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Wie beten? Beat Abry

Menschen haben Angst wegen des Coronavirus. Manche geraten in Panik. Christen rufen zum Gebet auf. Aber wie sollen wir beten?

Natürlich dürfen wir um Bewahrung bitten. Selbstverständlich können wir dafür beten, dass das Coronavirus überwunden wird. Aber ich glaube, dass wir in erster Linie für einen geistlichen Aufbruch in unserem Land beten müssen. Das Coronavirus ist eine Chance, die uns bewusst macht, dass wir nicht alles im Griff haben. Dass unser Leben endlich ist. Dass in absehbarer Zeit wieder mehr Menschen nach Jesus fragen. Aber das geschieht nicht automatisch. Dafür müssen wir beten.

In Nehemia 1 lesen wir, dass Hanani seinem Bruder Nehemia erzählt, wie es in Jerusalem aussieht (Vers 3): «Die Zurückgekehrten leiden bittere Not. Man beschimpft sie. Von der Stadtmauer Jerusalem sind nur noch Trümmer übrig. Die Tore liegen in Schutt und Asche.»

Nehemia bricht zusammen (Vers 4): «Als ich das hörte, setzte ich mich hin und weinte. Ich trauerte tagelang, fastete und betete.» Lassen wir uns eine Last aufs Herz legen, dass Millionen von Menschen in der Schweiz ohne Jesus leben und ewig verloren gehen.

Dann bekennt Nehemia seine Sünden und die seines Volkes (Vers 6): Ich bekenne dir, dass wir gegen dich gesündigt haben, auch ich und meine Verwandten.» Oft sehen wir nur die Sünden der anderen: Die Menschen werden immer säkularer. Sie interessieren sich kaum für den Glauben. Sie treten die Gebote Gottes mit Füssen. Nehemia identifiziert sich mit den Sünden seines Volkes. Bekennen wir Jesus unsere Lauheit! Unseren defensiven Lebensstil, dass wir so wenig von Jesus reden! Dass wir in Kompromissen leben!

Schliesslich betet Nehemia für sein Volk (Vers 8ff.): «Aber denke doch daran, was du zu Mose gesagt hast… Wenn ihr zu mir umkehrt und meine Gebote haltet, dann lasse ich euch in euer Land zurückkehren, auch wenn ich euch bis ans Ende der Erde vertrieben habe…» Beten wir dafür, dass Menschen neu Jesus suchen! Dass sie erkennen, was für ein Affront es ist, ohne den Schöpfer zu leben und dass sie verstehen, dass Jesus genau dafür am Kreuz gestorben ist.

Beat Abry