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Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen

BESJ-Teeniearbeit

Jutta Stifter, 51-jährig, aber immer noch mit Herzblut Teenieleiterin,jutt@bluewin.ch

Das Leben eines Teenagers ist herausfordernd und manchmal eine Kunst, alles, was sie möchten und sollten, unter einen Hut zu bringen. Dies gilt nicht nur in der Schule oder Familie, sondern auch in der Gemeinde. Wie können wir den Teenies dabei helfen? Mich begeistert das Modell, das wir in der FEG Uzwil SG leben.

Unsere Jungschar bietet ein tolles Outdoor-Programm für alle Schüler von 6–13 Jahren. Sobald ein Kind in die Oberstufe kommt, darf es ins ruhigere Leben der Teeniegruppe wechseln. Nun ist Geniessen und auch etwas weniger Wald und «Dräck» angesagt. Nach einem Jahr werden die Teenies von der Jungscharstufe angefragt, ob sie an einer Mitarbeit in der Jungschar interessiert wären. Falls ja, startet jetzt das Leiterdasein. Nicht wenige unserer Teenies waren begeisterte Jungschärler und freuen sich, nun als Minileiter wieder in der Jungschar mit dabei sein zu dürfen. Dank dem Jahr, in welchem sie nicht in der Jungschi dabei waren, haben sie etwas Abstand zu den Kindern bekommen und es fällt den Jungschärlern nicht mehr so schwer, die Teenies als Leiter anzuerkennen.

Geographisch ist es bei uns so, dass die meisten Teilnehmer der Jungschar und der Teeniegruppe von ausserhalb kommen und sie von den Eltern hergefahren werden. So macht es Sinn, dass der Teenietreff gleich anschliessend an die Jungschar stattfindet. Wir essen im Teenietreff immer zusammen Znacht, damit die Minileiter wieder zu Kräften kommen. Zusätzlich fördert dies den Zusammenhalt in der Gruppe.

Wir sind eine Teeniegruppe, die ein eher traditionelles TC-Programm anbietet. Und doch sind wir Teil der Jungschar Uzwil. Jungschar ist die Hardcoregruppe – und wir sind die Warmduscher, aber beide gehören zusammen und beide haben ihre Berechtigung. Wir sehen uns als eine Einheit – EIN Gesamtteam, welches in Stufenteams arbeitet.

Ins Pfila und ins Sommerlager gehen wir als Gesamtjungschar. Abgesehen von den biblischen Inputs und den Zeltgruppen finden die Lager in altersdurchmischten Gruppen statt. Dies erleben alle als gegenseitige Bereicherung. Spannenderweise gibt es im Lager keine Minileiter. Das geniessen die Teenies natürlich sehr. Trotzdem beobachten wir als Leiter, wie die Teenies sich um die jüngeren Teilnehmer kümmern und stolz Verantwortung übernehmen.

Um auf meine Bemerkung vom Anfang zurückzukommen: Durch Absprache und gute Zusammenarbeit in den Gruppen können wir unsere Teenies dabei unterstützen, in der Gemeinde mitarbeiten zu können und doch «noch Teenies sein» zu dürfen.

Der BESJ fördert die beziehungs- und erlebnisorientierte Freizeitarbeit für Teenies in Gemeinden. Teenies sollen in Teenieclubs, Jungschi oder als Minileiter Jesus kennenlernen und in der Nachfolge begleitet werden.