Loading

Grenz-überschreitende Evangelisation Ruedi und Birgit Bänziger

Liebe Geschwister, vor einem halben Jahr beendeten wir unseren Bericht mit dem Wunsch, «dass wir für das neue Schuljahr 2019/20 Ideen geschenkt bekommen und dass Gott selbst Gelegenheiten zum Zeugnis vorbereitet, auf dem Markt und anderswo.» Dankbar berichten wir Ihnen heute, wie Gott eine solche Gelegenheit «anderswo» vorbereitet hat.

Die Geschichte begann vor bald drei Jahren auf einem Campingplatz in Südfrankreich. Liebe Bekannte aus der Schweiz machen dort gerne Ferien, obwohl sie kein Französisch sprechen. Als einer von ihnen ernstlich erkrankte, halfen andere Camper nach Kräften aus – obwohl sie kein Deutsch sprechen. Jene Franzosen (nennen wir sie Claus und Giulia) hatten ausserdem beobachtet, dass die Schweizer Campingnachbarn jeden Tag auf der Terrasse in der Bibel lasen. In einem Gespräch kam heraus, dass Claus und Giulia keine Ahnung hatten, was eine Bibel ist. Das war der Anfang. Zurück in der Schweiz, nahmen unsere Bekannten Kontakt mit uns auf. In ihrem Auftrag schickten wir den Franzosen eine Bibel, später eine CD mit christlichen Liedern.

Sie bedankten sich bei den Schweizern, fingen an, die Bibel zu lesen, hörten die Musik und lasen auch andere Schriften, die den diversen Briefkontakten beigelegt wurden. Im letzten Herbst trafen sich die beiden Ehepaare wieder auf demselben Campingplatz. Die Schweizer hatten ein französisches Buch im Gepäck, allerdings fehlte ihnen dazu noch eine kurze, klare Beschreibung auf Französisch, wie man Christ wird. Es ist bestimmt kein Zufall, dass genau zu dem Zeitpunkt drei junge Schweizer aus einer Berner Gemeinde am Strand christliche Schriften verteilten, auf Französisch und Deutsch. Die Schriften enthielten die gesuchte Beschreibung!

Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz

Nach diesen Campingferien wurden wir gebeten, einen Kontakt herzustellen zwischen Claus und Giulia und einer christlichen Gemeinde an ihrem Wohnort. Der ist gar nicht so weit entfernt von unserem vorigen Arbeitsfeld, und durch regionale Mitarbeitertreffen kennen wir einige Leute in den dortigen Gemeinden. Wir fragten an, jemand nahm sich die Geschichte zu Herzen und besuchte Claus und Giulia! Sie scheinen wirklich offen zu sein für den Glauben und wissen nun, an wen sie sich wenden können in ihrer Stadt, erst noch auf Französisch...

Die länderübergreifende Zusammenarbeit fasziniert uns und wir finden es enorm, was Gott in Bewegung setzt, um ein Ehepaar mit seinem Wort zu erreichen. Danke an alle, die ein Herz für Frankreich haben!