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Auf Augenschein in Wilchingen Gemeinden der FEG Schweiz

Unsere Eckdaten

  • 1839 hält der Gemeinderat Wilchingen in einem Protokoll fest: «Auch ist allhier die Neutäufer Sekte entstanden.» Diese Gruppe wurde in den weiteren Jahrzenten von Johannes Winzeler betreut.
  • 1875 Nachdem man sich in einem Haus versammelt hatte, wurde im Haus «zum Bogen» aus einigen Zimmern ein eigener Saal hergerichtet. Dieser diente in den nächsten 40 Jahren als Versammlungsort.
  • 1911: Beitritt zum Bund der Freien evangelischen Gemeinden der Schweiz
  • 1920 konnte ein eigenes Häuschen im Hofacker erworben werden, welches 1921 eingeweiht werden konnte.
  • 1946 wurde der Prediger Karl Voegelin gemeinsam mit der FEG Thayngen angestellt. Er gründete mit einigen Jugendlichen aus beiden Gemeinden, die spätere Brass Band FEG Thayngen/Wilchingen.
  • 1954 konnte die neu gebaute und heutige Kapelle festlich eingeweiht werden.
  • 1980 beschloss die Gemeinde, einen eigenen Prediger einzustellen. Gott hat diesen mutigen Entschluss bestätigt. Es entstanden Kontakte auch über die Landesgrenzen hinweg zu unseren deutschen Nachbarn.
  • 1989 konnte oberhalb der Kapelle ein Stück Land gekauft werden und ein Predigerhaus gebaut werden.
  • Heute haben wir ca. 60 Gottesdienstbesucher und 15 Kinder, die regelmässig an unseren Veranstaltungen teilnehmen.
Gemeindetage

Fragen an den Pastor Ramun Badertscher

Unsere Gemeindeleitung Obere Reihe: René Inglin (Ältester), Tina Pereira, Sandro Nava Untere Reihe: Ramun Badertscher (Ältester), Marco Stoll, Andrea Todt

Du bist seit gut drei Jahren in der FEG Wilchingen. Was begeistert dich an der Gemeinde?

Von Anfang an hat mich die grosse Liebe zum Wort Gottes und zur Evangelisation/Misson begeistert. Der Wunsch, darin zu forschen, danach zu leben und die frohe Botschaft weiterzugeben, ist wunderbar. Mein Wunsch und Anliegen ist es, dass dies auch weiter zu lebendigen Beziehungen mit Gott führt, der uns im Alltag begleitet.

Welche Herausforderungen gibt es, wenn man grenzübergreifend Gemeinde lebt?

Neben den sprachlichen Herausforderungen sind es sicherlich die verschiedenen Kulturen. Auch wenn sich beide sehr ähnlich sind, sind sie doch nicht gleich. Dies wurde nicht zuletzt bei den verschiedenen Corona-Massnahmen deutlich (welche z.T. massiv unterschiedlich waren). So haben wir z.B. mit dem Start von den Gottesdiensten vor Ort zugewartet, bis es auch für unsere deutschen Mitglieder möglich war, sie zu besuchen.

Pastor Ramun Badertscher

Ich schätze es sehr, dass wir verschiedene Nationen im Gottesdienst haben, denn es macht deutlich, dass im Reich Gottes alle Nachfolger Christi, unabhängig von der Herkunft, dazugehören. Wir sind gemeinsam unterwegs mit und zu Gott.

Wie seid ihr mit dem Corona-Lockdown umgegangen?

Wir konnten recht schnell auf ein digitales Angebot umschalten. Dabei wurden gerade während dem Lockdown die Predigten auch ausgedruckt abgegeben. Die Gemeindeleitung hat via Telefon mit den einzelnen Gemeindegliedern den direkten Kontakt gesucht, um den Puls zu fühlen und Menschen zu begleiten. Weiter haben wir gemeinsam mit der reformierten Landeskirche einen diakonischen Dienst für unser Dorf aufgebaut, was von der politischen Gemeinde sehr geschätzt wurde. Während dieser Zeit wurden die Videoaufnahmen auch evangelistisch genutzt und verschiedenste Menschen in unserem Umfeld kamen mit uns in Kontakt. Dadurch konnten wir auch einen Glaubensgrundkurs online durchführen. So war es möglich, dass unter anderem zwei Teilnehmer aus dem Baselbiet mit dabei waren. Später, als die Massnahmen wieder gelockert wurden, konnten dann auch weitere Glaubensgrundkurse und mehrere Taufen vor Ort stattfinden. Als kleinere Gemeinde hatten die Massnahmen weniger Auswirkungen auf das Gemeindeleben, als dies bei grösseren der Fall war.

Taufe 2021

Stichwort «neugierig»: Wo bleibt ihr als Gemeinde neugierig?

Als Gemeinde sind wir stets auf der Suche nach Möglichkeiten, wie wir das Evangelium in unsere Kultur hinein verkünden können. Hier möchten wir neugierig sein, welche Wege Gott uns für die Zukunft zeigt. Aktuell sind wir in einem Visions-Prozess, indem wir dieser Frage auf den Grund gehen möchten und Gottes Führung dabei erwarten.