Loading

SILO ein Film von Leandro Bartoletti

Berliner Premiere

Mittwoch, 6. März 2019 von 19:45 bis 22:00 Uhr

Ladenkino - Gärtnerstr. 19, 10245 Berlin

Das bestgehütetste Geheimnis der Anden wird gelüftet...
Für manche ist er der Denker, der eine spirituelle und politische Bewegung in Gang gesetzt hat, die Grenzen überwunden und sich von Argentinien bis Indien verbreitet hat. Für andere ist er der Anführer einer Sekte, ein geschickter Manipulierer und Demagoge. Für die meisten ist er immer noch ein Rätsel.
Wir versuchen in diesem Dokumentarfilm das Leben und Arbeiten dieses ist außergewöhnlichen Menschen zu erzählen und werfen die Frage auf: Wer ist Silo?

Silos Ideen kommen in einer Dokumentation von Leandro Bartoletti ins Kino

Die Idee einer gleichzeitigen Veränderung sowohl auf persönlicher als auch auf sozialer Ebene, die der Mann aus Mendoza, Argentinien, Mario Luis Rodriguez Cobos, besser bekannt als Silo, seit den 60er Jahren an seine Millionen von Anhängern in aller Welt verbreitet, kommt heute in einem Film von Leandro Bartoletti ins Kino. Der Film rettet Silos Arbeit und sein humanistisches Denken vor der fortwährenden Kritik und den Anschuldigungen des Sektierertums.

Millionen Menschen auf der Welt ist Silo bekannt als ein revolutionärer Denker, der eine spirituelle und politische Bewegung in Gang gesetzt hat, die Grenzen überwand und sich von Argentinien bis Indien verbreitete. Für viele andere jedoch, vielleicht weil sie es schlecht verstanden haben, vielleicht wegen politischer Missgunst, war er der Anführer einer Sekte, ein geschickter Manipulierer und Demagoge.

Dennoch zeigt Barolettis Film, dass - besonders in Argentinien - Silo entweder noch unbekannt ist oder aber ein echtes Geheimnis darstellt. Und so rekonstruiert er sein Leben und seine Arbeit (dazu sichtete er über 200 Stunden Aufnahmen, Dateien, Fotos und Zeugnisse von Silo selbst) und präsentiert in chronologischer Reihenfolge eine ausführliche und umfassende Geschichte, durch die die Stimmen der Schauspieler Gaston Pauls and Osmar Nuñez führen.

Der Film, zeigt laut Bartoletti den Weg des Gründers einer „heute noch lebendigen und aktiven Bewegung, da viele Menschen nach einem Sinn suchen, etwas das weder die Kirchen noch die Religionen bieten können. Sie suchen nach anderen Wegen und ich glaube, dass der „Siloismus“ die Antwort sein kann. Er ist die Möglichkeit eines Sinnes, nach dem viele Menschen Ausschau halten.“

„Silos Vorschlag ist sehr einfach: Eine soziale und persönliche Veränderung, eine gleichzeitige Veränderung. Silo schlug vor, dass beide Veränderungen Hand in Hand laufen sollten. Deshalb betonte er die innere Veränderung, politische Aktivitäten und die gesellschaftliche Veränderung der Wirklichkeit“ sagte der Filmemacher bezüglich der Ziele, die Silo von seiner Heimatstadt Mendoza aus vorschlug.

„Sein Leben diesem Vorhaben zu widmen war für mich sehr interessant. Darum, denke ich, haben wir heute die besten Voraussetzungen, um über Silo zu sprechen, denn heutezutage sind die Menschen offener, ohne Vorurteile anderen Vorschlägen zuzuhören. Die Menschen bitten um eine Vielfalt an Stimmen und sie wollen nicht nur eine Version der Wirklichkeit“ stellte Bartoletti fest.

Selbst wenn er seine humanistische Spiritualität und seine Botschaft von Frieden und Gewaltfreiheit seit 1962 inmitten eines revolutionären Aufbrausens und von antikapitalistischen Kämpfen verbreitet hat, wurde Silo 1972 zu einer öffentlichen Figur nach der Veröffentlichung seines Buches „Der innere Blick“, in dem er vorschlug „die Sinnleere des Leben in Sinn und Erfüllung zu verwandeln“, und nach einer öffentlichen Rede, die er in Punta de Vacas mitten in den Bergen vor wenigen Hundert Anhängern hielt.

Es folgten sein Rückzug in die Berge, um zu schreiben und zu meditieren; die gewaltigen Propagandakampagnen und Verfolgungen; seine esoterischen Untersuchungen auf der griechischen Insel Korfu, seine großen Reisen durch Indien, seine Freundschaft mit Gorbatschow und die Ingangsetzung des Friedensmarsches, der im Jahre 2010 durch die ganz Welt reiste.

„Ich wurde 2008 ein Mitglied des Siloismus, aber ich habe ihn nie kennengelernt. Ich trat voller Misstrauen bei, denn er war nicht sehr bekannt und die Medien haben dem nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt. Es war immer mehr eine Untergrundbewegung. Ich fragte mich sofort, warum es möglich war, dass ich nichts über diesen Mann wusste. Du denkst, du kennst die argentinische Kultur, aber ich habe nie von ihm gehört.“ erinnert sich der Regisseur.

„Ich war irgendwie misstrauisch und hatte Vorurteile, denn ich dachte, dass er ein sehr autoritärer Mensch war. Als er 2010 von uns ging, fing ich an, die Sache gründlicher zu untersuchen. Und dann fing die Idee mit dem Film an, wahr zu werden. Die wirklich grundlegende Untersuchung startete jedoch 2012, und als wir tiefer gruben, waren alle meine Vorurteile beiseite geschoben: Ich fand einen sehr demütigen, bescheidenen Mann, der von allen Menschen, die ihn kannten, sehr geliebt wurde“, erwähnte Bartoletti.

Für ihn ist Silo „nicht ein Philosoph oder Denker, wie wir sie normalerweise kennen. Er ist ein sehr aktiver Mann, ein Mann der Aktion, dessen Tugenden man in der öffentlichen Rede, die er in den Bergen hielt und an seinen Reisen um die Welt erkennen kann. Überall wohin er ging pflanzte er Samen, startete soziale und kulturelle Gruppen, polititsche Parteien und ich glaube, er ist der einzige Argentinier, der eine Bewegung mit weltweiten Strukturen aufgebaut hat.“

„Auch wenn nur wenig über ihn gesagt wurde und er nie erwähnt wird. In den wenigen Gelegenheiten wenn sie über ihn reden, fragen sie nur, ob er ein Sektenführer ist oder nicht. Ich hätte gerne, dass dieser Film dem allen ein Ende setzt und wir anfangen können, seine Ideen ohne Vorurteile zu diskutieren. Ich glaube, es ist wichtig, diese unbegründeten Anschuldigungen abzustellen, damit der Film Menschen informieren kann, die nichts über ihn wissen“ wünschte er sich.

Interview mit Leandro Bartoletti:

Der Siloismus wurde von den Medien abgestempelt

Von den vielen Dokumentarfilmen die Woche für Woche herauskommen, ist „Silo“ einer der interessantesten. Er beschäftigt sich mit einem international bedeutsamen Denker, der hierzulande praktisch unbekannt ist. Regisseur Leandro Bartoletti spricht mit uns über diese und andere Fragen in diesem exklusiven Interview für CineFreaks. Hier kommt es. (Der Film wird jeden Tag im Kino Gaumont – Espacio INCAA um 11:25 und um 21:20 gezeigt. ...)

Pablo Ernesto Arahuete: Wenn Sie Siloismus mit ihren eigenen Worten definieren müssten, würden Sie ihn direkt mit der Esoterik verbinden?

Leandro Bartoletti: Der Siloismus ist eine sehr breite und vielfältige Strömung, die viele Bereiche abdeckt. Es gibt eine esoterische Note, die in den 60er Jahren stark betont wurde, besonders weil Silo an einer mystischen Schule in Neapel teilgenommen hat, aber es gibt diesbezüglich wenig Informationen. Seit dem Beginn um 1962 jedoch war der Hauptcharakter eine Denk- und Handelsdoktrin zu erschaffen, die spirituelle soziale politische und kulturelle Fragen beinhaltet. Dies erzeugte bei vielen Gelehrten Schwierigkeiten und speziell bei den Medien, die immer allem einen Stempel aufdrücken müssen und der Siloismus ist für sie sehr schwierig einzuordnen.

P.E.A: Wann hörten Sie zum erstem Mal von der Top-Person Mario Luis Rodriguez Cobos?

Leandro Bartoletti: Ich reiste 2008 mit dem Zug auf der Roca Linie und ich sah einen Aufkleber der für ein Treffen der Humanistischen Bewegung warb. Ich ging zu dem Treffen und war sowohl neugierig als auch misstrauisch. Ich konnte ein 20-minütiges Video über die Geschichte von Silo sehen und das erste, was mir in den Sinn kam war: Wie war es möglich, dass ich noch nie von diesem Mann gehört hatte. Du denkst, du weißt viel über die argentinische Geschichte und Kultur, und auf einmal triffst Du auf einen international bekannten Denker, der hier in unserem Land praktisch unbekannt ist.

P.E.A.: Warum entschieden Sie sich dafür einen Dokumentarfilm zu machen?

Leandro Bartoletti: Ich hatte Spielfilmprojekte entwickelt, die aus Mangel an Ressourcen niemals umgesetzt wurden und ich fühlte mich ziemlich frustriert. Die Idee einen Film über einen Denker zu machen, der sagte, dass seine Lehre nicht für die Sieger ist, sondern die diejenigen, die den Misserfolg in ihren Herzen tragen, war sehr befriedigend, da ich mich genau so fühlte, als wir mit den Vorarbeiten begannen. Darüberhinaus war ich sehr interessiert am Dokumentarfilmformat. Viele interessante und originelle Dokumentationen wurden schon produziert, aber Silo war weiterhin ein Charakter, den sich unsere Filmindustrie niemals zu Nutzen machte. Ich überlegte, dass es eine gute Gelegenheit wäre es zu versuchen und einen Film über Silo beizutragen. Und ich glaube, dass der momentane Kontext sehr geeignet dafür ist. Es gibt ein großes Publikum, das ins Kino geht um Dokumentationen auszuschauen und das gab es vorher noch nie. Ich vertraue darauf, dass sie einen intensiven und dynamischen Film über einen faszinierenden Menschen vorfinden werden.

P.E.A: Glauben Sie, dass der Schritt der Humanistischen Bewegung hin zur Politik, aus dem später die Humanistische Partei entstand, für Silo ein positiver Schritt vorwärts war, oder stärkte es nur die Ablehnung der etablierten Kräfte als Ganzes?

Leandro Bartoletti: Es ist klar, dass die Gründung der Humanistischen Partei für viele Bereiche sehr beunruhigend war. Es waren spirituelle Leute und jetzt sind es Politiker? Was bist Du wirklich? Wir müssen jedoch im Kopf behalten, dass die politische Sache von Anfang an in der Humanistischen Bewegung vorhanden war. Silo schlug eine Veränderung vor, die beides ist, sozial und persönlich, eine gleichzeitige Veränderung. Wir können die Außenwelt nicht ändern, wenn wir die Widersprüche in uns weiter mitschleppen. Wir können nicht den ganzen Tag lang meditieren und dann gleichgültig gegenüber einem Kind sein, das auf der Straße schläft. Dies ist, glaube ich, ein sehr interessanter Punkt, weil die meisten Bewegungen und Denkschulen entweder die eine Sache oder die andere vorschlagen (entweder äußere Revolution oder innere Veränderung), und der Siloismus schlug vor, beides gleichzeitig zu machen. In diesem Sinne, betrachte ich die Tatsache, dass die Siloisten politische Parteien überall auf der Welt aufgebaut haben, als eine kohärente Handlung, die nicht im Widerspruch zu einer wie auch immer gearteten spiritellen Suche steht.

Was Filmkritiker über „Silo“ sagen:

“Der Film ist eine kontroverse Hommage an einen einzigartigen Menschen.” Horacio Bilbao, Clarín

“Silo, die Dokumentation, zeigt diffusen Weg einer sich bewegenden Spiritualität. Er ist überzeugend durch seine Zeugnisse und rigorosen Aufnahmen. Das Wichtigste ist jedoch, dass er sich nicht darum kümmert, jedes Geheimnis zu enthüllen, so dass der Mensch gegenüber dem Mythos Vorrang hat.“ Pablo Arahuete, CineFreaks

“Er ist interessant und bringt dich dazu, seine Bücher lesen zu wollen, besonders Die Erde menschlich machen.“ Paraná Sendrós, AmbitoFinanciero

“Der Film zeigt zweifelsfrei einen unterhaltenden und rätselhaften Charakter mit einer dichten Biographie, die zur Erforschung und Anwendung einlädt.“ José Carlos Guerrero, Escribiendo Cine

“Es ist ein sehr gutes Beispiel, um eines jener sozialen Phänomene kennenzulernen, das aus einer Generation von Männern und Frauen entstanden ist, die geboren wurden, um Veränderungen zu bewirken. Silo ist einer von ihnen und hier können wir herausfinden warum“. Iván Steinhardt, El Rincón del Cinéfilo

“Silos Geschichte erzeugt Neugier beim Betrachter, der einen Menschen sieht, der verschiedene soziale Schichten, Organisationen und geographische Punkte überall auf der Welt beeinflusst hat.“ Luciano Mezher, Visión del Cine

“Die Idee eine gleichzeitigen Veränderung sowohl auf persönlicher als auch auf sozialer Ebene, die Silo seit den 60er Jahren unter Millionen von Anhängern auf der ganzen Welt verbreitet hat, kommt in einer Dokumentation von Leandro Bartoletti ins Kino. Er rettet Silos Arbeit und sein humanistisches Denken vor der fortwährenden Kritik und Anschuldigungen des Sektierertums." Paulo Pécora, TELAM News Agency

FESTIVALS

JAKARTA RELIGION AND SPIRITUALITY FILM FESTIVAL, INDONESIA 2016

SPECIAL MERIT AWARD

SPECIAL AWARD – SPIRITUALITY CINEMA

3rd FICNOVA NON-VIOLENCE FILM FESTIVAL – ARGENTINA 2015

SPECIAL MENTION

28th INTERNATIONAL FILM FESTIVAL OF MAR DEL PLATA, ARGENTINA, WORK IN PROGRESS SECTION

3rd POLITICAL CINEMA FESTIVAL OF BUENOS AIRES (FICIP, initials in Spanish), ARGENTINA, WORK IN PROGRESS SECTION

11th TRANSTERRITORIAL FESTIVAL OF UNDERGROUND CINEMA, ARGENTINA

8th PEOPLES IMAGE CINEMA FESTIVAL, ECUADOR

MAGWILL FILM FESTIVAL SPRING 2015, U.S.A.

WORLD INTERNATIONAL FILM FESTIVAL 2016, HONG KONG

WORLD INTERNATIONAL FILM FESTIVAL 2016, SINGAPUR

10th MARKET MIRADAS DOC, SPAIN

6th HUMAN RIGHTS FESTIVAL, KARAMA, JORDANIA

9th PINTACANES FILM FESTIVAL, CHILE

Technical and artistic profile - Silo (Argentina, 2015, HD, 98 mins)

Produced by 300Films with the support of the Cinema and Audiovisual Arts Institute (INCAA)

Screenplay and Direction: Leandro Bartoletti / Executive Producer Matías Payer / Director of Photography Gustavo Reján / Camera Gustavo Reján – Julián Shebar - Alejandro Drandich / Camera Assistant Diego Catroppa / Direction Assistant Andrea Acatto - Federico Sidañez / Production Assistant Gustavo Di Virgilio / Sound Gustavo Di Virgilio - Leo Fiorito - Martín Castigliego / Interviews Andrea Acatto - Federico Sidañez / Original Soundtrack Miguel Gomiz / Postproduction Leandro Bartoletti / Sound Postproduction Martín Castigliego / Sound recording Centro de Investigación Cinematográfica (C.I.C.) / Color Correction Javier Delgado / Illustration Gustavo Di Virgilio / Graphic Design Nicolás Lago Millán – Facundo López / After Effects Postproduction Nicolás Lago Millán / Voice-over Gastón Pauls – Osmar Núñez.

Credits:

ein Film von Leandro Bartoletti

Report Abuse

If you feel that this video content violates the Adobe Terms of Use, you may report this content by filling out this quick form.

To report a copyright violation, please follow the DMCA section in the Terms of Use.