. „Wir können hier im Schalander vor allem im Bereich Service, einfache Küche und im Rahmen von eher lockeren Veranstaltungen unseren Lehrlingen etwas beibringen, festliche Bankette und gehobene Küche sind dagegen nicht so unsere Sache“, schmunzelt Regina Ranft, Geschäftsführerin der Lindenbrauerei. Diese werden durch das Vier-Sterne-Hotel Katharinenhof ergänzt. Auch Hoteldirektor Marc Lobert weiß die Vorteile der Verbundausbildung sehr zu schätzen: „Wir haben in der Vergangenheit mit verschiedenen Institutionen Partnerschaften im Bereich der Nachwuchsförderung gebildet und überwiegend sehr gute Erfahrungen gemacht. Der ein oder andere, der über so eine Verbundausbildung zu uns gekommen ist, ist noch heute in Küche, Service oder Rezeption ein Teil unseres Teams.“ Dabei sieht er die Unternehmen in Sachen Ausbildung in der Pflicht: „Ich denke, dass wir den jungen Menschen gegenüber eine Verpflichtung haben. Wir können nicht alle immer nur klagen, dass immer weniger junge Menschen den Weg in die Dienstleistungsberufe oder in das Handwerk finden und dann nicht alle Ressourcen nutzen.“

Zurzeit absolvieren Saikou Diallo und Taimoor Hussein ihre Verbundausbildung zur Gastronomiefachkraft mit Schwerpunkt Küche in der Lindenbrauerei. „Saikou kam mit der Werkstatt Unna zu unserer syrischen Woche und half in der Küche mit. Da hat er wohl seine Berufung gefunden“, freut sich Regina Ranft. „Die Arbeit hier hat mir so gut gefallen, dass mir die Werkstatt geraten hat, Frau Ranft einfach nach einer Ausbildung zu fragen“, erinnert sich Saikou Diallo. Nach einem Einstiegsqualifizierungsjahr für Geflüchtete absolviert der junge Guineer gemeinsam mit seinem pakistanischen Kollegen Taimoor jetzt bereits sein zweites Ausbildungsjahr und pendelt dabei im Rahmen seiner Verbundausbildung zwischen Lindenbrauerei und Hotel Katharinenhof. Davon abgesehen läuft die Ausbildung wie jede andere Ausbildung auch ab. Zur praktischen Ausbildung im Betrieb kommt die schulische Ausbildung an der Berufsschule dazu, es wird auch die allgemein übliche Ausbildungsvergütung gezahlt. Das Arbeitsministerium NRW unterstützt Unternehmen mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds bei der Ausbildung im Verbundmodell. In kleinen und mittleren Unternehmen, die ohne den Ausbildungsverbund nicht ausbilden dürften, wird die Ausbildungsvergütung mit einmalig bis zu 4.500 Euro pro Ausbildungsplatz gefördert.

Weitere Informationen: https://www.mags.nrw/verbundausbildung

6. Förderprogramm Potentialberatung

Mit Hilfe des Förderinstrumentes Potentialberatung NRW (Zielgruppe: Unternehmen zwischen zehn und 250 Beschäftigten) wurden in der Region 63 Unternehmen beraten. Im Jahr 2019 hatten 23 Betriebe weniger als zehn Beschäftigte und 28 zwischen zehn und 49 Mitarbeitende. Im Schnitt nahm jedes Unternehmen neun Beratungstage in Anspruch. Insgesamt wurden Fördermittel in Höhe von knapp 150.000 Euro bewilligt. Die Spannbreite der erstberatenen Unternehmen reicht vom Bauunternehmen über Steuerberatungen und Handwerksunternehmen bis hin zu kirchlichen Organisationen.

Der Schwerpunkt der Beratungen lag, wie in den letzten Jahren, vor allem auf den Feldern Arbeitsorganisation, wobei sich der Trend hin zum Thema Digitalisierung fortsetzt. Im Zuge des Reorganisationsprozesses der Wirtschaftsförderung Dortmund begreift sich die Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet zukünftig verstärkt als agile Netzwerkerin. Damit einher geht eine konsequentere und aktivere Vermarktung der Produkte und der Förderprogramme. So wurden beispielsweise Unternehmen aus diversen Branchennetzwerken für die verstärkte Nutzung der Potentialberatung – insbesondere im Bereich Digitalisierung –sensibilisiert und dazu motiviert, auch selbst Leistungen als Prozessberatende anzubieten.

Der Film "Wettbewerbsfähig bleiben mit der Potentialberatung" zeigt, wie Unternehmen das Förderinstrument Potentialberatung zur betrieblichen Modernisierung nutzen können.

Weitere Informationen: https://www.mags.nrw/potentialberatung

6.1 MGG Experience Talk: ESF-Förderung und betriebliches Gesundheitsmanagement verknüpfen

BGM in der Praxis

Die „Meine Gesundheit-Genossenschaft (MGG)“ veranstaltete am 16.12.2019 gemeinsam mit der Regionalagentur im TechnologieZentrumDortmund den 2. MGG Experience Talk. Neben konkreten Beispielen für die erfolgreiche Umsetzung eines BGMs aus der Unternehmenspraxis interessierten sich die über 50 teilnehmenden KMU vor allem für die Fördermöglichkeiten, die ihnen die ESF-Programme „Potentialberatung“ und „unternehmensWert:Mensch“ bieten.

Jan Bohrke, Projektmanager bei der Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet, stellte den Teilnehmenden die Förderprogramme im Detail vor. „Mit beiden ESF-Programmen haben KMU die Möglichkeit, sich professionelle Beratung zur Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements ins Haus zu holen“, erklärt er. „Die relativ geringen Eigenanteile und die gute Beratungsqualität durch für das Handlungsfeld „Gesundheit“ akkreditierte Berater bieten für Unternehmen einen starken Anreiz, sich mit dem Thema BGM zu beschäftigen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für einen gesunden Arbeitsalltag zu sensibilisieren.“Begleitet wurde der 2. MGG Experience Talk durch den Sportwissenschaftler Christof Weselek, Ressortleiter Erwachsenensport beim SV Bayer Wuppertal. Er gab einen fachlich fundierten Einblick in das Angebotsspektrum, das Unternehmen im Thema BGM zur Verfügung steht. Ebenso zeigte er den Anwesenden, wie sie sich selbst und in eigener Verantwortung mit kleinen Übungen im Arbeitsalltag fit halten können.

7. Förderprogramm unternehmensWert:Mensch

Das ESF-Programm unternehmensWert:Mensch wird seit 2015 erfolgreich durch die Regionalagenturen in Nordrhein-Westfalen umgesetzt. Konkret unterstützt das Programm Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten. Die Unternehmen können sich die Beratung durch einen im Programm akkreditierten Unternehmensberater*in in einem Umfang von bis zu zehn Tagen fördern lassen. Hierbei werden 80 Prozent der Aufwendungen, maximal 8000 Euro, durch das Bundesverwaltungsamt erstattet. Im Jahr 2019 wurden im Westfälischen Ruhrgebiet insgesamt 41 Unternehmen beraten. Die Anzahl der Beratungen im Programmzweig unternehmensWertMensch plus sind weiterhin gestiegen. 18 Unternehmen wurden 2019 bei der Umsetzung von personalpolitischen und arbeitsorganisatorischen Innovationsprozessen gefördert.

Der Kurzfilm „unternehmensWert:Mensch - Gut beraten in die Zukunft“ fasst die Rahmenbedingungen für die Förderung in kompakter Form zusammen.

Weitere Informationen: https://www.unternehmens-wert-mensch.de

7.1. Blick in die ESF-Praxis: Das Förderprogramm unternehmensWert:Mensch in Dortmund

Stephan Brenk, Geschäftsführer der Dortmunder DMA GmbH, hat das Förderprogramm unterneh-mensWert:Mensch genutzt, um sein Unternehmen breiter aufzustellen und für die Herausforderungen der Digitalisierung zu wappnen. Im Interview mit der Regionalagentur geben er und seine Unternehmensberaterin Heidi Nickel einen Einblick in den Beratungsprozess und die Ergebnisse.

  • Herr Brenk, was sind die Hauptgeschäftsfelder Ihres Unternehmens?

Stephan Brenk: Die DMA GmbH ist seit 2004 am Markt und ist ein Beratungshaus für den Mittelstand mit vernetzten IT- und Agenturdienstleistungen. Unsere Kunden erhalten bei uns aus einer Hand alles, was man benötigt, um seine Marke am Markt sichtbar zu machen. Wir vollziehen mit den Kunden einen zielorientierten Beratungsprozess, der effiziente Lösungen für kommunikative Herausforderungen im Zeitalter der Digitalisierung bietet. So entstehen im Nachgang messbare Mehrwerte, die unsere Kunden in der Außendarstellung ihrer Unternehmen entscheidend nach vorne bringen.

  • Vor welchen Herausforderungen standen Sie bei der Erstberatung?

Stephan Brenk: Die Beschreibung unseres Unternehmens, die ich oben gemacht habe, hätte ich noch vor eineinhalb Jahren in dieser Klarheit nicht machen können. Das, was wir für unsere Kunden jeden Tag tun, nämlich den Blick von außen liefern, waren wir nicht in der Lage für uns selbst zu tun. Ich vergleiche das immer mit einem Zahnarzt. Der kann sich auch schlecht selbst versorgen, egal wie gut er ist. So ging es uns auch. Uns war nicht klar, dass das, was wir täglich tun, etwas Besonderes ist. Wir dachten immer, das machen alle so. Fakt ist aber, dass unsere Expertise in Form von Beratungs- und Prozesskompetenz der Ausgangspunkt für alles weitere ist, was wir tun. Und das ist tatsächlich selten. Im Rahmen der fundierten Beratung durch Heidi Nickel von der WIECON AG haben wir diese Stärken erkannt und strategisch weiter ausgebaut. Daneben war es für unser Unternehmen wichtig, uns breiter aufzustellen, um eine bedingungslose Abhängigkeit von „dem einen Großkunden“ zu reduzieren. Denn wir haben in unserer Unternehmensgeschichte gelernt: Wenn der Großkunde erkältet ist und einmal niest, bekommen wir als Dienstleister eine Lungenentzündung. Da geht es dann natürlich auch ganz schnell auch um Arbeitsplätze und letztendlich ums Überleben des Unternehmens.

  • Frau Nickel, welche Herausforderungen haben Sie als Beraterin erkannt?

Heidi Nickel: Zu Beginn einer Beratung steht man natürlich immer vor der Frage: „Was lässt das Unternehmen überhaupt zu?“ Hat man hierfür ein Gefühl entwickelt, gilt es natürlich, die Beschäftigten für den Veränderungsprozess zu gewinnen und gemeinsam mögliche Startpunkte zu identifizieren. Bei DMA bin ich hier in allen Punkten auf große Offenheit gestoßen.

  • Wie lief die Prozessberatung im Programm unternehmensWert:Mensch ab?

Stephan Brenk: Das Tolle an dem Programm „unternehmensWert:Mensch“ ist, dass nicht nur der Unternehmer selbst beraten wird, sondern auch das Team nicht außen vor bleibt. Vielmehr werden das Know-how und die Impulse aller Mitarbeiter im Beratungsprozess genutzt. So wird das Team im Rahmen von Workshops integraler Bestandteil der erarbeiteten Inhalte. Der Vorteil liegt hier klar auf der Hand: Wenn ich aus dem Management von oben herab den großen Wandel proklamiere, entstehen immer Reibungsverluste im Rahmen der Akzeptanz innerhalb der Belegschaft. Wenn aber die Impulse direkt von den Beschäftigten kommen, haben Sie dieses Problem nicht. Viel wichtiger ist aber, dass die Mitarbeiter das Unternehmen viel besser kennen, als man es gemeinhin als Unternehmer glaubt. Es wäre schlichtweg dumm, dieses Potenzial nicht zu nutzen. Kurzum: Das Programm ist größtenteils selbsterklärend, die Beschäftigten stehen im Mittelpunkt und aufgrund der Vielseitigkeit der Beratungsinhalte kann sich eigentlich jedes Unternehmen im Programm wiederfinden. Das Ergebnis unserer Prozessberatung lässt sich auf eine einfache Formel bringen: Wir machen nichts mehr, was uns keinen Mehrwert und keine Liquidität bringt.

Heidi Nickel: Ein Erfolgsfaktor für die Prozessberatung ist, immer den Fokus auf einem Thema zu behalten, auch wenn natürlich alle während eines Beratungsprozesses an der Geschäftsführung „herumzerren“. Wenn man sich nicht fokussiert, macht man am Ende fünf Sachen halb und keine richtig. Mir geht es darum, das Richtige mit den Richtigen richtig zu machen! Die eigentliche Fleißarbeit erfolgt ja erst nach dem Abschluss der Prozessberatung, wenn die gewonnenen Erkenntnisse implementiert und in die Praxis umgesetzt werden müssen.

  • Wie konnten die Beschäftigten ihr Know-How einbringen?

Stephan Brenk: Das ist eine einfache Frage und doch schwer zu beantworten, weil der Prozess so organisch läuft. Alle Ergebnisse, die wir nun haben, hätte ich ohne mein Team nicht in der Klarheit und Qualität. Den einen großen Aha-Moment habe ich da nicht mehr im Kopf. Obwohl, vielleicht doch: Wir waren auf der Suche nach einer klaren und doch werblichen Formulierung für das, was wir tun. Wir machen die Expertise unserer Kunden am Markt sichtbar. Viele Unternehmen, auch und vor allem etablierte, machen den Fehler, sich im Rahmen der Digitalisierung ausschließlich um ihre IT-Systeme zu kümmern. Viele vergessen schlichtweg, das, was sie tun, auch im digitalen Kosmos nach außen darzustellen. Wir reden in diesem Zusammenhang immer von den Hidden Champions. Nun stelle ich Ihnen die Frage: Was nützt es mir, wenn ich in einer Sparte das beste Produkt am Markt habe und glaube, ich brauche keine Marke und Außendarstellung? Richtig, ich werde mangels Resilienz spätestens bei der Generation baden gehen, für die ein Unternehmen ohne digitale Sichtbarkeit schlichtweg nicht existiert. Unsere Mission ist es, Expertise sichtbar zu machen. Wir sitzen da also und sinnieren darüber, wie man das nun formuliert und eine Kollegin aus unserem Kreativ-Team haut plötzlich den Spruch raus: „Im Grunde machen wir ja das Unsichtbare sichtbar“. Das war so einfach und so auf den Punkt, genial im ursprünglichsten Sinn des Wortes, das wir diese Formulierung zum Dreh- und Angelpunkt unserer eigenen Unternehmenskommunikation bei der DMA GmbH gemacht haben. Und solcher Momente gab es viele.

Heidi Nickel: Wichtig ist, von Anfang an ein Vertrauensverhältnis zu den Beschäftigten aufzubauen. Tiefeninterviews mit den Beschäftigten können beispielsweise ein guter Einstieg sein. Nur so kann man eine solide Grundlage schaffen, auf deren Basis man dann später Prozesse gestalten kann. Trotz aller Fokussierung auf eine stärkere Profitabilität müssen wir natürlich alle Beschäftigten mitnehmen und auch immer Schnittstellen zu anderen Themen, beispielsweise dem Gesundheitsmanagement, im Auge behalten. Teilweise spricht man in der Beratung natürlich auch sensible Themen an. Beispiels-weise muss auch einmal zugegeben werden, dass Beschäftigte aufgrund der Arbeitsbelastung überlastet sind. Hier gilt es, Stärken zu stärken und Schwächen abzumildern.

  • Wie beurteilen Sie die Zweckmäßigkeit des Förderprogramms uWM (plus) für kleine und mittlere Unternehmen?

Stephan Brenk: Es ist ein perfektes Instrument, um die eigenen Potenziale – und vor allem die der Beschäftigten – für einen Wechsel in der Unternehmenskultur einzusetzen. Wichtig ist hier eben immer, dass man um solche Fördermöglichkeiten überhaupt weiß. Hier muss noch an der – das sei mir hier erlaubt – Sichtbarkeit gearbeitet werden. Vom Inhalt des Programms bin ich schlichtweg begeistert. Das hängt aber auch sicher immer mit dem beratenden Unternehmen zusammen. Hier hatten wir Glück, dass wir mit Heidi Nickel arbeiten durften. Ich kann nur jedem Unternehmen raten, dieses Angebot für sich zu nutzen. Klar muss man für die Prozessberatung auch eigene Ressourcen, beispielsweise in Form der Arbeitszeit der Beschäftigten, einbringen. Aber um das Abzufedern, gibt es die Unterstützung aus dem Europäischen Sozialfonds. Hierzu passt ein Sprichwort von Abraham Lincoln: „Wenn ich acht Stunden Zeit hätte um einen Baum zu fällen, würde ich sechs Stunden die Axt schleifen.“ Wenn man den Mut zur Veränderung aufbringt und den Weg dahin gemeinsam mit einem guten Berater und Unterstützung der Wirtschaftsförderung und des Landes NRW gehen darf, sollte man diese Chance unbedingt nutzen! Und auch der notwendige „Papierkram“ ist überschaubar und lässt sich dank der Beratung durch die Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet problemlos bewältigen.

  • Würden Sie wieder eine geförderte Beratung in Anspruch nehmen?

Stephan Brenk: Wann geht’s los? Nein, Spaß beiseite, das Programm bietet einen guten Mix aus guter Beratung, attraktiver Förderung und überschaubarem Aufwand, gerade für kleine und mittlere Unternehmen.

8. Förderprogramme zur Qualifizierung - Bildungsscheck und Beratung zur beruflichen Entwicklung/Fachberatung Anerkennung

Mit dem Bildungsscheck unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung. Um die neuen Anforderungen einer sich rapide wandelnden Arbeitswelt bewältigen zu können, stehen jährlich bis zu 15 Mio. Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds bereit. Förderfähig sind neben den traditionellen Formen der Weiterbildung, E-Learning-/ Blended-Learning-Angebote sowie Inhouse-Seminare im Bereich des betrieblichen Bildungsschecks. Pro Betrieb können bis zu zehn Bildungsschecks pro Jahr in Anspruch genommen werden. Im individuellen Bildungsscheck können Selbständige, die unter die Einkommensgrenze fallen, einen Bildungsscheck erhalten. Der individuelle Bildungsscheck kann von Beschäftigten generell einmal pro Jahr beantragt und zur Weiterbildung eingesetzt werden.

Im Jahr 2019 wurden 2.219 Bildungsschecks im Westfälischen Ruhrgebiet ausgegeben. Darunter waren 1.716 betriebliche Bildungsschecks. Fördermittel i. H. v. knapp 550.000 € wurden für die Region bewilligt. Die Regionalagentur hat in 2019 Treffen der Bildungsscheckberater*innen durchgeführt, auf denen u. a. die regionale Budgetierung des Bildungsschecks und die Entwicklungssituation in der Region besprochen wurden.

Der Film der Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet zeigt Unternehmen auf kompakte Art und Weise, wie sie den Bildungsscheck im betrieblichen Zugang zur Weiterbildung ihrer Beschäftigten nutzen können.

Die Beratungen zum Förderprogramm „Beratung zur beruflichen Entwicklung“ richten sich an Personen, die in einer Umbruchsituation sind. Wie in den Vorjahren wurde die Beratung auch 2019 weiterhin stark nachgefragt. Insgesamt gab es 3.159 Beratungstermine, von denen 1.381 Termine für die Beratung genutzt wurden und 1.188 Termine sich auf die Fachberatung Anerkennung bezogen. 4.485 Beratungsstunden konnten 2019 mit einer Fördersumme i. H. v. knapp 290.000 € gefördert werden.

Die Beratungen hatten eine berufliche Neuorientierung oder einen Berufswechsel zum Anlass. Eine berufliche Verbesserung, eine berufliche Weiterbildung oder eine Berufsausbildung oder Studium waren der Grund für die Beratung. Nur 13 % haben den beruflichen Wiedereinstieg vorbereitet.

Im Rahmen der Fachberatung Anerkennung wurde zu fast 90 % das Anerkennungsverfahren vorbereitet und begleitet. Nach Abschluss der Fachberatung war überwiegend die Antragstellung zur Anerkennung oder die Bewertung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen bei der zuständigen Stelle erreicht worden.

Weitere Informationen: https://www.mags.nrw/bildungsscheck

9. Digitalisierung: „DINE NRW: Digitale Netzwerker/-innen Östliches Ruhrgebiet“

Das im Rahmen der ESF-Sozialpartnerrichtlinie geförderte Projekt „DINE NRW“ unterstützt kleine und mittlere Unternehmen aus der Metall- und Elektroindustrie sowie dem Handwerk bei der Bewältigung der digitalen Transformation. Im Interview schildert das DINE-Projektteam, bestehend aus Andreas Franke (Projektleitung, mpool Consulting GmbH), Martin Hilbig (Organisations- und Personalentwicklung), Dr. Marcel Beller (Unternehmerverbände Dortmund) und Hans Jürgen Meier (ehem. IG Metall), welche Ziele das Projekt verfolgt und wo kleine und mittlere Unternehmen mit der Digitalisierung starten sollten.

  • Ist die Digitalisierung für kleine und mittlere Unternehmen, gerade aus den Bereichen Industrie und Handwerk, Herausforderung, Chance oder beides zugleich?

Andreas Franke: Die Digitalisierung ist Herausforderung und Chance zugleich. Viele Mittelständler zögern in der Initiierung der Digitalisierung trotz der Chancen, insbesondere im Bereich der Produktivitätssteigerung. Sie stehen vor dem komplexen Thema Digitalisierung und finden häufig keinen Ansatzpunkt. Hier gilt es, den „Elefant in Scheiben zu schneiden“ und schrittweise vorzugehen, und nicht, den gesamten digitalen Wandel in einem großen Projekt bewältigen zu wollen. Ebenso wissen viele Unternehmen gar nicht um die bestehenden Fördermöglichkeiten im Bereich Digitalisierung. Sie sehen oftmals sprichwörtlich „den Wald vor lauter Bäumen nicht“. Auch sind viele Unternehmen natürlich aktuell noch gut ausgelastet und sehen wenig Bedarf für Veränderung und vertagen diese. Die Verschleppung von Entscheidungen aufgrund mangelnder Kenntnis und Bereitschaft stellt aber ein großes Risiko für kleine und mittlere Unternehmen dar. Denn die Geschäftsmodelle verändern sich gerade rasant.

  • Wo oder wie sollen Unternehmen mit dem Thema „Digitalisierung“ starten?

Hans Jürgen Meier: Die wahrscheinlich wichtigsten Ansatzpunkte für die Bewältigung digitaler Veränderungsprozesse sind die Kompetenzen der eigenen Beschäftigten. Zu Beginn eines solchen Prozesses sollte immer die Frage stehen, ob die eigenen Leute bereits ausreichend befähigt sind. Ebenso ist die beteiligungsorientierte Erarbeitung eines Handlungsplanes sehr wichtig, um Chancen und Risiken der Digitalisierungsschritte abzuwägen und die Entwicklung des Personals voranzutreiben.

  • Sie setzen aktuell das ESF-kofinanzierte Projekt „DINE NRW: Digitale Netzwerker/-innen Östliches Ruhrgebiet“ um. Was muss man sich darunter vorstellen?

Hans Jürgen Meier: Wir erproben modellhaft, wie die Voraussetzungen für einen erfolgreichen digitalen Wandel in kleinen und mittelständischen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie und des Handwerks gemeinsam mit den Sozialpartnern aus Unternehmensverband und Gewerkschaft gestaltet werden können. Der besondere Fokus liegt hierbei auf der Kompetenzerhebung, der Qualifikation und der Förderung der Beschäftigten.

  • Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Projekt?

Andreas Franke: Auf eine griffige Formel gebracht: Technik und Mensch miteinander verheiraten! Oder die Koppelung digitaler Kompetenzen und digitaler Geschäftsmodelle und es somit den Betrieben ermöglichen, ihren Weg der Digitalisierung zu gehen. Ziel ist es, Unternehmen bei der Digitalisierung von Prozessen durch die Erfassung ihrer Handlungsbedarfe und die modellhafte Gestaltung ihrer Personalentwicklung zu unterstützen. Wir begleiten, beraten und schulen die Projektbetriebe bei der Geschäftsprozess- und Kompetenzanalyse, der Erstellung eines betrieblichen Handlungsplans, durch Trainings, Coachings und Sicherstellung des Transfers der Erkenntnisse. Wir stützen uns hierbei vor allem auf die Erfahrungen aus den vier Vorgängerprojekten, die wir in den vergangenen Jahren umgesetzt haben. Waren diese jedoch eher erkenntnisorientiert, geht es uns bei DINE vor allem um die Umsetzung in den Unternehmen.

Insbesondere beschäftigt sich das Projekt mit folgenden Themen:

  • Ableitung eines betrieblichen digitalen Handlungsplans
  • Erfassung der individuellen und überbetrieblichen (Netzwerk-)Kompetenzen zur Ausschöpfung der technischen Möglichkeiten
  • Anpassung von Führungsverhalten und Führungskultur
  • Verankerung des digitalen Wissens in der Organisation, um digitalisierte Geschäftsmodelle beteiligungsorientiert zu entwickeln und erfolgreich zu betreiben

Hierdurch erhalten unsere Teilnehmer Unterstützung bei der Digitalisierung, vor allem zur Erschließung neuer Geschäftsfelder, der Implementierung von Geschäftsprozessen und der Vermittlung der hierfür nötigen Kompetenzen. Gefördert wird das Projekt im Rahmen der ESF-Sozialpartnerrichtlinie.

  • Aus welchen Bereichen stammen die zehn teilnehmenden Unternehmen und wie haben sie diese erreicht?

Dr. Marcel Beller: Die Unternehmen stammen aus verschiedenen Bereichen, die Bandbreite erstreckt sich über die Branche Metall und Elektro, über das Handwerk bis hin zu den Bereichen Bildung und IT. Bei der Motivation zur Teilnahme waren Mund-zu-Mund-Propaganda, gewonnenes Vertrauen aus den Vorgängerprojekten und belastbare Netzwerke wichtiger als jede Werbung.

  • Welchen Mehrwert hat eine Teilnahme am Projekt „DINE NRW: Digitale Netzwerker/-innen Östliches Ruhrgebiet“ für KMU?

Dr. Marcel Beller: Die Unternehmen erhalten vor allem Klarheit über den eigenen Digitalisierungskurs. Gemeinsam begleiten wir sie bei der Prozessanalyse, unterstützen bei der Zielklärung, ziehen eine Kompetenzbilanz und erarbeiten einen Maßnahmenplan. Bei der Umsetzung helfen wir durch die Organisation von Trainings. Ebenso bieten wir den Unternehmen einen Rahmen zum Austausch untereinander, mit Betrieben aus unterschiedlichen Geschäftsfeldern mit unterschiedlichen Herausforderungen im Bereich Digitalisierung. Der finanzielle Aufwand für die Unternehmen ist verhältnismäßig gering. Sie müssen lediglich Zeit für Schulungen und Workshops mitbringen und Projektlotsen stundenweise freistellen. Die Fördermittel decken die Aufwendungen für die Beratung und in der Regel auch für externe Trainer ab. Eine gesunde Portion Interesse und Engagement ist natürlich auch nicht schlecht.

  • Wie sieht die operative Umsetzung aus? Wie schaffen Sie es, dass die Teilnehmer das Projekt mit den Herausforderungen des Unternehmensalltags verbinden können?

Andreas Franke: Wir haben hierzu unsere sogenannte „digitale Leiter“ entwickelt, das heißt, wir stimmen unsere Maßnahmen und Workshops auf den operativen Prozess im Betrieb. So ist es uns möglich, die Inhalte flexibel an die betriebliche Situation und den operativen Druck im Unternehmen anzupassen. Gemeinsam mit unseren Teilnehmern betrachten wir die drei Dimensionen Technik, Mensch und Prozesse, erfassen die Kompetenzen entlang von Prozessen und setzen Implementierungsprozesse neu auf. Die Soll-Kompetenzen werden zusammen mit den Beschäftigten erhoben, ein Schulungsplan erstellt und die Trainings gemeinsam geplant.

Das kann zum Beispiel so aussehen: Bei einem Anlagenbauer wird ein neues, digitales Geschäftsmodell aufgesetzt. Das Produkt ist im Kern ein Monitorsystem zur digitalen Anlagenüberwachung. Vom Vertrieb bis hin zur den Servicemitarbeitern im Feld muss ein neuer „Business Case“ beherrscht wer-den, somit werden neue oder erweiterte Kompetenzen gebraucht. Entlang der der neuen Prozesslandschaft wurden die Kompetenzen mit den operativen Führungskräften unter Beteiligung von HR digital in dem mpool-Tool „Makom“ aufgenommen und detailliert beschrieben. Die Beschäftigten aus den Bereichen wurden im Anschluss um Ihre Selbsteinschätzung (IST) gebeten. Aus dem „Gap“ hat das DINE-Team zusammen mit dem Anlagenbauer einen detaillierten Trainings- und Coaching-Plan entwickelt und in Teilen bereits erfolgreich umgesetzt.

  • Wie werden die Beschäftigten zur Teilnahme motiviert?

Martin Hilbig: Wir legen einen besonderen Fokus auf die Beteiligungsorientierung, „DINE“ ist keine Alleinveranstaltung für die Geschäftsführung. Unsere Botschaft lautet: „Es geht um euch und eure Kompetenzen!“. Im Prozess selbst machen wir Beschäftigte zu Projektlotsen, welche die Umsetzung des Projektes im Betrieb vorantreiben. Wichtig ist auch, dass größtmögliche Transparenz herrscht. Hierzu aber wir unterschiedlichen Formate, wie beispielsweise den „heißen Stuhl“, etabliert. Hier beantworten Experten und/oder Geschäftsführung offen und ehrlich die Fragen der Beschäftigten. So wollen wir zur Prozesstransparenz beitragen. Ein bisschen betreiben wir auch Tabubruch. Bei technologischen Innovationen hört man oft „Ich kann das nicht bedienen!“. Wir brechen diese Tabus auf, beschreiben, was sich wie an welchen Arbeitsplätzen ändern wird und zeigen Lösungen auf. Digitalisierung muss immer betriebsspezifisch und ganzheitlich gedacht werden, ein Gießkannenprinzip, bei dem nur willkürlich bestimmte Teile des Geschäfts digitalisiert werden, ohne die anderen mitzudenken, funktioniert nicht. Und ja, ab und an müssen wir auch Ängste vor der Digitalisierung nehmen und zeigen, dass sie den richtigen Weg für das Unternehmen darstellt.

Besonders wichtig ist es auch, den Faktor Zeit zu beachten. Verhalten und Kompetenzen von Beschäftigten verändern sich nicht auf Knopfdruck. Veränderung geht nur über die Kooperation mit den Beschäftigten und die braucht manchmal Zeit. Diese Zeit muss man auch geben und nicht versuchen, von heute auf morgen Digitalisierung übers Knie zu brechen.

  • Wo stehen Sie aktuell im Projekt? Welche Erfolge konnten Sie erzielen?

Dr. Marcel Beller: Wir haben ein breites Spektrum an Betrieben erreicht, sie in das Projekt eingebunden und verfügen über ein Repertoire an erprobten Tools. Aktuell läuft die Transferphase, in der wir die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse in die Unternehmenspraxis multiplizieren.

  • Wie unterstützen Sie die Unternehmen bei der Umsetzung der erarbeiteten Strategien für den digitalen Wandel?

Martin Hilbig: Bei den ersten teilnehmenden Unternehmen haben wir bereits einen detaillierten Schulungsplan erarbeitet und zum Teil selbst Schulungen durchgeführt. Zudem haben wir einen digitalen Handlungsplan konzipiert, der von den Unternehmen nach Projektende eigenständig weitergeführt werden kann.

  • Wird es am Ende des Projektes ein „Produkt“ geben, um den Transfer auch auf andere Unter-nehmen und Branchen zu ermöglichen?

Andreas Franke: Ja, wir haben bereits Konzepte für Praxisworkshops und weitere Trainingsformate erstellt und erprobt. Weitere Transferprodukte sind in Abstimmung. Und Ideen für gute Folgeprojekte haben wir natürlich auch!

  • Können interessierte Unternehmen noch am Projekt teilnehmen?

Andreas Franke: Nein, leider ist eine direkte Beteiligung jetzt nicht mehr möglich. Allerdings planen wir in 2020 noch weitere Transferveranstaltungen zu den wir interessierte Unternehmen gerne begrüßen.

Weitere Informationen zum Projekt DINE NRW: https://www.digitale-netzwerker.de/

10. Digitalisierung „Voneinander lernen“: Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet unterstützt Bildungsdienstleister im digitalen Wandel

Die Digitalisierung stellt die Weiterbildungsbranche gleich mehrfach vor große Herausforderungen: Es sind die eigenen Digitalisierungsbedarfe zu erkennen und zugleich neue digitale Angebote und Geschäftsfelder zu entwickeln. Die Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet ging dem Thema im Rahmen der ESF-geförderten Veranstaltungsreihe „Voneinander lernen – Qualifizierung 4.0“ nach. Der Transferworkshop zeigte, wie groß der Bedarf an Austausch und Vernetzung ist. Um es gleich vorwegzunehmen, der Transferworkshop im Rahmen der ESF-geförderten Veranstaltungsreihe „Voneinander lernen – Qualifizierung 4.0“ fand großes Interesse und die Teilnahmeplätze in den Tyde Studios am Dortmunder Hafen waren schnell ausgebucht. Die ehemalige Seilerei am Hafenamt ist heute ein Ort für Kreativität und Austausch und damit genau passend, um Personal- und Organisationsverantwortliche der Weiterbildungsbranche in den Dialog zu bringen und zentrale Zukunftsfragen zu bearbeiten.

Die Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet hat die Veranstaltung zusammen mit der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.I.B.) ausgerichtet. Kooperationspartner waren das Dortmunder Weiterbildungsforum (dwf) sowie das Projekt „Digitale Netzwerker NRW“ (DINE), das im Rahmen der ESF-Sozialpartnerrichtlinie gefördert wird und Betriebe im digitalen Transformationsprozess begleitet. Am Beispiel von Berichten aus der Praxis ging es vor allem um folgende Themen: Wie können Bildungsdienstleister ihre Digitalisierungsbedarfe für eigene interne Organisations- und Strukturprozesse erkennen, welche Chancen eröffnet die Digitalisierung für neue Geschäftsfelder und nicht zuletzt: Welche Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten gibt es in Nordrhein-Westfalen rund um das Thema Digitalisierung?

In seiner Begrüßung verwies André Deutschmann, Leiter der Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet, auf die doppelte Herausforderung, der sich Bildungsdienstleister im Zuge der Digitalisierung stellen müssen. Er betonte, wie wichtig es sei, „selbst ausreichend digital aufgestellt zu sein, um digitale Formate für die Kunden überhaupt erst entwickeln zu können“. Um sich im Wettbewerb zu behaupten, müssten Bildungsdienstleister zugleich vorausschauend agieren. Schließlich seien „digitale Angebote für Unternehmen zu entwickeln, die wiederum selbst noch gar nicht wissen, dass sie diese Angebote brauchen werden“. Weiterbildung und Qualifizierung spielen in der digitalen Transformation eine zentrale Rolle, deshalb habe die Regionalagentur dieses Thema auch zum Schwerpunkt ihrer Arbeit bis 2021 gemacht, so André Deutschmann zu künftigen Aufgaben.

Welche Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten bei der Gestaltung digitaler Prozesse in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stehen, erläuterte der G.I.B.-Berater Andreas Bendig. So können kleine und mittlere Unternehmen das ESF-geförderte Instrument der Potentialberatung bei der Ermittlung von Digitalisierungs- und Qualifizierungsbedarfen einsetzen, während der Bildungsscheck konkrete Weiterbildungsmaßnahmen für Betriebe und Beschäftigte unterstützt. Eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Gestaltung von digitalen Prozessen sei aber, so Andreas Bendig, Transparenz herzustellen und die Mitarbeiter*innen frühzeitig mitzunehmen und zu beteiligen. Bei der Digitalisierung müsse der Mensch und nicht die Technologie im Mittelpunkt stehen.

Jeweils eigene Digitalisierungsbedarfe zu ermitteln und dafür geeignete Handlungspfade zu entwickeln, dabei unterstützt das ESF-geförderte Projekt „Digitale Netzwerker NRW“ (DINE). Das Spektrum der beteiligten Unternehmen ist breit und erstreckt sich über die Branchen Metall und Elektro, über das Handwerk bis hin zu Bildungs- und IT-Dienstleistern. Andreas Franke vom Beratungsunternehmen mpool leitet das Projekt und stellte Konzept und betriebliche Praxiserfahrungen vor. Die beteiligten Unternehmen erhielten „vor allem Klarheit über den eigenen Digitalisierungskurs“, so der Berater. „Wir begleiten die Betriebe bei der Prozessanalyse und unterstützen bei der Zielklärung und Kompetenzbilanz. Gemeinsam erarbeiten wir einen Maßnahmenplan und helfen bei der Umsetzung durch die Organisation von Trainings.“ Im Zuge der Digitalisierung, so seine Prognose, werden Bildungsdienstleister weiter „vom Anbieter zum Problemlöser mutieren“ und verstärkt zu „Transformatoren am Arbeitsmarkt“ werden.

Der Bildungsdienstleister EWZ Dortmund ist eines der Unternehmen, die sich am DINE-Projekt beteiligen. Die fachliche Unterstützung und Beratung werde sehr geschätzt, betonte EWZ-Geschäftsführerin Petra Skroblin. Der Bildungsanbieter, seit über 30 Jahren am Markt und spezialisiert auf Fort- und Weiterbildungen vor allem im Pflegebereich, will sich im Zuge der internen Digitalisierung von einzelnen Insellösungen verabschieden und eine „ganzheitliche Software“ implementieren. Auch um Ängsten und Vorbehalten zu begegnen, wurden mit Hilfe des Projekts die Mitarbeitenden frühzeitig einbezogen. Die Umsetzungsphase wird demnächst beginnen, ein gemeinsam erarbeiteter Entwicklungs- und Anforderungskatalog liegt bereits vor.

„Die Veranstaltung hat gezeigt, dass der Bedarf an Austausch und weiterer Vernetzung sehr ausgeprägt ist“, resümierte der Leiter der Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet, André Deutschmann. Für die Region werde es vor allem auch darum gehen, die strukturelle Zusammenarbeit zu verbessern und die vorhandenen Angebote und Instrumente zu sinnvollen Förderketten zusammenzuschließen und weiterzuentwickeln. Die Arbeitsmarktakteure der Region seien da auf einem guten Weg.

Weitere Informationen unter: https://www.mags.nrw/voneinanderlernen-transfer-dortmund

11. Öffentlich geförderte Beschäftigung: Erfolge und Perspektiven öffentlich geförderter Beschäftigung in Dortmund

Die Integration von langzeitarbeitslosen Menschen in das Erwerbsleben ist ein zentrales Ziel der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Im Programm „Öffentlich geförderte Beschäftigung“ werden im Rahmen der ESF-geförderten Landesarbeitspolitik Ansätze zur langfristigen und dauerhaften Integration von Langezeitarbeitslosen umgesetzt. Unter dem Titel „Geschafft!“ präsentierte die Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet, die in Zusammenarbeit mit Regisseur Horst Herz produzierte Filmreihe über ehemalige Langzeitarbeitslose. Durch eine Teilnahme am Dortmunder Projekt „Aktiv statt passiv!“, welches im Jahr 2013 im Rahmen des Landesprogramms „Öffentlich geförderte Beschäftigung“ initiiert wurde, fanden sie eine reguläre Beschäftigung. Fünf Dortmunder*innen berichten vor der Kamera, wie sie mithilfe eines öffentlich geförderten Beschäftigungsverhältnisses diesen Sprung geschafft haben. Die Filme wurden in Rahmen einer Premiere im Dortmunder Programmkino „sweetSixteen“ am 30. Januar 2019 uraufgeführt.

Nicht nur Staatssekretär Dr. Edmund Heller zeigte sich nach der Filmpremiere beeindruckt von „Mut, Durchhaltevermögen und Engagement“ der Protagonisten: „Sie sind Vorbilder und Mutmacher zugleich. Sie sind exzellente Zeugen dafür, wie eine sinnvolle Tätigkeit und das Zutrauen anderer in die eigenen Fähigkeiten das Selbstwertgefühl steigern können.“ Gleichzeitig galt sein Respekt den arbeitsmarktpolitisch verantwortlichen Akteuren vor Ort: „Nur wenige Kommunen in Nordrhein-Westfalen sind beim Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit so aktiv engagiert wie Dortmund.“

In der anschließenden Podiumsrunde mit Dortmunder Arbeitsmarktakteuren herrschte Konsens, dass öffentlich geförderte Beschäftigung weiterhin ein wichtiger Hebel zum Aufbrechen von verfestigter Langzeitarbeitslosigkeit sei. Zwar verzeichne die Wissens- und Technologie-Metropole Dortmund ein enormes Wachstum am akademischen Arbeitsmarkt, doch viele Arbeitsplätze mit einfachen Tätigkeiten sind weggefallen. Beschäftigungsperspektiven für Menschen mit geringerer Qualifikation, „die keinen akademischen Abschluss haben und vielleicht noch nicht einmal den Hauptschulabschluss“ biete neuerdings der expandierende Logistik-Sektor, aber auch, zum Beispiel, die Gastronomie. „Wir haben viel geschafft“, so Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, „aber wir haben überhaupt nicht vor, mit unserem Engagement aufzuhören.“ Als einen der maßgeblichen Erfolgsfaktoren sah Frank Neukirchen-Füsers, Geschäftsführer im Jobcenter Dortmund, das Zusammenwirken von Land und Kommune beim Thema öffentlich geförderter Beschäftigung, aber auch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Sozialdezernat der Stadt, der Wirtschaftsförderung, dem Jobcenter sowie der lokalen Ökonomie. Fazit: „Immer gemeinsam, anders geht es nicht!“

Dann der Blick nach vorn in die Zukunft. Hier bietet das neue Teilhabechancengesetz nach Ansicht von Staatssekretär Dr. Heller mit seinen neuen Fördermöglichkeiten optimale Chancen für Langzeitarbeitslose auf dem Arbeitsmarkt. Mit dem neuen Gesetz, so Dr. Heller, „ist ein Regelinstrument auf Bundesebene entstanden, mit dem Langzeitarbeitslosigkeit noch intensiver als bisher angegangen werden soll, und zwar in ganz anderen finanziellen Dimensionen, als es über das Landesprogramm möglich war.“

Weitere Informationen unter:

13. Impressionen aus dem Westfälischen Ruhrgebiet

Impressum

Herausgeberin: Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet, c/o Wirtschaftsförderung Dortmund, Grüne Straße 2-8, 44147 Dortmund, www.regionalagentur-wr.nrw

Erstellung und Redaktion: Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet, André Deutschmann (verantwortlich), Jan Bohrke

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Jan Bohrke
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