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Auf Augenschein in Thierachern Die Gemeindeserie

Unsere Eckdaten:

Jesus Christus für Thierachern und die umliegenden Dörfer
  • Die FEG Thierachern wurde vor bald 150 Jahren (1874) gegründet. Zu Beginn traf man sich in einem Bauernhaus zum Gottesdienst, den man damals «Versammlung» nannte. Gleichzeitig wurde auch mit Sonntagsschule für Kinder begonnen.
  • 1908 baute Fritz Rolli in dessen Bauernhaus, wo sich die kleine Gemeinde 34 Jahre lang getroffen hat, für sich ein Stöckli. In diesem «Stöckli», das zwischenzeitlich erneuert und umgebaut wurde, feierte die Gemeinde bis im Sommer 2010 die Gottesdienste.
  • Von 1908–1978 traf sich die Gemeinde ungefähr alle 14 Tage zur Abendversammlung.
  • Bis 1903 gehörte die kleine Gemeinde in Thierachern zur FEG Thun. Von 1903 bis zur Selbstständigkeit als eigenständige FEG-Gemeinde (1994) war die FEG Thierachern Aussen-gemeinde der FEG Steffisburg.
  • Seit 1994 ist die FEG Thierachern eine selbstständige Gemeinde innerhalb des Verbandes FEG Schweiz.
  • Ende der 1970er-Jahre wurde eine Jungschar gegründet, die bis heute besteht und immer wieder viele Kinder anzieht. Jahrelang wurde mit der Landeskirche zusammen Sonntagsschule gehalten, die von bis zu 100 Kindern besucht wurde.
  • Im 2009 konnten wir eine alte Scheune im Dorf Thierachern kaufen und im Jahr 2010 bezogen wir das teilweise neu ausgebaute Gebäude.
  • Im Moment besuchen ca. 50–60 Erwachsene und ungefähr 30–40 Kinder und Jugendliche unsere Gottesdienste.
  • Unser Einzugsgebiet ist etwas grösser als das Thuner Westamt, zu dem mehr als 18 Dörfer gehören. Unsere Leute sind von elf verschiedenen Dörfern aus der genannten Region.

Unsere Gemeindevision

Jesus Christus für Thierachern und die umliegenden Dörfer. Vor wenigen Jahren haben wir unsere Gemeindevision mit diesem Satz auf Papier gebracht. Thierachern liegt im sogenannten Thuner Westamt, zu dem ungefähr 18 Dörfer und Weiler gehören. Das Thuner Westamt ist unser Einzugsgebiet. Wir wünschen uns, dass Menschen aus der ganzen Region auf dem Weg mit Jesus ermutigt werden, aber auch Menschen durch unseren Dienst zu Jesus finden. Wir träumen davon, dass in der ganzen Region kleine Gemeinden entstehen, die ihr Umfeld positiv prägen.

Aktuelle Gemeindeleitung:

(v.l.n.r.) Adrian und Martina Lehmann, Urs Zaugg, Daniel und Edith Zeller, Karina Heiniger

Fragen an die Leiter/innen der Gemeinde:

Edith und Daniel Zeller

Was ist für dich/euch das Wichtigste in Bezug auf die Gemeinde?

«Jesus Christus für Thierachern und die umliegenden Dörfer.» Vor wenigen Jahren haben wir unsere Gemeindevision mit diesem Satz auf Papier gebracht. Thierachern liegt im sogenannten Thuner Westamt, zu dem ungefähr 18 Dörfer und Weiler gehören. Das Thuner Westamt ist unser Einzugsgebiet. Wir wünschen uns, dass Menschen aus der ganzen Region auf dem Weg mit Jesus ermutigt werden, aber auch Menschen durch unseren Dienst zu Jesus finden. Wir träumen davon, dass in der ganzen Region kleine Gemeinden entstehen, die ihr Umfeld positiv prägen.

Warum?

Mit der grösseren Investition in Beziehungen und Freiwilligkeit hat die Organisation der Gemeinde gelitten. Wir sind heute unorganisierter als früher. Unorganisierter heisst u.a., dass wir nicht in erster Linie die Lücken im Dienstplan füllen wollen. Wenn niemand da ist, um einen Dienst zu tun, dann machen wir ihn nicht. Wenn dann an einem Sonntag z.B. kein Lobpreisteam spielen kann, gibt es keinen Live-Lobpreis. Wir wollen zudem die Freiwilligkeit fördern. Auch dies ist herausfordernd, einerseits, weil nicht alle mit Freiwilligkeit und Freiheit umgehen können, und anderseits, weil es als Leiter damit keine Möglichkeit gibt, jemanden zu etwas zu «verchnure». Wir sind jedoch überzeugt, dass diese Sicht- und Handlungsweise viel mehr Vor- als Nachteile bringt und damit mehr Segen möglich ist.

Adrian und Martina Lehmann

Warum ist euch die Jugendarbeit wichtig?

Martina und Adrian Lehmann: Wir möchten die jungen Leute in dieser speziellen Zeit ihres Lebens unterstützen und sie ein Stück auf ihrem Weg begleiten. Uns ist auch wichtig, Gedankenanstösse und Erfahrungen zu teilen und die Jugendlichen herauszufordern. Tabuthemen mit den Jugendlichen zu besprechen und unsere Erfahrungen zu teilen ist uns wichtig. Gemeinschaft mit den Jungen liegt uns auch sehr am Herzen, sei es in kleineren Gruppen, durch persönliche Treffen oder mit der ganzen Truppe.

Was wollt ihr damit erreichen?

Unser Ziel ist es, dass die Jugendlichen eine persönliche Beziehung zu Gott aufbauen und ihren Glauben auch im Alltag leben und teilen können. Deshalb versuchen wir als Ehepaar und Familie unsere Jugendabende authentisch zu gestalten.

Karina Heiniger

Karina, du predigst als Frau regelmässig in der Gemeinde. Wie ist es für dich als Frau zu predigen?

Karina: Als ich von Chrischona ausgesendet wurde, bekam ich den Vers: «Das aber ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und verkündige all sein Tun!» Ps. 73,28

Dieser Vers hat sich bei mir immer wieder bestätigt. Die Freude und Begeisterung, die mich erfüllt, wenn ich von dem vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Tun unseres Herrn Jesus erzählen darf, überrascht mich jedes Mal neu.

Allerdings merke ich auch, dass ich in der FEG Thierachern die Freiheit dazu habe. Wenn ich predige, dann wird von der Gemeinde nicht abgewogen, ob ich jetzt eine Frau bin oder nicht. Es zählt die Botschaft, und nicht ich als Person.

Urs Zaugg
Urs, du bist seit Jahren in der FEG Thierachern Mitleiter. Was motiviert dich, diesen Dienst zu machen?

Als erstes motiviert mich mein eigenes Erleben, dass Leute sich investiert haben, damit mein Glaube wachsen konnte. Aber auch zu sehen, wie Leute durch die Gemeinde in ihrem Glauben wachsen und tiefe Erlebnisse mit Gott machen dürfen. Das begeistert mich. Zusätzlich merke ich, wie mein Glaube durch meinen Dienst wächst und ich sehr viel lerne.

Uns ist der ländliche Raum sehr wichtig. Es gibt in unserer Region einige Menschen, die mit Jesus auf dem Weg sind. Dennoch sind über 90% ohne Beziehung zu Jesus Christus. Zudem gibt es immer mehr Christen, die nicht mehr Teil einer christlichen Gemeinde sind. Als FEG Thierachern sind uns diese Menschen ein Anliegen und auch Menschen, die Gott noch gar nicht kennen.

Nächste Gemeinde: FEG Basel