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FREDY HIRSCH (1916-1944)

Fredy Hirsch setzte sich im Ghetto Theresienstadt und im KZ Auschwitz-Birkenau für die Erziehung und das Überleben von tschechischen jüdischen Kindern ein

Von Laura Krause und Luisa Müller (Stadtteilschule Bergedorf)

Alfred (Fredy) Hirsch war ein deutscher Jude, der sich im Ghetto Theresienstadt und im KZ Auschwitz-Birkenau für die Erziehung und das Überleben von tschechischen jüdischen Kindern eingesetzt hat.

1935 verließ Fredy Hirsch Deutschland aufgrund der NS-Repressalien gegen die jüdische Bevölkerung und ging ins Exil nach Prag. Ab dem 24. November 1941 war er im Rahmen der jüdischen Selbstverwaltung beim Aufbaukommando für das Ghetto Theresienstadt dabei.

Alfred (Fredy) Hirsch (1916-1944)

Hier engagierte sich Fredy in der Jugendfürsorge für die gefangenen jüdischen Kinder und wurde deren Leiter. Fredy organisierte unter anderem Sport- und Freizeitveranstaltungen für die Kinder.

Vom Ghetto Theresienstadt wurde er am 6. September 1943 gemein-sam mit anderen Häftlingen mit einem Transport ins Vernichtungs-lager Auschwitz-Birkenau depor-tiert. Dort setzte sich Fredy Hirsch im Kinderblock dafür ein, die menschenunwürdige Unterkunft und vor allem die mangelhafte und unzureichende Ernährung der Kinder zu verbessern. Hanna Hoffmann–Fischel, die als Kinder-erzieherin Auschwitz überlebte, berichtet: „Es gab eine Oase in unserem Lager, einen Ort, an dem man die Gegenwart vergessen konnte, wo man noch Mensch war. Das was das Kinderheim, ein Werk von Fredy Hirsch.“

Kurz bevor der erste Transport der Familienlager, in dem der Kinder-block lag, von der SS zur Vergasung geschickt wurde, fand man Fredy tot auf. Er hatte sich mit einer Überdosis Schlafmittel das Leben genommen.

Namentuch für Fredy Hirsch, gestaltet von Laura Krause und Luisa Müller (mit Unterstützung von Andrea Wende)

Das Namentuch

Das Namentuch wurde entworfen von Laura Krause und Luisa Müller, die die GSB Stadtteilschule Bergedorf besuchen. Betreut wurden sie dort von dem Lehrer Michael Hannemann.

Danach wurde der Entwurf des Namentuchs von Andrea Wende in Appliziertechnik umgesetzt.

Fredy Hirsch hat, bevor er in das Ghetto Theresienstadt kam, in Deutschland Leistungssport betrieben. Auf dem Tuch wird das durch die Einfassung der letzten Lebensstationen von Fredy Hirsch in die Ringe, die den olympischen Ringen ähneln, dargestellt.

Beginnend links oben sieht man ein Schild, das auf die Ghettos hinwies. In der Mitte oben kann man spielende Kinder sehen, für deren Betreuung im Ghetto sich Fredy Hirsch besonders eingesetzt hat. Rechts oben befindet sich Fredys spezieller „Judenstern“ als Homosexueller. Links unten ist der nur als Vorname im Original erhaltene Namenszug von Fredy Hirsch zu sehen, rechts daneben schließlich sein Ende im KZ-Auschwitz.

Credits:

Stiftung Haus im Park

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