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10 Jahre ANQ Jubiläum

Im September 2019 feierte der ANQ in Bern sein 10-jähriges Jubiläum, gemeinsam mit rund 80 Gästen aus den ANQ-Gremien, dem Gesundheitswesen, der Politik und Verwaltung.

In ihren Jubiläumsansprachen waren sich die Gastredner/innen einig: Im ersten ANQ-Jahrzehnt wurde Entscheidendes erreicht. Dahinter steckt langjährige Aufbauarbeit. Dazu zählt auch der erste Nationale Qualitätsvertrag der Schweiz, dem sämtliche Leistungserbringer und Kostenträger aus dem stationären Bereich beitraten.

Heute ist klar: Das Ringen um Konsens und der praxisorientierte Ansatz haben sich gelohnt. Aktuell messen die Schweizer Spitäler und Kliniken im Auftrag des ANQ insgesamt 15 Qualitätsindikatoren. ANQ-Mitglieder, Partner, Patient/innen, Medien und weitere Interessierte können diese Messergebnisse jederzeit abrufen. Und zwar pro Spital oder Klinik.

ANQ-Geschäftsleiterin Dr. Petra Busch verglich die ersten ANQ-Jahre mit dem Bau eines komplexen Mehrfamilienhauses. So veranschaulichte sie die Anfänge wie folgt: Die Tarifpartner legten einst das Fundament. Mit der Gründung des Vereins ANQ installierten sie eine Bauleitung mit konstruktiver Streitkultur.

Gleichzeitig holten sie sich motivierte und leistungsfähige Expert/innen an Bord, die sich geduldig um den Hausbau kümmerten.

Ein Modell für die Zukunft? Ja! Denn das Mehrfamilienhaus stellt eine nationale Pionierleistung dar, die auch international Anerkennung findet, so Dr. Petra Busch.

«Der ANQ ist zweifelsohne qualifiziert, auch in Zukunft eine zentrale Rolle einzunehmen. Das ANQ-Gebäude verfügt über ein hart erprobtes Fundament und tragende Säulen.»

Dr. Petra Busch, Geschäftsleiterin ANQ

Wie bedeutend der Zusammenschluss der wichtigsten Akteure aus dem Schweizer Gesundheitswesen war, verdeutlichte nochmals ANQ-Präsident Thomas Straubhaar.

«Trotz unterschiedlicher Ausrichtung ist es der Trägerschaft gelungen, zusammen an einem Strick zu ziehen und hochgesteckte Ziele gemeinsam zu erreichen.»
Thomas Straubhaar, Präsident ANQ

In Ihrer Rede betonte Heidi Hanselmann, Präsidentin der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren GDK, dass sich die gesunde Hartnäckigkeit und die Beharrlichkeit, an die Vorteile eines nationalen Vereins zu glauben und nicht aufzugeben, ausgezahlt haben.

Regierungsrätin Heidi Hanselmann brachte einen Meter St. Galler Biber als Jubiläumsgeschenk mit: für jedes ANQ-Jahr 10 cm bestes Energiefutter.

Weshalb das «A und O» bestens zum ANQ-Geburtstag passt, führte sie wortkreativ aus:

Qualitätssicherung sei das «A und O» im Gesundheitswesen. «A und O» bedeute mitunter Achtung und Obacht. Auch diese Einschätzungen seien zum Thema wohlbekannt. «A und O» wie Anwendung und Objektivität oder wie adjustieren und opponieren, auch das seien stetige Begleiter des ANQ. Und schliesslich das «A und O», das heute hinsichtlich ANQ für anerkannt und offiziell stehe.

Pascal Strupler, Direktor Bundesamt für Gesundheit BAG, rückte in seiner Rede die Daueraufgabe Qualität ins Zentrum. Dabei würdigte er auch die bisherigen ANQ-Leistungen und richtete seinen Blick auf die anstehende Umsetzung des 2019 revidierten Krankenversicherungsgesetzes (KVG).

Prof. Dr. Urs Brügger, Direktor der Berner Fachhochschule BFH, erläuterte, wie er die Qualitätsmessungen im Zeitalter von Likes und Smileys sieht.

Sein Jubiläumsgeschenk reichte er in Form von Denkanstössen dar. So wies er etwa daraufhin, dass der ANQ auch PROMs (Patient-reported outcome mesures) im Fachbereich Akutsomatik realisieren könnte und der Indikationsqualität generell mehr Beachtung geschenkt werden sollte.

Intermezzo: Ferrucio Cainero, ein Meister der Erzählkunst, unterhielt die Jubiläumsgäste mit einer geistreichen Geschichte, die bei Chronos begann, der Personifikation der Zeit ...

Bilder: © Béatrice Devènes / ANQ