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#diStadt Warum AUGUSTUSBURG DIGITALE STADT WERDEN MUSS

Innovation. Ein sicher immer wieder allgemeinverwendeter Begriff. Ähnlich wie der inzwischen ein wenig strapazierte der Nachhaltigkeit. Dennoch sind beide Begriffe sehr entscheidend, wenn man über die Zukunft einer Stadt nachdenkt. Und vor allem, wenn man einen solchen Weg langfristig betrachten möchte. Warum also will ich, dass unsere Stadt Innovationsstandort wird? Dies möchte ich mit dieser Zusammenfassung erläutern und zugleich auch diskutieren. Das Projekt, was all diese Gedanken zusammenfassen möchte, trägt den Namen #diStadt. Dies steht für eine Wortschöpfung aus "digital" und "Stadt". Und dies zeigt auch auf, wo ich den Kern der Entwicklung sehe, nämlich in der Digitalisierung und ihren Chancen. Freilich nicht, ohne die Gefahren dabei zu übersehen. Im Gegenteil. ich bin überzeugt, dass die Chancen überwiegen. Wenn man sich dem Thema stellt.

Digital = böse? Nein.

Für viele Menschen ist der Begriff der Digitalisierung inzwischen verbunden mit Überforderung, Gefahr und Angst. Und da wir ungern über Ängste oder gar eine mögliche Überforderung sprechen, verdrängen wir dieses lieber. Das ist ein normaler Prozess, der uns aber bei diesem Thema nicht zu einer Lösung führt. Im Gegenteil. Da diese Prozesse längst unser Leben bestimmen, hilft hier nur eines: Sich dem zu stellen, denn: Fälschlicherweise sprechen wir noch immer von einer digitalen Revolution. Doch dies ist falsch. Der Einfluss der Digitalisierung ist eine Evolution, denn er verändert unsere Welt grundsätzlich und unumkehrbar. Kaum ein Prozess, der nicht grundsätzlich verändert wurde. Arbeit, Leben, Kommunikation, Werte, Politik. Nichts würde hinter den erreichten Wandel zurücktreten können. Eine Revolution hingegen könnte man tatsächlich umkehren. Und dies macht den Unterschied.

Smartdevices wie eine solche Smartwatch sind ein wichtiger Bestandteil des sichtbaren Teil der Digitalisierung. Und sie schaffen direkten Nutzen, machen die Vorteile spürbar.

Wie also begegnet man dem Thema nun? Hinter einem Lösungsweg stehen eigentlich nicht mehr und nicht weniger viele Fragen, was dieses Thema eigentlich wirklich bedeutet. Ohne Antworten auf diese sind wir unsicher. Wir können teilweise nicht überblicken, welche Möglichkeiten dieser Weg bringt und entscheiden uns intuitiv, dass dies alles sicher nichts Gutes sein kann. Doch dies stimmt nicht und ist zudem auch eine fatale, eher gar keine Option, denn: Schon der Begriff der "Revolution", der mit dem Netz und allen seinen Facetten verbunden steht, ist falsch gewählt. Digitalisierung ist nicht mehr und nicht weniger als Evolution. Und einer solchen kann man sich zwar verweigern, aufhalten aber, wie es mit einer Revolution möglich wäre, kann man diese nicht. Und genau dies ist das Problem. Viele Menschen glauben, dass der Kelch der Veränderung an ihnen vorüber geht, wenn man denn nur lange und hartnäckig genug dessen Dasein ignoriert. Doch die Realität sieht anders aus. Kaum ein Lebensbereich, der von diesem Thema nicht betroffen ist, sich teilweise massivst verändert. Und oft wenig wahrgenommen auch eher zum Guten.

So stecken in diesem Thema viele Lösungen für klassische Probleme, die eine Stadt wie die unsere hat und noch bekommen wird. Keine effiziente Betreuung alter Menschen im eigenen Wohnumfeld, wenn wir die Möglichkeiten der Technologie nicht nutzen. Keine Lösungen für den öffentlichen Verkehr der Zukunft, ohne die Erschließung der Regionen mit Glasfaser und der Einführung des neuen Funkstandards 5G. Keine wertschöpfende Arbeit in den Zukunftsfeldern der Arbeit ohne ein Gigabit-Netz bis in das eigene Haus. Und ohne eigene Wertschöpfungsketten, die die öffentlichen Haushalte aus eigener Kraft stützen, kann eine Stadt wie unsere keine Zukunft haben. Die Digitalisierung kann hier viele Wege öffnen. Sie ist kein Allheilmittel dabei. Eher ein guter Werkzeugkasten, der unsere Arbeit der Stadtentwicklung erheblich erleichtert.

Das Netz, Dampfmaschine, Eisenbahn, der Strom des 21. Jahrhunderts? Nein. Alles zusammen.

Warum ist es also doch wichtig, sich mit der Digitalisierung auseinander zu setzen, statt diese zu ignorieren? Ganz einfach. Die Digitalisierung ist die größte Chance für den ländlichen Raum nach der Erfindung der Eisenbahn, der Elektrifizierung und der Dampfmaschine zusammen. Warum? Sie entkoppelt Arbeit & Ort und unterwirft die Entwicklung von Arbeit einem evolutionären Prozess. Mehr und mehr gibt es Möglichkeiten, seine Arbeit im gewohnten Umfeld des eigenen Zuhauses umzusetzen. Zumindest zu großen Teilen. Das bedeutet viel. Zum einen natürlich die Ersparnis von Zeit, die wir momentan für das Bewegen von A nach B aufwenden müssen, um an Besprechungen teilzunehmen und ähnliche Dinge zu tun. Es bedeutet Umweltschutz, wenn wir sparen auch erheblich Schadstoffimmissionen ein, denn unsere Autos bleiben stehen, was auch Infrastruktur schont. Und - Wir können Arbeit und Familie künftig viel sinnvoller und flexibler verbinden, denn mehr und mehr ist damit nicht das Wann oder Wo der bestimmende Faktor. Vielmehr wird in den Focus rücken, dass wir zu einem Termin eine bestimmte Arbeit erledigt haben. Das alles bedeutet vor allem eines: Lebensqualität.

Doch es bedeutet in zweiter Linie noch viel mehr: Wer diese Voraussetzungen schafft, wird in Zukunft auch für Menschen als Lebensmittelpunkt interessant sein, die diese Lebensmodelle schätzen. Eine große Chance für eine Stadt, die derzeit nur einen Bruchteil seines Haushaltes selbst erwirtschaften kann, denn diese Menschen, die im digitalen Zuhause sind, erwirtschaften inzwischen auch einen relevanten Teil des Bruttoinlandproduktes der Republik. Ansiedlungen in diesem Bereich bilden schnell Netzwerke, die weitere Möglichkeiten wachsen lassen. Damit entsteht Arbeit an einem Ort, der derzeit über eine eher klassisch, schwierige Perspektive verfügt. Und es entstehen Möglichkeiten für unsere Bürger der kommenden Generationen, die ja bereits als "digital natives", also als digitale Menschen leben, in angestammter Heimat auch eine Zukunft gestalten zu können. Denn wenn Arbeit zum Menschen kommt, müssen Menschen nicht zur Arbeit ziehen.

Was wir wollen.

Natürlich ist die erste Aufgabe, die Stadt mit der nötigen Infrastruktur zu versehen. Das bedeutet: Hauptaufgabe ist es nun, die Stadt quasi mit den Gleisen auszustatten, auf denen die Züge der Zukunft fahren können. Damit sind wir derzeit beschäftigt. Der erste Bauabschnitt soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Hier gehen wir eigene Wege und binden mit den Strukturen der Antennegemeinschaften vorhandene Potentiale ein. Das spart Geld und erreicht zugleich mehr, als im klasschinen Ausbau in längerer Zeit und mit wesentlich mehr Aufwand zu erreichen wäre. Bis zu 400 MBit Übertragungsraten werden hier möglich sein. Förderziel sind nur 50 MBit. Ein Anfang auf dem Weg in die digital unterstützte Zukunft. Um diese Prozesse mit anderen Kommunen zu vernetzen, gründete ich die Aktion dEMiSa. Dies steht für "digitale Entwicklung Mittelsachsen". Diese Plattform sorgt für den Austausch zu all diesen Themen über die kommunalen Grenzen hinweg. Ein wichtiges Netzwerk für die Zukunft, in dem inzwischen mehr als 40 Kommunen Mittelsachsens ihre digitalen Aktivitäten diskutieren. Das ist wichtig, wollen wir doch gemeinsam Zukunft gestalten. Und kann dies doch jeder für sich allein kaum schaffen. Gemeinsam wollen wir erreichen, dass die Fördermodelle überdacht und die rechtlichen Rahmenbedingungen verbessert werden. So, wie es derzeit läuft, haben wir große Bedenken, die gesteckten Ziele zu erreichen. Es sind derzeit einfach zu viele Fragen offen, um ein bundesweit einheitliches und gutes Netz zu bauen. Und gerade bei uns im ländlichen Raum brauchen wir einen wirklich guten Plan, die Vorteile und Chancen auch wirklich nutzen zu können. Deshalb ist es wichtig, gemeinsam zu denken und Dinge auf den Prüfstand zu stellen. Auch Ihre Stimme zählt dabei. In einer Onlinepetition brauchen wir auch Ihre Unterstützung für einen Ruf nach einem Umdenken. Wenn Sie dies unterstützen wollen, dann finden Sie den Link hier

50 TEUR Fördermittel vom Bund gab es für die Planung des des Breitsbandnetzes jeder Kommune. Doch die Erreichung der gesteckten Ziele ist dennoch schwer, denn viele Fragen sind offen.

Unser erstes Digitalprojekt KLEINSTADTMENSCHEN wurde 2016 ausgezeichnet. Wir wurden "digitale Kommune 2016" und erhielten zudem einen Sonderpreis. KLEINSTADTMENSCHEN wird eine digitale Interviewsammlung von Menschen der Stadt, die Geschichten aus unserer Stadt erzählen. Per 360-Grad-Rundgang werden diese künftig über das netz genau dort abrufbar sein, wo sie handeln. Ein digitales Vermächtnis der Stadt. Für alle Zeit.

Die Zukunft hat schon gestern begonnen. #diStadt ist unsere Antwort darauf.

#diStadt, ein Gemsinschaftsprojekt der Stadt Augustusburg und einiger privater Unternehmen aus der Digitalbranche, hat sich zum Ziel gesetzt, konkrete Projekte in der Stadt Augustusburg zu installieren, die Digitalisierung für die Menschen erlebbbar und nutzbar machen sollen. Hier wollen wir den Weg frei machen, diese Prozesse, die normalerweise nicht auf dem "platten Land" erlebbar sind, zu uns zu holen. Doch nicht nur das. Wir wollen Entwicklungsstandort für Applikationen (Apps) und Lösungen sein, die unser Leben in einer Kleinstadt zukunftssicher und leichter machen sollen. Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs. Öffentlicher Verkehr mit Sharing-Modellen und ähnlichem. Gesundheitsvorsorge und verlässliches Monitoring von pflegebedürftigen Menschen, um denen Sicherheit geben zu können, möglichst lange im angestammten Zuhause leben zu können und nicht ins Pflegheim wechseln zu müssen, wenn dies wirklich noch nicht sein muss. Und um die Digitalisierung gerade in dieser Altersgruppe zu etablieren, die allgemein sich dem Thema nicht mehr nähert, haben wir auch ein erstes Projekt ins Leben gerufen. Zusammen mit einem StartUp-Unternehmen aus Berlin haben wir ein System in die Stadt geholt, dass die zuverlässige Überwachung wichtiger Vitalwerte in Echtzeit erlaubt und somit pflegebedürftigen Personen udn deren Angehörigen ein Stück Sicherheit gibt. Denn wenn es dem Patienten schlecht geht, meldet das System sich selbstständig und sofort bei einem definierten Kreis von Personen. Damit ist man da, auch wenn man es mal nicht sein kann. Sicherheit, produziert von einer Smartwatch und einem Mobiltelefon.

Das System von &gesund ist innovativ und leicht zu bedienen.

Oma ist sicher. Bei uns.

Versorgung zuhause, statt im Heim. Bei uns ist dies bald möglich. Durch Echtzeitüberwachung.

Das Überwachungssystem stammt von dem Berliner StartUp "&gesund", einem sehr innovativen und jungen Unternehmen, das aus einem Projekt des Fraunhoferinstitutes hervorgegangen ist. Die Jungunternehmer haben es sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit einem gesundheitlichen Problem die Sicherheit der Echtzeitüberwachung zu geben. Mit einem System, das auf einer handelsüblichen Smartwatch in Verbindung mit einem Smartphone funktioniert. Die Logiken der Sensorik sind dabei so ausgefeilt, dass der Benutzer nicht selbst aktiv werden muss, um ein Problem zu melden. Die Sensoren der Uhr bemerken Abweichungen von der Norm selbst und lösen bei Bedarf eine Alarmkette aus, die der Patient selbst definieren kann. Diese Personen werden dann im Fall eines Problemes sofort informiert und können verschiedene Aktionen einleiten. Ein Anruf auf der Uhr direkt, die Ortung des Trägers und die Art des Problems sind problemlos möglich. Somit kann der Empfänger der Nachrichten selbst aktiv werden oder einen Pflegedienst oder einen Arzt informieren. Damit können auch bedürftige Menschen länger im angestammten Zuhause bleiben, ohne, dass sich die Familie sorgen muss, es könne etwas unbemerkt passieren. Wie das geht? Schauen Sie sich das Video an.

Unterstützt von der KOMSA Hartmannsdorf haben wir nun ein erstes Testset zur Verfügung, das wir demnächst an einen ersten Probanden vergeben wollen. Damit haben wir einen ersten Schritt getan, die Gesundheitsüberwachung auf dem Land ein Stück moderner und sicherer zu gestalten. Schritt für Schritt wollen wir dieses System nach erfolgreichem Test in der Stadt etablieren, mit Pflegedienstleistungen koppeln und auch medizinische Betreuung mit einbinden. Damit können wir gerade älteren Menschen dabei helfen, länger zuhause verweilen zu können, bevor der Schritt ins Pflegeheim droht. Denn viele Pflegeheimbewohner könnten mit dieser Unterstützung länger ihr angestammtes Leben genießen. Davon sind wir überzeugt.

Doch #diStadt ist mehr als nur ein Projekt. Es ist eine Plattform der Zukunft.

#diStadt ist schon jetzt mehr, als dieser eine Test. Wir wollen Projekte durchführen, die digitale Bildung verbessern, Online- und Computerkurse für alle Altersgruppen anbietet und Unternehmen & StartUps nach Augustusburg bringt, um mit uns gemeinsam die digitale Zukunft zu gestalten. So wird Arbeit angesiedelt, die andere Wertschöpfungsbereiche abdeckt, als wir bisher hier haben. In einer Region, die nicht unbedingt dafür prädestiniert zu sein scheint. Wir sind eine typische Kleinstadt mit den typischen Herausforderungen, die eine solche hat. Wir wollen gemeinsam mit vielen Partnern diese angehen und gemeinsam nach technologischen Wegen suchen, unser Leben weiterhin angenehm zu gestalten. Ohne das richtige Leben zu vernachlässigen. Wir sind überzeugt davon, dass uns die digitalen Hilfsmittel dabei Wege aufzeigen können, bisherige Defizite besser ausgleichen zu können. Außerdem wollen wir den kommenden Generationen eine Plattform schaffen, auf der sich eine wirtschaftliche Zuknft begründen lässt. Ohne dabei das zu zerstören, was wir haben. Im September 2017 werden wir den Entwickler- & Partnerkreis zum ersten mal zu einem Brainstorming zusammen holen. Dann beginnt ein spannender Weg, auf den ich selbst sehr gespannt bin.

Der Plan für #diStadt wächst jeden Tag. Auch die Zahl der Partner. Bildung, digitale Verwaltung, Versorgung, Mobilität, Gesundheit - viele dieser Themen werden hier in Zukunft bearbeitet werden. Damit wir gemeinsam den Weg in die Zukunft schaffen. Gut gerüstet und mit einem klaren Ziel.

Zur gesamten Mindmap des Projektes kommen Sie unter diesem LINK. Hier können Sie jederzeit verfolgen, wie sich das Projekt entwickelt. Wir wollen, dass Sie teilhaben und mitwirken an dieser wichtigen Entwicklung unserer Stadt.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben oder Partner werden wollen, dann melden Sie sich einfach unter dirk.neubauer@zonoandfriends.de

Created By
Dirk Neubauer
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