Norwegian Joy Emssperrwerk

27. März 2017

Überführung des Kreuzfahrtschiffes Norwegian Joy

Emssperrwerk Gandersum

Man mag über Kreuzfahrtschiffe denken, was man will, aber als ich las, die Passage in Gandersum passte mittags gut in meinen Zeitplan, fuhr ich zum Sperrwerk. Schließlich war dies für mich eine Premiere, ich war neugierig, das Wetter spielte mit, also ging es dann doch los. 40 Minuten mit dem Auto, kein Thema...

Unmittelbar vor Gandersum liegt das Örtchen Oldersum. Ich glaube, ich stand gerade an einer Ampel, als ich plötzlich -"GANZ OBEN"- etwas aus den Augenwinkeln wahrnahm. Zuerst dachte ich, ich seh' nicht recht, schaute ein zweites Mal hoch: tatsächlich...im Nachbarort inmitten von Häusern ragte schon der riesige Luxusliner heraus. Unfassbar, so etwas hatte ich noch nicht gesehen. Unnötig zu erwähnen, dass die Parkplatzsuche nicht ganz einfach war. Obwohl es Montag Mittag war, sah ich Unmengen von Autos, viele mit auswärtigen Kennzeichen. Letztlich parkte ich, wie so viele andere auch, direkt an der Landstraße und lief die letzten Minuten zum Deich. Am Diekhuus angekommen...

...erwartete mich dieses Motiv...

Das für den chinesischen Markt konzipierte Kreuzfahrtschiff ist knapp 326m lang und rund 41m breit. Platz bietet die Norwegian Joy sage und schreibe 4200 Passagieren.

Am Abend zuvor hatte der Neubau die Meyer Werft in Papenburg verlassen, um einen Tag später bei Hochwasser das Emssperrwerk zu passieren.

Heck voraus lief das Schiff aus, Heck voraus kam es in Gandersum an.

unglaubliche Dimensionen...

Es war nicht zu überhören, die Norwegian Joy machte sich aus der Warteposition, die sie seit dem Morgen eingenommen hatte, auf, das Nadelöhr Emssperrwerk zu passieren.

An Bord gab es natürlich weitaus bessere Plätze als an Land. Bei den vielen Menschen musste ich froh sein, einen halbwegs guten Platz zu ergattern.

Hier brauchten der Kapitän und seine Besatzung mit ziemlicher Sicherheit sehr gute Nerven.

Geschafft!

Nun trat die Norwegian Joy die Reise zu ihrem vorläufigen Zielhafen Eemshaven in den Niederlanden an. Heimathafen wird ab dem Sommer 2017 Shanghai sein.

Den Kopf voller sehr ambivalenter Eindrücke ging ich auf und an dem Deich entlang zurück zu meinem Auto und freute mich auf die herrlichen Fischkutter und Yachten in meinem beschaulichen Heimathafen Bensersiel.

Created By
Myriam Wälde-Behning
Appreciate

Credits:

FIZpix

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