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"Krisen sind kostenlose Berater" Delegiertenkonferenz

Deborah Vassen, Kommunikation FEG Schweiz, deborah.vassen@feg.ch

Zum dritten Mal fand die Delegiertenkonferenz der FEG Schweiz online statt. Am 29. Mai 2021 trafen sich 110 Vertreterinnen und Vertreter aus den Bundes- und befreundeten Gemeinden.

In ihren Impulsreferaten zu Beginn der Konferenz laden Matthias Anderegg und Michael Dufner, Mitglieder der Leitung FEG Schweiz, zur Reflexion der Gemeindesituation angesichts der Pandemie ein.

«Aber auf dein Wort hin!»

Matthias Anderegg sieht die gegenwärtige Krise als kostenlosen Berater, denn sie offenbart, wo die Probleme liegen. Die äusseren Bedingungen der letzten Monate haben viel ausgelöst in unseren Gemeinden, als Leitende sind wir gefordert, diesen Schwächen zu begegnen. Aber auch die Stärken seien neu bewusst geworden. Beide, Stärken und Schwächen, zeigen uns blinde Flecken auf, denen wir uns als aufbrechende Gemeinden nicht verschliessen, sondern sie als Anlass nehmen, unsere Auftragsorientierung besser auszugestalten.

Michael Dufner zeigt auf, dass wir drei Modi kennen, mit denen wir normalerweise auf Widerstand oder Krisen reagieren: Fight, Flight or Freeze (Angriff, Flucht oder Erstarrung). Es gibt aber eine vierte Reaktion: Die Reaktion des Glaubens angesichts aller «Aber» (Lukas 5: «aber auf dein Wort hin»).

Finanzen

Lucas Patt, in der LFS verantwortlich für den Bereich «Finanzen», ist sehr dankbar für den Segen Gottes, den wir als FEG Schweiz im letzten Jahr erlebt haben. Lucas erläutert neben der Jahresrechnung mögliche Massnahmen der «Finanzplanung 2025». Als FEG Schweiz müssen wir einerseits «planen, um Gottes Reich bauen zu können, aber gleichzeitig nicht weiter vom Eigenkapital zehren zu müssen.» Es erfolgt eine Umfrage unter den Delegierten, damit sich die LFS ein Bild über die Akzeptanz der möglichen Massnahmen machen kann (Vertiefung an der nächsten DK).

Berichte aus den «Visionen»

Dolly Patt (Vision global) berichtet über die dramatische Situation in Indien – viele Menschen der Himalayan Free Church of India, auch Pastoren, sind aufgrund Corona verstorben.

Die Vision Europa berichtet über die Arbeit in Österreich (Campus Danubia sowie Verabschiedung von Richard Moosheer). Hans-Jörg Rätz, Leiter der Vision Schweiz, berichtet über die neue Gemeindegründung in Meiringen und über die Situation in Basel (FokusBasel und Kirche im Hafenquartier). Jonathan Stern, Entdecker in Altdorf, berichtet über sein Erleben. Für den Missionsrat werden neue Mitglieder gesucht (aktuelle Berichte der Vision Schweiz, Europa und global finden sich in den Newslettern sowie hier in der Zeitschrift feg.ch).

Einblicke in verschiedene Arbeitsbereiche

Next Generation bietet wieder ein Camp in Kroatien an (www.feg-camp.ch), die «Phasenkarten» von www.orangeleben.ch sind wieder lieferbar und das «Team ehe+familie» unterstützt auch dieses Jahr mit verschiedenen Seminaren (www.feg.ch/ehefamilie). Vom 9.–11. September 2022 findet die FEG Conference zum Abschluss vom Credo «neugierig» statt. Die Kommunikation überarbeitet zurzeit das gesamte Corporate Design der FEG Schweiz. Ab November werden alle unsere Websites in einem neuen Gewand erscheinen.

Anschliessend erfolgt die Stabübergabe der Geschäftsstellenleitung von Raymond Schmid an Silas Rupp, den neuen Leiter (wir berichteten). Wir beten um Gottes Segen für Raymond und Silas. Anschliessend berichtet das RAP-Team (regionale Ansprechpersonen) über Pastorenwechsel und offene Stellen; die theologische Kommission widmet sich der Frage, wie man heutzutage die Botschaft vom Kreuz verständlich vermitteln kann. Die Kinderheimat TABOR feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Die nächste Predigtwerkstatt wird zum Thema «systemrelevant predigen» stattfinden.

Freikirchen entlasten den Staat

Die vom Freikirchenverband lancierte Diakonieumfrage hat ergeben, dass 180'000 Menschen während der Pandemie zusätzlich (neben normalem Gemeinde-Engagement) von allen Freikirchen in der Schweiz unterstützt wurden (Besuche, Einkäufe, Seelsorge etc.). Das macht volkswirtschaftlich ungefähr eine halbe Milliarde Franken aus, welche wir dem Staat so erspart haben.