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Überbringer der guten Nachricht Emmanuel und Natalie Kessely

Lens, Frankreich

Vor über 20 Jahren sind wir in diese Gegend gekommen. Seit mehr als zehn Jahren unterstützt ihr uns treu, und ich würde ja so gerne vom Durchbruch des Evangeliums, von Erweckung, Bekehrungen und einem spektakulären Wachstum der Ortsgemeinde schreiben, aber ...

… wir bleiben dran und versuchen das Evangelium kreativ weiterzugeben durch das direkte Zeugnis oder allerlei Aktionen und evangelistische Gottesdienste. In der Weihnachtszeit gestalteten wir vier Adventsfeiern zum Thema «Weihnachten, was für eine gute Nachricht!»

… ist diese Gleichgültigkeit in unserem grösstenteils atheistischen Umfeld wirklich anstrengend und entmutigend.

Den Menschen um mich herum geht es schlecht!

Ich empfinde Liebe für sie und leide mit ihnen. Wir begegnen ihnen im Café, wo wir Zeugen Jesu sind. Oder im Gymnasium, wo ich halbtags als Krankenpfleger, Zu-hörer und Ratgeber arbeite … die seelische Verzweiflung ist offenkundig.

Die aktuelle Gesundheitskrise hat bestehende Missstände verdeutlicht, verstärkt und beschleunigt. Nach einer neuen Umfrage des Gesundheitsdirektors hat sich die Zahl der Menschen, die an Depressionen leiden, in nur einem Monat von 10,9% auf 20,9% verdoppelt! Eine andere Umfrage zeigt eine starke Zunahme von Menschen mit Angstzuständen (27%) oder Schlafproblemen (38%). Kinderpsychiater sorgen sich um die seelische Verfassung der Jugendlichen.

Trotz Entmutigungen und gleichgültigen Reaktionen möchte ich aus Überzeugung an folgenden Fakten festhalten:

1. Die Menschen gehen ohne Jesus verloren! Macht uns das noch betroffen? Sie sind ohne Gott, ohne Kraft in der Finsternis. Ihre Situation sollte uns mehr zu tiefem Mitleid als zu Verachtung und Ablehnung führen.
2. Es gibt einen herrlichen Namen, durch den alle diese Menschen aus ihrer Not, ihren Sünden und ihrem Verlorensein gerettet werden können: Jesus Christus. Und das Evangelium ist die Kraft Gottes zum Heil aller, die daran glauben.
3. Diese Gute Nachricht hat Gott uns allen, die wir seine Jünger sind, anvertraut, damit wir sie weitergeben. Dies ist unsere Daseinsberechtigung als Gemeinde auf Erden. Sind wir davon noch überzeugt und bleiben wir Handelnde? Lasst uns Noah zum Beispiel nehmen, der die Menschen viele Jahre lang unermüdlich zur Umkehr aufgefordert hat.

Mehr als je zuvor brauchen wir Durchhaltevermögen, Gebet und Kühnheit, um gemeinsam – Ihr und wir – diese unsere Teamarbeit weiterführen zu können.

Mit 2. Tim. 2, 3–5 + 10 ganz herzliche Grüsse aus Lens.