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Sommer am Lago Maggiore Foto-Dokumentationsreise Juni 2018

Die fotografische Dokumentation der Fotoreise an den Lago Maggiore (Langensee) zeigt u.a. Eindrücke der Umgebung sowohl im italienischen Teil als auch im Schweizer Tessin. Die Reise endet mit einem Abstecher an den Lago di Garda (Gardasee) und einer ganztägigen Schifffahrt von Malcesine nach Sirmione und zurück.

Die Fahrt über den Gotthardpass anstatt durch den Gotthardtunnel war bei diesem traumhaften Wetter die richtige Entscheidung. Der Pass war kaum befahren, und die noch schneebedeckten Berge boten wunderschöne Panoramen.

Der Hinweg über den noch mit Schnee bedeckten Gotthard-Pass

Eindrücke einer Tagestour ins Maggiatal (Tessin)

Die Maggia schlängelt sich durch Felsschluchten, deren Gestein in vielen Jahren vom Wasser des Flusses geschliffen wurde und durch Täler, wo sie im Sommer nach langer Trockenheit teilweise wenig Wasser führt, so daß man auf dem Flussbett spazieren gehen kann. Badegäste sollten diesen Wildfluss jedoch nicht unterschätzen. Jährlich kommt es zu Todesfällen in diesem unberechenbaren Gewässer.
Die Liebesschlösser sind auch im Tessin angekommen. Und das wenige Meter davon entfernte Warnschild vor dem Maggiafluss sollte man auf jeden Fall ernst nehmen.
Bild 1: Die wunderschön gelegene Kirche des Bergdorfes Maggia, Bild 2: Eine kleine Straße im Ort Maggia, das Bild 3 zeigt die typischen Tessiner Steinhäuser, die hier "Rustici" genannt werden. Noch vor wenigen Jahren gehörte das Tessin zu den ärmsten Regionen der Schweiz. Durch den Tourismus hat sich dies allerdings sehr verändert. Und heute zählt das Tessin mit seinen abwechslungsreichen Landschaften zu einem der beliebtesten Reiseziele der Schweiz.

Monteviasco und I Mulini di Piero (Lombardei/Italien)

Keine Straße führt in das fast verlassene Bergdorf. Lt. Information einer Restaurantbesitzerin wohnen dort ganzjährig jedoch nur noch 4 Personen. Vor einigen Jahren wurde eine Seilbahn errichtet, eine enorme Erleichterung für Personen und auch notwendige Transporte.

An der Seilbahnstation befindet sich ein großer Parkplatz für PKW's (kostenpflichtig)
Fast gespenstisch wirken die engen Gassen in dem noch menschenleeren Ort am frühen Morgen.
Auch in unserer heutigen modernen Zeit gibt es in vielen Bergdörfern noch diese Waschplätze

Eindrücke des Spaziergangs durch den Ort Monteviasco. Während meines mehrstündigen Aufenthaltes bin ich lediglich einer Restaurantbesitzerin und einem Ehepaar begegnet.

Verlassene Orte - I Mulini di Piero

I Mulini di Piero findet man nach einem ca. 15-minütigen Fußweg ab der Seilbahnstation Monteviacso. Verlassene und verfallende Mühlen und Steinhäuser inmitten grüner Wiesen und nahe dem Fluss Giona.

Erinnerung an vergangene Zeiten
Dies ist die noch am besten erhaltene Mühle

Viele Mauereidechsen, aber auch eine Vielzahl von Schmetterlingen und anderen Insekten haben in dieser Umgebung einen fast ungestörten Lebensraum.

I Mulini di Piero - Nicht ganz verlassen, wie man sieht. Diese Kuh hat in einem der verfallenen Häuser ein schattiges Plätzchen gefunden.

Monte Lema (1624 m) - Tessin

Von Miglieglia aus führt eine moderne Seilbahn auf den Gipfel des Monte Lema. Die Fahrt beträgt ca. 10 Minuten. Der Monte Lema liegt zwischen dem Luganersee, dem Lago Maggiore und den Tälern des Luinese. Er dominiert mit einematemberaubenden Panoramablick, der weit über die Tessiner Täle reicht. Ich hatte mir leider einen sehr vernebelten Tag ausgesucht mit einer eisigen Kälte auf dem Gipfel.

Jeweils 3 Seilbahnkabinen sind miteinander fest verbunden.
Man kann erahnen, wie atemberaubend der Blick bei gutem Wetter ist. Die Bilder zeigen die vielen Regenwolken, die Sternwarte, Alpenrosen und die Unterkunft mit Restaurant. Der Monte Lema ist auch ein begehrtes Ziel für Gleitschirmflieger.

Am grünen Fluss - Die Verzasca (Tessin)

Die Verzasca - übersetzt "grünes Wasser" - ist ein Wildfluss im Verzascatal. Er fließt durch eine traumhaft schöne Landschaft und ist ein Naturwunder der besonderen Art. Das Wasser ist grün und glasklar. Um dies ganze Schönheit voll und ganz zu genießen, muß man sehr früh aufstehen, wenn man den vielen Touristen aus dem Weg gehen will.

Die Verzasca, mal wild und an einigen Stellen ganz zahm und ruhig.
Il Ponte die Salti (= Die Brücke der Sprünge). Je nach Wasserstand springen hier Mutige in die Verzasca. Auch im Verzascatal kommt es jährlich zu Unfällen mit Todesfolge, weil der Fluss und seine Gefährlichkeit unterschätzt werden.

Der letzte Ort im oberen Verzascatal ist das idyllische Bergdorf Sonogno. Am Ortseingang befindet sich ein großer Parkplatz, denn der kleine Ort ist autofrei.

Bild 1: Das Bergdorf Sonogno vor der atemberaubenden Bergkulisse, Bild 2: Die Rustici in Sonogno, Bild 3: In vielen Dörfern des Tessins findet man die Dorfbacköfen, die von allen Einwohnern genutzt werden können (hier rechts im Bild). Bild 4: Der Dorfbrunnen aus dem Jahre 1857

Kommt man in das Verzascatal, beeindruckt der Ort Lavertezzo. Von der Brücke aus hat man den Blick auf einen Wasserfall, der sich auf der anderen Brückenseite zur Verzasca hinzugesellt.

Arcumeggia - das Künstlerdorf in der Lombardei

Im Jahre 1956 verwandelte der Tourismusverband das kleine Städtchen in einen bemalten Ort. Viele Maler realisierten dort ihre Kunstwerke. Spaziert man durch die engen Gassen, so wird man kaum ein Haus ohne Freskomalereien finden.

Die Kirche in Arcumeggia
In Arcumeggia kann man über mehrere Stunden durch die engen Gassen laufen, ohne einem Menschen zu begegnen, so daß man den Eindruck hat, sich in einer Geisterstadt zu befinden.

Die borromäischen Inseln des Lago Maggiore

Die borromäischen Inseln - wahre Diamanten des Sees. Und jede bezaubert auf ihre eigene Art. Da insbesondere die Isola Bella mit Touristen völlig überlaufen ist, muss man sich schon sehr früh auf den Weg machen, um die prachtvollen Eindrücke einigermaßen ungestört zu genießen.

Isola Madre - Die Mutterinsel

Sie ist die größte der Borromäischen Inseln und ein paradiesisches Schmuckstück. Sobald man das Schiff verläßt, begrüßt die Insel den Besucher mit betörenden Düften. Die Insel hat ein eigenes Microklima. Hier gedeihen seltene subtropische Pflanzen und Blumen. Und auch fremde Vogelarten in schillernden Federkleidern haben sich hier niedergelassen.

Isola Madre
"Die Isola Madre. Sie ist der sinnlichste Ort auf dieser Welt, den ich je besucht habe." (G. Flaubert, 1845) Und für mich war der Spaziergang am frühen Morgen wie ein Weg durchs Paradies.
Die weißen Pfauen sind die Wahrzeichen der Borromäischen Inseln

Isola Bella - Die Schöne

Der Palazzo Borromeo - Ein "Muss" für jeden Besucher.
Die weißen Pfaue sind das Wahrzeichen der Isola Bella sowie der Isola Madre
Der beeindruckende Palastgarten mit vielen Blumen, Pflanzen und Statuen
Einige der zahlreichen Statuen im Detail

Die Schönheiten des Palazzo Borromeo - atemberaubend und faszinierend

Es ist kaum mit Worten beschreiben, welche Emotionen die Palastbesichtigung auslöst. Ich persönlich war überwältigt und sprachlos. Nur schwer war es mir möglich, diese vielfältige Pracht zu verinnerlichen. Ich fühlte mich wie in einem Traum von vergangenen Zeiten und brauchte eine längere Zeit, um diese Eindrücke zu verarbeiten.

Ein weiteres Abenteuer sind die Grotten in der unteren Etage des Palastes. Sie wurden von Vitoliano Borromeo geschaffen und wurden mit Tuffsplittern, schwarzen und weißen Steinen ausgekleidet.

Mit Schnecken, Muscheln, Schildkröten und Delphinen, alle in den Farben beige bis dunkelgrau, sind die Decken und Wände der künstlichen Grotten verziert.
Die Terrasse der Isola Bella mit Ausblick auf die Isola Superiore dei Pescatori

Parco Pallavicino - Stresa

Der Parco Pallavino nahe dem eleganten Ort Stresa bietet dem Besucher Ruhe und Erholung, einen interessanten Rosengarten sowie einen kleinen Tierpark.
Stresa - eines der vielen eleganten Luxushotels am Seeufer

Schifffahrten auf dem Lago Maggiore

Die Fahrten auf den Fähren und Linienschiffen sind ein ganz besonderes Erlebnis. Die Schiffe fahren oft und pünktlich und die Organisation ist perfekt. Da ich immer am frühen Morgen unterwegs war, kam es mehrmals vor, daß ich einen Teil der Fahrten ganz alleine auf dem Schiffsdeck genießen konnte.

Die Autofähren San Cristoforo und Sempione. Die große Fähre Sempione hat Kapazitäten für 600 Passagiere und 90 Autos.

Rocca di Angera

Diese Tour sollte man sich nicht entgehen lassen. Seit dem Mittelalter erhebt sich diese Burg hoch oben über der Stadt und hat ihren Charme bis heute bewahrt. Mein Ausflug fand an einem Tag statt, an dem es nicht aufhören wollte, zu regnen. Die Burg mit ihren interessanten Räumlichkeiten und insbesondere das außergewöhnliche Puppenmuseum machten jedoch auch diesen verregneten Tag zu einem unvergeßlichen Erlebnis.

Ausblick von der Burg auf Angera und den Lago Maggiore

Rundgang auf dem Burggelände

Im Burginneren

Die spektakuläre Rocca di Angera ist das perfekt harmonische Ergebnis von fünf verschiedenen Gebäuden, die ab dem Jahrhundert nach dem Jahr eintausend bis zum siebzehnten Jahrhundert erbaut wurden: der Castellana-Turm, der Scaligerflügel, der Visconti-Flügel und der Turm von Giovanni Visconti, der Ala dei Borromeo.

Der große Zeremoniensaal. Hier kann man bedeutende Fragmente der lombardischen Malerei bewundern.

Von großer Bedeutung ist die Halle der Gerechtigkeit, in der sich der Zyklus der Fresken befindet, der im 13. Jahrhundert von einem anonymen Meister namens "Maestro di Angera" angefertigt wurde. Die Darstellung erzählt Ereignisse aus dem Leben des Erzbischofs Ottone Visconti und veranschaulicht insbesondere seinen Sieg über die Torriani in der Schlacht von Desio 1227.

Besonders sehenswert ist das Puppenmuseum mit mehr als 2000 Puppen aus dem 17. Jahrhundert bis zum heutigen Tage. Es erstreckt sich über viele Räume der Burg und es ist empfehlenswert, hierfür viel Zeit einzuplanen.

Ausschnitt eines alten Pferdekarrusssels im Puppenmuseum.
Diese Spieluhr aus dem Jahre 1890 ist voll funktionsfähig.

Der Burggarten und seine vielfältige Flora.

Im Burggarten lohnt sich eine florale Entdeckungsreise. Seltene Pflanzen und eine bunte Blumenpracht lenken hier von anhaltenden Regentropfen ab und bieten wunderschöne Fotomotive.
Die Baumallee im Ort Angera bietet immer ein schattiges Plätzchen. Die Aufnahme daneben zeit die grüne Zone und Flaniermeile von Angera, auf der sich bei gutem Wetter Sonnenanbeter gerne niederlassen.

Der Monte San Salvatore (912 m)

Einen Abstecher auf den Monte San Salvatore am Luganer See konnte ich mir zum Abschluss meiner 14-tägigen Foto-Dokumentationsreise nicht entgehen lassen.

Empfehlenswert ist es, gleich morgens mit der ersten Bahn auf den Berg zu fahren, wenn man hier die fantastischen Ausblicke auf Lugano und den gleichnamigen See in Ruhe genießen möchte.
Ein traumhaftes Wetter mit einer einmaligen Fernsicht machen diesen Ausflug zu einem wahren Genuss.

Zwei Tage Gardasee - Abschluß meiner Reise

Ganz spontan kam dieser Entschluß, die Reise in Malcesine am Gardasee ausklingen zu lassen. 1982 bin ich für einige Jahre nach Italien ausgewandert und habe dort die erste Zeit gearbeitet, nachdem ich zuvor einige Male dort meine Urlaube verbracht hatte. Nun wollte ich einfach sehen, was sich dort in den vielen Jahren verändert hat.

Malcesine, die Perle des Gardasees mit der mittelalterlichen Scaligerburg, gelegen am Ostufer am Fuße des Monte Baldo (2218 m)
Die Altstadt von Malcesine mit ihren engen Wegen. Hier findet man viele kleine Restaurants und Souveniergeschäfte und immer noch ruhige und romantische Gassen, wie das untere Bild zeigt.
Der kleine Hafen von Malcesine. Noch immer gibt es dort die gleichen Restaurants und Cafés, so als wäre die Zeit stehen geblieben. Aber hier herrscht mittlerweile ein reger Betrieb, denn mittlerweile gibt es eine Autofähre die zwischen dem gegenüberliegenden Limone und Malcesine pendelt. Und fast alle Linienschiffe fahren heute den kleinen Hafen in Malcesine an.

Der letzte Tag

Der perfekte Abschluß meiner Reise war eine Schifffahrt von Malcesine nach Sirmione und zurück. Und das Wetter hätte nicht besser sein können. Mit diesen Aufnahmen endet meine kleine Dokumentation mit den außergewöhnlich vielen Eindrücken.

Gargnano
Maderno
Traumhafte Panoramen während der Fahrt
Die Villa Borghese auf der Isola del Garda
Scaligerburg in Sirmione. Die Liebesschlösser sind auch hier schon reichlich vertreten.

Vielen Dank

Für Ihr Interesse und Ihre Aufmerksamkeit bedanke ich mich und hoffe, daß Ihnen meine Dokumentation gefallen hat.

An dieser Stelle möchte ich mich auch bei allen bedanken, die mich während meiner Foto-Dokumentationsreise hilfreich unterstützt haben: Verwaltung der Borromäeischen Inseln, Seilbahn Monte San Salvatore, Seilbahn Monte Lema und ganz besonders gilt mein Dank dem Mailänder Ministerium für Infrastruktur und Verkehr.

Ihre Ursula Di Chito

(Foto: HJMphoto-arts Hans-J. Müller)
Created By
Ursula Di Chito
Appreciate

Credits:

© Puravida-Fotografie Ursula Di Chito - http://puravida-fotografie.de - Online-Shop: https://shop50706.eshop.t-online.de

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